Wer als Ein-Euro Jobber arbeitet, bleibt länger arbeitslos

Der 1-Euro-Job, steter Hort von Freude, Groll und Diskussion. Zu meiner Hartz-IV Zeit habe ich mich über diese Job ja tatsächlich gefreut, hatte ich doch das Glück tatsächlich gemeinnützig tätig zu sein und konnte mich bei einer sehr netten Chefin als (in ihren Augen)  EDV-Superguru austoben. Dazu bekam ich noch ein wenig Geld, dass es mir ermöglichte Abends auch mal ein Bierchen trinken zu gehen.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat nun heraus gefunden, dass es eigentlich ein Fehler ist, einen Ein-Euro-Job anzunehmen:

Hartz IV-Empfänger, die einen dieser Jobs annehmen, erreichten nach einem Jahr sogar seltener eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als vergleichbare Langzeitarbeitslose ohne Ein-Euro-Job. Für die Untersuchung wertete das ZEW nach Angaben vom Donnerstag die Erwerbsverläufe von 160.000 Arbeitslosengeld-II-Empfängern aus.

Der Nachteil der Ein-Euro-Jobber bei regulären Stellen habe sich quer durch die Bevölkerung gezeigt. Am stärksten seien die Effekte bei Männern ohne ausländische Wurzeln. Die wenigsten Unterschiede zeigten sich bei Frauen mit ausländischen Wurzeln.

Quelle Welt. Liebe Hartz-IVer: Wenn euer Arbeitsvermittler euch in einen Ein-Euro-Job stecken will und ihr das Geld nicht gebrauchen könnt (soll es ja geben), dann haut ihm diese Studie um die Ohren und erklärt: Ihr seid gesetzlich verpflichtet euch so zu verhalten, dass ihr bestmöglich zu vermitteln seid. Aus eben diesem Gründe lehnt ihr den Ein-Euro-Job ab.

Die Fresse des Arbeitsvermittlers würde ich gern sehen! Send Pics!

Wann wird endlich in Griechenland einmarschiert?

Bundeswehrsoldaten sind in Afghanistan um dort den Frieden in Deutschland zu schützen. Zwar ist mir nicht EIN Anschlag in Deutschland bekannt, der durch afghanische Freiheitskämpfer oder Terroristen verübt wurde, aber gut.

Der Iraq wurde – weil er „ein Hort des Terrorismus“ war komplett von amerikanischen Streitkräften umgekrempelt und ist heute noch nicht wieder zur Ruhe gekommen.

Was also ist mit Griechenland, dem Jemen und vor allem Saudi Arabien? Die Griechen schicken unserer Frau Bundeskanzlerin explosive Grüsse, aus dem Jemen werden Bomben in alle Welt verschickt und die Saudis haben meistens auch etwas damit zu tun.

Ach, ich hab’s mir überlegt: Lasst sie alle zufrieden. In Deutschland sind in den letzten Monaten viel mehr Menschen (auch Kinder!) durch Polizeigewalt zu schaden gekommen, als durch „Terroristen“ die letzten 5 Jahre. Bevor wir nach Griechenland gehen lasst uns die gewalttätigen Bereitschaftspolizisten massregeln, das bringt uns weiter nach vorn.

Nur Bares ist Wahres

Nach Abrechnungsunternehmen und Kreditkartenfirmen nun auch Sparkasse:

Genießer, Hedonisten, Performer: In solche Sparten ordnet die Hamburger Sparkasse Kunden ein, ohne dass sie davon wissen. Laut NDR sollen Berater durch die Psycho-Profile gezielter Produkte an die Leute bringen. Die Bank teilt mit, sie wolle nur die „Sprache der Kunden verstehen“.

Quelle Spiegel. Der NDR geht in der Recherche weiter und lässt auch Edda Castelló von der Hamburger Verbraucherzentrale zu Wort kommen:

Und für Edda Castelló gibt es ein großes Fragezeichen: Denn woher die Daten für die Typisierung der Haspa-Kunden stammen, wurde zumindest im Schulungsraum der Sparkasse nicht weiter erwähnt. Fakt ist: Kein anderes Unternehmen weiß so viel über seine Kunden wie eine Bank – jede Kontobewegung, jede Überweisung enthält wertvolle Informationen über die Verbraucher. Ohne Zustimmung der Kunden ist eine Auswertung von Kontodaten jedoch nicht erlaubt – schon gar nicht, wenn die Verbraucher nicht wissen, was ein Kreditinstitut mit ihren Daten macht.

und es gibt auch einen Verdacht, woher die konkreten Daten kommen, welche die Sparkasse nutzt um die Auswertungen zu realisieren:

Bei der Haspa müssen die „Joker“-Kunden ihre Daten preisgeben, um in den Genuss des Rabattkontos zu kommen – und sie entbinden dafür die Sparkasse vom Bankgeheimnis. Die Bank beteuert zwar, alles laufe streng nach datenschutzrechtlichen Vorgaben. Welche Daten die Haspa und ihre Partnerfirmen nutzen, ist jedoch nicht klar. Die Haspa schreibt in den jüngsten Vertragsbedingungen lediglich nebulös, dass Daten zum Beispiel zum Zweck der „Leistungsoptimierung“ an eine Beratungsfirma namens Affinion in die USA geschickt werden – und „zusammen mit weiteren, der Haspa vorliegenden Daten (…) durch die Haspa oder ihren Dienstleister ausgewertet werden dürfen“. Von Neuromarketing, „Sensus“, „Performern“ oder „Bewahrern“ ist dagegen nicht die Rede.

Leute, macht es wie ich: Bargeld, Bargeld, Bargeld. So viel wie möglich mit Bargeld zahlen. Auch ruhig grössere Anschaffungen mal Bar-Kasse finanzieren. Ein Vorteil dabei ist, dass man gerade bei grösseren Anschaffungen auch mal über Skonto reden kann:“ Ich würde ja mit Karte zahlen, aber ich hätte es auch Bar – wäre bei Barzahlung ein Nachlass möglich?“. Wenn ihr mit dem Inhaber sprecht, wird er euch zu 95% einen Rabatt gewähren, da er sich das Handling der Kreditkartenabrechnung spart. 2% Skonto sind deutlich realistisch.

Und wenn ihr schon mit Karte zahlen „müsst“, dann bitte schön: Gut verteilen! Mal mit dieser Karte, mal mit jeder – umso deutlicher eure Spuren gelegt sind, desto besser werdet ihr von „denen“ in ein Raster gelegt. Raster – an was erinnert mich das nochmal? Achja! Rasterfahndung! Deine Spuren auf diesem Planeten gehören DIR! Privatsphäre ist ein Grundrecht! Bewahre es dir.