IQOS 3

Wie alles begann

Vorab: Ich bin süchtig – ich bin ein Idiot. Seit ungefähr meinem 13ten Lebensjahr bin ich nikotinabhängig. Zwar habe ich es vor ein paar Jahren geschafft für ein paar Monate mit dem Rauchen aufzuhören, aber weil ich ein Idiot bin habe ich wieder angefangen. Schon vor längerem erwarb ich einen von diesen „Dampfern“ um dem verbrennende Glimmstengel Adieu zu sagen. Aber irgendwie war es das nicht. Der Dampfer und ich wir wurden keine Freunde – also zurück zu dem verbrennenden Tabak.

Der Plan

Das Rauchen ungesund ist, brauche ich hoffentlich niemandem zu sagen. Schon meinen Töchtern musste ich leider erklären: „Rauchen ist ungesund euer Vater ist ein süchtiger Schwächling, der es nicht schafft seine Sucht zu überwinden“. Der Faktor „ungesund“ machte sich seit ein paar Wochen durch den allseits bekannten Husten bemerkbar. Und er wurde immer schlimmer. Schon seit Wochen lag mir meine Prinzessin in den Ohren: „Höre doch bitte-bitte auf“. Und ich wusste sie hat recht. Der Plan war also: Weg mit den Zigaretten/Zigarillos. Als Notnagel hatte ich ja noch den Dampfer rumstehen.

Die Umsetzung

Der letzte Zigarillo war an einem Sonntag geraucht, ich hatte eine Woche Urlaub und konnte den Kampf gegen die Dämonen beginnen. Schnell griff ich zum Dampfer um die Sucht einzudämmen. Aber verdammt, es schmeckte nicht, die Lunge kollabierte immer noch und der Dämon lachte. Am Dienstag kam dann meine Prinzessin nach Hause und erklärte, dass ein Arbeitskollege HP von ihr die Elektrozigaretten IQOS nutzen würde und er wäre sehr zufrieden und die wären deutlich weniger schädlich als Zigaretten. Außerdem hatte HP angeboten mir ein kleines Modell mal auszuleihen.

IQOS kennen lernen

Am Mittwoch Abend hatte ich dann den „alten“ IQOS 2 leihweise und muss sagen: Das Teil war nutzbar. Kleine Zigaretten (quasi Zigarettenstummel), die mit einer Art eingeführtem „Heizstab“ zu einer Wärmereaktion (~350° Celsius) gebracht werden. Ich konnte inhalieren und es schmeckte deutlich angenehmer als der Dampfer.

Mein eigener IQOS 3

Am folgenden Freitag erwarb ich mir meinen eigenen IQOS 3. Ich hatte mich deutlich in das Thema eingelesen und abseits der Werbung sprach einiges für „Wenn Du schon ein Idiot bist, dann wenigstens kein ganz bescheuerter“. Denn so einiges an Schadstoffen bleibt – durch die nicht vorhandene Verbrennung des Tabaks – dem Körper schlicht fern. Außerdem ist die Menge des genutzten Tabaks geringer, was nochmals für weniger Schadstoffe spricht. Meine Rauchfrequenz ist seit Nutzung des IQOS 3 ungefähr gleich geblieben. Aber: Der Husten ist deutlich besser geworden und ich habe die Hoffnung, dass er ganz verschwindet.

Das Ende vom Lied

Ich bin weiterhin ein schwächelnder Idiot – werfe weiterhin einer Industrie mein Geld in den Hals. Aber ich tue es nun auf eine Weise, die meine Gesundheit nicht mehr so massiv schädigt. Auch wenn sich dieser Post wie eine Werbung liest, ich habe nichts bekommen. Wer aus meinem Umfeld mal so ein IQOS ausprobieren möchte, darf mich gern ansprechen.

Klimawandel – da kann ich doch nichts tun

Vorwort

Des öfteren, wenn ich in meinem Bekanntenkreis über den Klimawandel spreche höre ich das Argument „Klimawandel – da kann ich doch nichts tun“. Stimmt das? Können wir wirklich nichts tun? Oder ist es nicht vielmehr so, dass, wenn wir alle ein bisschen etwas tun, es am Ende dann doch ein bemerkenswertes Ergebnis geben kann? Ich möchte in diesem Beitrag mal ein paar Anregungen geben. Die unten stehende Sammlung ist nach „wie es mir gerade in den Kopf kommt“ sortiert. Die Sortierung soll keineswegs eine Prioritätenliste darstellen. Gern dürft ihr die Anregungen in den Kommentaren diskutieren und auch SEHR gern weitere Ideen hinterlassen.

Sicherheitshinweise

Ich kann und will niemanden nötigen, sein Verhalten zu ändern. Zwang sollte stets das letzte Mittel sein, um menschliches Verhalten zu ändern. Allerdings fürchte ich, dass insbesondere im gewerblichen Bereich diverse gesetzliche Regelungen zwingend erforderlich sind. Denn leider zählt derzeit das Betriebsergebnis mehr als die Erhaltung der Umwelt. Was aber nützen uns Arbeitsplätze, wenn wir alle krank sind, oder gar unser Planet unbewohnbar wird? Alle Beteiligten müssen aus der Komfortzone raus. Wir haben – seit Beginn der industriellen Revolution – unseren Wohlstand gesichert, indem wir den Planeten Erde ausbeuten. Es wird Zeit, dass wir dies auf allen Ebenen sehr zeitnah ändern.

Auch ist mir natürlich bekannt, dass nicht jeder in der Lage ist, jedwede Möglichkeit zu nutzen. Wer einen weiten, „komplizierten“ Arbeitsweg hat, ist auf den PKW angewiesen. Nicht alle Menschen sind finanziell in der Lage Lebensmittel nach moralisch-ethischen Grundsätzen zu kaufen. Manchmal gibt es tatsächlich „Sachzwänge“ (wie ich dieses Wort hasse…). Es geht nicht zwingend darum, alles zwanghaft zu tun, aber – wie eingangs erwähnt: „Klimawandel – da kann ich doch nichts tun“ ist nicht valide.

Urlaub und Erholung

Urlaub muss sein – Entspannung und Tapetenwechsel braucht jeder von uns. Allerdings sollten wir in uns gehen und uns fragen: Was ist uns der Urlaub wert? Nicht nur in Form „Was kann und will ich bezahlen“, sondern auch „Was richte ich an“.

  • Ein langes Wochenende auf Malle? Für ein paar Euro Flug und Vollpension?
  • Auf einem Kreuzfahrtschiff eingepfercht dem Trubel der Großstadt entkommen?
  • Vier Wochen Thailand/Australien – wo auch immer, Hauptsache weit weg?

Es gibt auch in unserer Nähe sicherlich schöne Orte, die es wert sind, erkundet zu werden. Wart ihr schon mal im Harz, an der Ost- oder Nordsee? Im Allgäu soll es auch schön sein (mental note to self: Da war ich zuletzt als kleiner Junge, könnte ich mal wieder hin). Auch Frankreich, Italien, Dänemark, Polen, Österreich und all die anderen Länder um uns herum haben Gegenden die einen Besuch wert sind. Egal ob es euch nach Kultur, Natur – Ruhe oder Trubel zieht. Einfach mal in sich gehen und schauen und sich die Frage stellen: Klimawandel – da kann ich doch nichts tun? Oder doch?

Fortbewegung

Wie komme ich von A nach B? Die Zeit der Postkutschen ist vorbei und wir haben vielfältige Möglichkeiten der Fortbewegung. Auch gibt es unterschiedlichste Gründe sich fortzubewegen. Ich will beide Variablen hier kurz anreißen:

  • Zu Fuß, die wohl älteste Form sich zu bewegen
  • Das Fahrrad, um schnell innerorts oder auch in ländlichen Gebieten relativ kurze Strecken – auch mit Gepäck – zu überwinden
  • Pedelec, E-Scooter u-ä. sind ein Ersatz für Fahrrad oder den Turnschuh.
  • Öffentliche Verkehrsmittel. Bus, Bahn, Flugzeug aber auch Shared-Dienstleister wie Uber etc.pp.
  • Eigenes, motorbetriebenes Mittel, wie Motorrad und PKW

Bei dem Mittel der Fortbewegung sollten wir uns stets fragen: Geht es besser? Kann ich anstelle des Fliegers vielleicht auch die Bahn nutzen? Muss ich mit dem PKW einkaufen fahren, oder tut es auch das Fahrrad? Muss ich mein Kind zum Kindergarten fahren, oder geht es auch zu Fuß? Ist mein Kind groß genug, dass es schon selbstständig zur Schule gehen/mit dem Fahrrad fahren kann? Ich fand es früher richtig toll, wenn mein Vater mich mit dem Wagen in der Schule „vorbei brachte“, aber er tat dies nur, wenn es ohnehin auf seinem Weg lag. In meinem gesamten Schulleben vielleicht 3-5 mal.

Fliegen?

Ja, es ist natürlich – je nachdem wie weit man es zum Airport hat – schneller von Hamburg nach München zu fliegen, als die Bahn zu nutzen. Aber – abgesehen einmal von der bizarren Preissituation – ist die An/Abreise denn so zeitkritisch, dass es das Flugzeug sein muss? Kann man auf dem Hin- und Rückweg vielleicht – dem Klima zu liebe – mal ein paar Mehrstunden opfern?

Pedelec und E-Scooter

Dem Thema E-Scooter habe ich bereits an anderer Stelle einen Artikel gegönnt, auf den ich hier schlicht verweisen möchte. Gleiches gilt – in Maßen – auch für die Pedelecs. Natürlich streben wir alle danach, uns das Leben angenehm zu gestalten. Aber dieses Verhalten hat eben auch Folgen: Wir verbrauchen Energie und diese muss 1) Hergestellt werden und 2) fehlt sie eventuell an anderer Stelle.

ÖPNV

Zum ÖPNV ist zu sagen, dass er – insbesondere in Deutschland – wohl deutlich nutzerfreundlicher gestaltet werden könnte. Auch wäre es wünschenswert, wenn die Nutzung stärker als bislang über Umlagen finanziert werden würde. Hier z.B. wäre eine CO2-Steuer gut investiert. Auch mehr Park&Ride-Möglichkeiten für Menschen, die von außerhalb der Großstädte zu ihrem innerstädtischen Arbeitsplatz müssen, wären sinnvoll. etc.pp.

Wenn es denn ein PKW sein muss

Die Deutschen lieben ihr Auto. Seit den Nazis (sorry, aber der Volkswagen sollte doch das Volk ruhig stellen) ist der eigene PKW des Deutschen liebstes Kind. Es gibt viele Menschen in meinem Umfeld, die der festen Meinung sind „Ein Auto muss man haben“. Aber ist dem so? Ist dies ein – vor allem von den deutschen Autoherstellern (und deren Aktionären) – in die Welt gesetztes Ammenmärchen? Ja, es gibt Menschen die wäre ohne PKW echt übel dran. Mein Bruder z.B. hat – mit PKW – einen Arbeitsweg von ca. 15 Minuten. Mit ÖPNV wäre es über eine Stunde. Es sind nicht die berechtigten Sonderfälle die es sich anzuschauen gilt.

Wie viele Menschen fahren denn jeden Tag als Solofahrer in die Großstädte hinein? Hamburg-Süd: Elbbrücken. Jeden Tag der normale Stau. Tausende von PKW quälen sich täglich über die Elbbrücken rein und raus. In (fast) jedem PKW sitzt nur eine Person. Müssen wir wirklich mit „affenartiger“(vielleicht hier sogar sehr treffend der Begriff..) Geschwindigkeit über die Autobahn heizen? So viele Fragen, so wenig Antworten – oder?

Wer es sich – infolge von vorhandener Infrastruktur und finanziellen Möglichkeiten – erlauben kann, sollte natürlich auf alternative Antriebstechniken setzen. Ob es Wasserstoff oder das Elektrofahrzeug sein soll, kann ich nicht wirklich beurteilen. Damit habe ich mich noch nicht hinreichend beschäftigt. Aber gern könnt ihr – solltet ihr zu dem Thema beitragen können – dies in den Kommentaren vermerken.

Einkauf/Beschaffung/Ernährung

Das Thema Einkaufen/Beschaffung ist sicherlich ein derart umfangreicher Punkt, der einen eigenen Blockeintrag wert wäre. Angefangen mit der Auswahl der Lieferanten, über die Verpackung (muss das sein) bis hin zu dem bereits behandelten Thema Fleisch, vegetarisch oder gleich vegan.

Wo und was beschaffen

Wir lassen uns Ware von überall her senden. Besonders perfide: Wir sind auch Meister im Rücksenden. Involviert sind hier nicht nur unterbezahlte Auslieferungsfahrer welche die Straßen zuparken. Auch produzieren wie Berge von Verpackungsmüll und sorgen teilweise sogar dafür, dass unsere Rücksendung stumpf vernichtet wird: Für die Presse produziert. Ja, es ist praktisch, Dinge online zu bestellen. Ja, der Fachhandel verkommt vielerorts zu einem Clownsgesicht seiner selbst. Aber gewisse Dinge kaufe ich quasi zwanghaft „vor Ort“. Ich käme niemals auf die Idee Kleidung online zu kaufen. Ich will Dinge anprobieren. Ein weiterer Faktor ist, dass ich gewisse Bedürfnisse sofort befriedigen möchte. Und das geht halt nur mit „Jetzt aber los zum shoppen“. Auch kann man sich überlegen, mehr Second-Hand zu nutzen. Sowohl im Bereich Kleidung, als auch bei anderen Dingen ist der Gebrauchtmarkt eine tolle Sache um sich günstig und auch nachhaltig zu versorgen.

Verpackung

Angefangen von den dusseligen Plastikverpackungen, besonders für Artikel die von der Natur bereits super verpackt wurde, bis zu Dingen die man eigentlich nicht im Supermarkt kaufen müsste. Wasser mit und ohne Kohlensäure zum Beispiel. Wer nicht gerade in einem Gebiet wohnt, in dem das Leitungswasser wirklich übel schmeckt, ist gut beraten die Hände von den Plastik-(oder auch Glas-)flaschen zu lassen. Stiftung Warentest stellt fest „Keimbelastet, mineralstoffarm und teuer: Der Stiftung Warentest zufolge lohnt sich die Investition in stilles Mineralwasser nur selten. Leitungswasser enthält zum Teil sogar mehr Mineralstoffe.“. Wenn es Kohlensäure im Wasser sein muss: Ein Produkt wie Sodastream. Man spart Geld UND Volumen und Gewicht beim Einkauf.

Ganz heißer Scheiß sind auch Tupperdosen, die man leer mit zum Einkauf nimmt. (To Go Becher, Mittagessen in Tupperdosen) Bislang haben wir ausschließlich positives Feedback von den Verkaufsstellen gehabt. Und auch im persönlichen Umfeld kam die Idee gut an.

Think global – act local

Leute kauft regional, geht vielleicht auf den Wochenmarkt – so ihr einen erreichbar habt. Es müssen nicht unbedingt die Kiwis sein, die gerade im Angebot sind, oder Erdbeeren im Dezember. OK, der alte Spruch „Why do dogs lick their balls – because they can“ ist ja ganz lustig. Aber zum Schutz der Natur ist die Aussage „Weil ich es kann“ eher minder optimal. Denn es ist eher doof, wenn wir unsere Lebensmittel kreuz und quer über den Erdball transportieren. Und als Norddeutscher möchte ich anmerken, dass die leckeren Nordseekrabben stets einen Kurzbesuch in Marokko hatten: Denn dort werden sie zum pulen hin- und wieder zurück geflogen. Wenn ihr Krabben mögt: Pult doch selbst – und freut euch, dass ihr etwas Gutes tut. Es sind die vielen Kleinigkeiten, mit denen wir etwas erreichen können.

Haushalt und Energie

Wohlfühltemperatur

Im dem Moment in dem ich diesen Artikel schreibe wird wohl im deutschsprachigen Bereich niemand die Heizung nutzen. Dennoch möchte ich mich auch dem Thema Klimatisierung widmen. Denn bei dieser Hitze kommt ein anderer Faktor ins Spiel: Klimaanlagen. Es gibt Menschen, die im Winter die Heizung auf 30° („volle Pulle“) aufdrehen, damit sie auch bei -30° noch im T-Shirt vor dem Fernseher/Computer sitzen können. Wahrscheinlich ist es derselbe Personenkreis, der jetzt im Sommer die Klimaanlage auf 20° stellt. Ich frage mich: Warum? Warum nicht im Winter einen Pullover überziehen, oder im Sommer mal ein wenig mehr Wärme aushalten? Eine Bürotemperatur von 24°/25° ist völlig OK. Habe ich für euch getestet. Und ein Kollege von mir kommt in mein Büro um sich aufzuwärmen, weil sein Bürokumpel die Klimaanlage aus „Arktis“ einstellt.

Wir heizen durch Energiegewinnung die Atmosphäre auf, kühlen unsere Büros, wodurch wir die Atmosphäre weiter aufheizen. Wie unüberlegt können wir Menschen eigentlich sein?

Strom sparen

Jaja, dieser Punkt ist definitiv alt, dennoch muss ich ihn erwähnen: Schaltet Stand-By-Geräte GANZ ab. In Stand-By wird zwar nur relativ wenig Energie verbraucht, aber bei 40 Millionen Haushalten in Deutschland, die nur 1 Watt unnütz verbrauchen, kommt da eben auch eine ganze Menge zusammen. Meine Ecke für Fernseher etc. benötigt im Stand-by schlappe 35 Watt. Aus diesem Grunde habe ich an diversen Punkten Schaltsteckdosen installiert. Diese schalten zu definierten Uhrzeiten den Strom für Stand-By-Geräte stumpf komplett ab und später dann auch wieder an.

LED-Leuchtkörper sollten mittlerweile ohnehin Standard sein.

Special: Energie im Rechenzentrum

Kleiner Exkurs für diejenigen die in einem ähnlichen Bereich arbeiten wie ich: Auch in Rechenzentren und Serverräumen gibt es eine energetische Optimaltemperatur. Früher hat man Rechenzentren stumpf „kalt“ gemacht. Dies ist aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Sicherlich kann nicht jeder Admin eines Serverraums eine Relation zwischen „Energiebedarf der Server“ und „Energiebedarf der Klimatechnik“ herstellen. Aber lasst es euch gesagt sein: Server können auch problemlos eine Raumtemperatur von deutlich mehr als 20° ab – sofern die Luftumwälzung stimmt, z.B. Kalt- und Warmgang. So spart ihr immens Energie für die Klimatechnik und tut etwas gegen den Klimawandel.

Schlusswort

Wie bereits Eingangs geschrieben: Nicht jeder kann sich komplett auf „Energie sparen/Umwelt schützen“ umstellen. Bei manchen gibt es „Sachzwänge“ bei anderen definieren die finanziellen Möglichkeiten die Grenzen.
Was aber jeder Mensch machen kann ist, dieses Thema im Bekanntenkreis diskutieren. Sich selbst informieren und sein Umfeld sensibilisieren. Dies klappt viel besser, als man auf dem ersten Blick glauben mag. Überlegt euch, ob ihr nicht bei Parents For Future mitmachen wollt. Wir müssen die Politik leider zwingen, tätig zu werden, um die wirklich dicken Bretter zu bohren, dies können wir Bürger nicht allein.

Eine persönliche Bitte: Solltet ihr noch Ideen, Ratschläge aber auch Kritik haben, so kommentiert und teilt den Eintrag bitte, denn „Klimawandel – da kann ich doch nichts tun“ ist Quatsch! 🙂

Einmal mit Profis: o2

Arbeitet ihr auch so gern mit Profis zusammen, bei denen man als Kunde weiß: „Die wissen was sie tun, und ich habe als deren Kunde keinen Stress. Bei denen funktioniert es, die handeln weise und haben ihre Prozesse im Griff“? Wenn ja, dann macht einen weiten Bogen um o2! Denn bei „Einmal mit Profis“ ist o2 mit dem aktuellen Austausch von SIM-Karten aus dem Rennen.

Was hat der denn jetzt schon wieder? Will ich euch erklären. Es begann alles damit, dass ich heute Mittag eine SMS bekam: “ Lieber o2 Kunde, Ihre Rufnummern-Mitnahme zu o2 für die Rufnummer xxxxxxx wird am 31.07.2019 durchgeführt. Ihr o2 Team“. Mein Problem: Ich wusste nichts von einer Rufnummern-Mitnahme! Was soll das heißen? Was wollen die von mir.

Der erste Schritt

Hotline anrufen. Ja, es war genau SO wie Mensch sich dies vorstellt: Anrufen, Angaben machen, Ansage „Ihre Wartezeit beträgt ca. eine Minute“ – ca. 25 Minuten warten, OHNE das zwischenzeitlich eine Ansage kommt „Sorry, war glatt gelogen, dauert doch 20 Minuten ätschi-bätsch“. Insbesondere blöd, wenn man in der Firma sitzt, die eigene Ticket-Queue voll ist, aber man denkt „Die Minute habe ich Zeit“ HAHAHA o2. Naja, endlich wurde mein Fernruf erhört und die (freundlich-hilflose) Dame versuchte herauszufinden was denn der Grund für die SMS wäre. Schien nicht so einfach zu sein: Sie suchte, ließ sich das Kennwort geben, wühlte in den digitalen Akten. Bat um einen Moment Geduld um mich dann nochmal in die Warteschleife zu hängen. Um mir dann nach weiteren 5 Minuten mitzuteilen, dass sie nicht wisse, was das Problem sein kann.

Eine halbe Stunde kostbarer Arbeitszeit war verbrannt und der einzige Erkenntnisgewinn für mich war: James Dean – denn sie wissen nicht was sie tun. Mein nächster Schritt war: o2 über Twitter kontakten. Die Jungs und Mädels hinter dem Twitteraccount @o2de waren bislang ja nicht nur bemüht sondern wirklich hilfreich. Allerdings scheint o2 diesem Teil der Betriebsangehörigen die Datenflügel gestutzt zu haben. Früher konnte man über Twitter-Direktnachricht die Daten angeben und die kümmerten sich dann. Heute hieß es leider nur: „Bitte melde dich im Forum an“ Hää? Da meine Kollegen mir schon Handzeichen gaben „Hallo, auch unsere Kunde haben Probleme“ machte ich mich dann erstmal wieder an die eigene, bezahlte Arbeit.

Der zweite Schritt – Feierabend

Ab nach Hause. Bei Leeren des Briefkastens dann die Hoffnung auf Erhellung: Zwei Briefe von o2 im Kasten. Geöffnet und: „Wie angekündigt erhalten Sie anbei die neue o2 Sim-Karte“ Meine Gedanke „Hää? Angekündigt? Wann? Bei wem?“ Da ich Infos typischerweise per Mail bekomme nochmal in den zuständigen IMAP-Ordner geschaut: Nichts.JA! Tatsächlich. Vor über drei Monaten war eine Mail mit dem Satz „Ihr Anschluss wird in Kürze auf das neue System umgestellt“. Ja, eine Vorlaufzeit von 3 Monaten ist sinnvoll – sorry, aber diese Mail war bei mir im Kopf ext expired.

Also weiter recherchieren, was diese Umstellung bedeutet – schließlich ist auf dem heute eingegangen Schreiben vermerkt:“Weitere Details finden Sie auf der Webseite “ https://www.o2online.de/dsl-festnetz/systemoptimierung-mobile/ „. Alles wird gut, hier komme ich also weiter. DANKE, nicht für die Verwirrung im Vorfeld, aber dass nun endlich die Auflösung des Rätsels „Welche SIM-Karte nun zu welcher Person?“ (ich habe mehr als eine SIM-Karte). Ja, auf obiger Webseite findet man tatsächlich den Passus: “ Alle Details finden Sie im Umstellungsschreiben, das Sie per Post erhalten haben, bitte lesen Sie sich dieses sorgfältig durch. Sie finden das Schreiben auch online unter dsl.o2.de/briefe.“ Blöd nur, dass dort für mich das letzte sichtbare Schreiben vom 11.10.2017 ist.

Es scheint zu eskalieren

OK, ich bin ja genügsam und die Lösung des Hauptproblems ist ja „Wer muss welche SIM-Karte mitnehmen um dann am 31.07.2019, während er in der Firma ist, die Karten ohne Kollateralschaden austauschen zu können.“ Aber auch hier weiss o2 Rat: “ Sobald die SIM-Karten aktiviert sind, können Sie online unter o2.de/mein-o2 sehen, welche Ihrer Mobilfunkrufnummern zu welcher SIM-Karte gehört.“ WAAAAAAAAS? An einem Werktag kann ich NACH Umstellung sehen welche SIM-Karte für welche Telefon/Person genutzt wird? Wie gut dass ich da gerade Bereitschaft habe. Daraus ergibt sich, dass ich 1) Eventuell nicht erreichbar bin, wenn wir einen Worst-Case haben, und 2) Ich alle SIM-Karten bei mir tragen muss, da ich VOR der Umstellung keine Chance habe zu sehen auf welcher Karte die Bereitschaftsnummer geleitet werden.

Also NOCHMAL o2 über Twitter antriggern. Antwort: “ Puuh, nicht ideal, zugegeben. Jetzt hab ich hier auch noch die Schwierigkeit, das ich über Twitter keinen Datenzugriff habe. Aber wenn du dich kurz in der Community [(link: http://hilfe.o2online.de) hilfe.o2online.de] meldest und mir dann hier den Link schickst, schauen wir uns das an.“ Wieso zum Henker kann mir o2 weder über die Hotline noch über Twitter helfen? Und was kommt als nächstes? Mir wird dann im Forum bestimmt erklärt „Sorry, Du musst uns über Fax/Mobilfunk/INMARSAT kontaktieren“?

Es scheint ein Debakel zu sein

Ich lehne mich jetzt zurück, werde am Tag der Umstellung meine Bereitschaft auf ein Telekom-Handy routen lassen und im worst-case geht die Sache dann zum Anwalt. Es gibt Momente in denen ich froh bin, bei o2 kein gewerblicher Kunde zu sein. Ich stelle mir gerade vor, wie der Verantwortliche für nur 100 Mobilfunknummern von Mitarbeitern versucht dieses Debakel irgendwie zu managen. Selbst ein Handwerksbetrieb mit nur 10 Rufnummern von Außendienstlern dürfte man bei dieser organisatorischen Glanzleistung ins rotieren geraten.

Gymmick am Rande: Auf der Online-Seite “ o2.de/mein-o2″ ist von meinen Mobilfunkverträgen derzeit nichts zu sehen. Die scheint es derzeit nicht zu geben. Vielleicht sind diese ja schlicht aus dem System verschwunden. Wäre nicht das erste mal, dass alte Kunden (noch Hanset/Alice-Vertrag) mit besonderen Hürden und Kleinkriegen bedacht werden. Vielleicht will mir o2 den Abschied ja nur ein wenig leichter machen. Denn Vodafon bietet vor allem im Kabeltarif interessante Kombis und vor allem höhere Geschwindigkeiten als o2 an.