Ich kriminalisiere euch schon wieder alle!

Ja, in dem Moment wo ihr diese Zeilen lest, könntet ihr euch schon strafbar gemacht haben!

Denn wenn dieses Picture nun kinderpornografisch wäre, wäre die Strafbarkeit eures Handels nach Ansicht des Hamburger Oberlandesgericht bereits vollzogen.

Bereits das Betrachten von Kinderpornos im Internet ist strafbar. Das entschied das Oberlandesgericht Hamburg am Montag und hob damit ein Urteil des Amtsgerichts auf.

Auch das kurzfristige Herunterladen in den Arbeitsspeicher, ohne ein manuelles Abspeichern, bringe Nutzer in den Besitz der Dateien, hieß es in der Begründung. (Süddeutsche)

Ja, das Internet ist eben ein äusserst gefährliches Pflaster. Vielleicht mache ich ja (wie die Datenkopierer aus dem Schweizer Bankenumfeld) einen Deal: Ich biete Anscheinskinderpornografie an und melde jegliche Zugriffe aus Deutschland an die Staatsanwaltschaft.

Es gibt Momente, da muss ich Westerwelle zustimmen

Wenn ich im Spiegel die Aussage unseres Vizekanzlers(!) und Aussenminister

„Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet“, sagte Westerwelle. „Mehr und mehr werden diejenigen, die arbeiten in Deutschland, zu den Deppen der Nation.“

lese nicke ich und sage: Ja Mövenpickwelle, da hast Du recht. Denn die ehrlich arbeitenden (und da muss ich jetzt an den Herrn F. denken und schliesse auch die kleinen, aufrechten Gewerbetreibenden mit ein) Mitbürger müssen ein gescheites Einkommen ereichen können. Dieses geht aber nicht, wenn der Staat eben bei DIESER Klientel die Abgaben erhöht (Stichworte z.B. Lohnnebenkosten und Kopfpauschale) um den überbezahlten aus den oberen Etagen die Bäuche zu stopfen. Hat Zumwinkel seine Steuernachzahlung und seine Strafe eigentlich mittlerweile überwiesen? Es kann nicht angehen, dass Menschen mit einem Millioneneinkommen real (nicht prozentual!) weniger Steuern zahlen, als ein gutbezahlter mittlerer Angestellter.

Exkurs: Schön finde ich auch folgenden Kommentar von Don Alphonso in der FAZ:

Dekadenz in der Variante der Sandalenfilme oder was sonst der Politiker so von der Kulturgeschichte des Alten Europa mitbekommen hat, . Es muss wenig sein. Sehr wenig. So wenig, dass man sich gewünscht hätte, der Politiker hätte auch Eltern gehabt, die ihm eine ordentliche Erziehung hätten angedeihen lassen.

Wer VERDIENT und wer BEKOMMT wieviel Lohn?

Das ARD Magazin Plusminus hat am 26.01.2010 einen sehr interessanten Bericht über eine Studie aus England gebracht.

http://www.youtube.com/watch?v=bgv7_wJf-FA

Aus dem Text der Plusminus-Webseite:

Die Autorinnen kommen zu dem Ergebnis, dass die Topverdiener mit hohem Ansehen keine Werte durch ihre Arbeit schaffen, die für den Staat von Bedeutung wären. Vielmehr zerstören sie soziale Werte: Der Investmentbanker etwa, weil er zwar viel verdient, aber in der aktuellen Krise Werte zerstört hat. „Wir haben uns die positive Seite angeschaut: Er zahlt Steuern, schafft Jobs, belebt Umsätze. Aber auf der anderen Seite haben wir untersucht, welche Auswirkungen die Finanzkrise auf die Wirtschaft und die Gesellschaft hat.“ Und wenn man dies gegeneinander verrechne, komme man zu dem Schluss, dass der Banker für jeden Euro, den er bekommt, sieben Euro an gesellschaftlichen Werten zerstört“ so die Autorinnen.

Sehr viel besser kommt z.B. die Reinigungskraft eines Krankenhauses weg, die für jeden Euro Lohn der Volkswirtschaft  zehn Euro Kosten für Erkrankungen spart. Auch Müllwerker (Müllmänner) haben ein deutliches volkswirtschaftliches Plus, wohingegen Steuerberater so ziemlich das mieseste ist, was man einer Volkswirtschaft antun kann..

Der Bericht ist deutlich sehen- und nachdenkenswert