Es gibt Momente, da muss ich Westerwelle zustimmen

Wenn ich im Spiegel die Aussage unseres Vizekanzlers(!) und Aussenminister

„Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet“, sagte Westerwelle. „Mehr und mehr werden diejenigen, die arbeiten in Deutschland, zu den Deppen der Nation.“

lese nicke ich und sage: Ja Mövenpickwelle, da hast Du recht. Denn die ehrlich arbeitenden (und da muss ich jetzt an den Herrn F. denken und schliesse auch die kleinen, aufrechten Gewerbetreibenden mit ein) Mitbürger müssen ein gescheites Einkommen ereichen können. Dieses geht aber nicht, wenn der Staat eben bei DIESER Klientel die Abgaben erhöht (Stichworte z.B. Lohnnebenkosten und Kopfpauschale) um den überbezahlten aus den oberen Etagen die Bäuche zu stopfen. Hat Zumwinkel seine Steuernachzahlung und seine Strafe eigentlich mittlerweile überwiesen? Es kann nicht angehen, dass Menschen mit einem Millioneneinkommen real (nicht prozentual!) weniger Steuern zahlen, als ein gutbezahlter mittlerer Angestellter.

Exkurs: Schön finde ich auch folgenden Kommentar von Don Alphonso in der FAZ:

Dekadenz in der Variante der Sandalenfilme oder was sonst der Politiker so von der Kulturgeschichte des Alten Europa mitbekommen hat, . Es muss wenig sein. Sehr wenig. So wenig, dass man sich gewünscht hätte, der Politiker hätte auch Eltern gehabt, die ihm eine ordentliche Erziehung hätten angedeihen lassen.

4 Gedanken zu „Es gibt Momente, da muss ich Westerwelle zustimmen

  1. Ich kann hier auch nur beipflichten. Es muß schon einen Unterschied machen ob man arbeitet oder nicht. Und ich bin immer es muß sich lohnen arbeiten zu gehen. Mit mehr Umverteilerei und höheren Hartz IV Sätzen wird es „noch“ unlukrativer sich zu bemühen…

    Über die Möglichkeiten sich selber versorgen zu können, habe ich mich schon hier und woanders „ausgelassen“. Man braucht dazu unbedingt ein annehmbares Steuer“recht“, die Betonung liegt auf „recht“. Es ist zwar in der jetzigen Form immer Diebstahl, das es keine Freiwilligkeit gibt, aber mit „erträglichen“ Sätzen und weniger Extrawürsten für wen auch immer, dürfte die Akzeptanz eher im grünen Bereich liegen als mit dem derzeitigen Steuerunrecht. Ich denke es gibt (noch) eine Mehrheit die hier Augenmaß besitzt. Wenn unsere Politbürorkraten so weiter machen wird es verloren gehen und dann heißt es nur noch „rette sich wer kann“…. Vielleicht käme es dann auch irgendwann mal zum „gerechtfertigten“ Absetzen der derzeitigen „Volksvertreter“

  2. Realität in Deutschland ist doch aber, dass die meisten Arbeitslosen es sich heute nicht mehr aussuchen können, ob sie arbeiten wollen oder nicht.
    Vollbeschäftigung ist mMn eine schöne Utopie aus dem letzten Jahrtausend.

  3. Woher nehmen Sie die Gewissheit für Ihre Behauptung. Ist das in Ihrem Umfeld wirklich so. Dann muß ich wohl in einem anderen Leben. Ich könnte Hilfe gebrauchen, sehe mich aber außerstande dafür 4000 EUR oder mehr im Monat zu bezahlen. Nun vielleicht liegt es an meinem Arbeitsbereicht (Softwareentwicklung) aber dort sind die Preise so hoch, daß man sich „Leute“ kaum leisten kann. Warum es mir nicht möglich ist jemanden zu bekommen der z.B. im Garten mithilft (zu Preisen diesseits von 20 EUR/Std) wird mir auch wohl für lange Zeit ein Geheimnis bleiben.

    Hat den niemand von Euch/Ihnen mal einen Wasserhahn „reparieren“ lassen und dafür mal eben 40 – 80 EUR ausgeben müssen? Was bleibt denn wirklich von diesem Geld bei dem Leistenden hängen? Und wieviel muß man für diesen Unrechtsstat „hinlegen“.

    Kaufen Sie sich doch einfach mal eine Digitalkamera. Kosten so um di 100 EUR und sollten Sie nur einmal reparieren wollen dürfen Sie mal eben locker das Doppelte für einen oft äußerst bescheidenen Reparatur“versuch“ hinlegen.

    Hat jemals einer von Ihnen eine Wohnung streichen lassen? Und mal eben für eine 40 m² Wohnung > 5000 hinzulegen? Hat einer von Ihnen mal einen Wasserschaden im Haus gehabt wo die Reparaturen in die Zehntausende gehen?

    Ist Ihnen noch nie aufgefallen, daß wir unsere eigenen Dienstleister werden „müssen“ und Ihnen niemals der Gedanke gekommen, es könnte wohl arg teuer sein?

    Wo fordern Sie eine „Dienst“leistung? Und wo sind Sie dann bereit dafür auch „normal“ zu bezahlen?

    Warum ist es zuviel für eine Stange Geld auch eine gute Leistung zu verlangen? Wo ist Ihr Gegenwert wenn Sie sich mal wieder durch irgendein Bestellformular „gearbeitet“ haben. Somit kann ich nur sehen, für immer weniger befriedigende Ergebnisse werden exorbitante Preise verlangt. Warum wohl weil hinter jeder „legalen“ Stunde die Umverteilmaschine und Bürokratie lauert.

    Ein Klempner hat nicht das Problem seinen Kunden zu bedienen sondern dann noch einen immer mehr fordernden Molocn Bürokratie mitzuschlörren. Wie lange wird wohl ein Klempner effektiv für Kunden arbeiten können, und wielange für den Steuerfachgehilfen beim „tollen“ Staat.

    Wieso stößt mir so etwas sauer auf?

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