Ihr Drecksspammer von Talkbiznow: Verpisst euch!

Ich finde es toll, wenn sich ehemalige Kollegen via XING oder LinkedIn bei mir melden “Hey Holger, habe gerade gesehen dass Du auch hier bist……..”. Meistens sind dies Menschen zu denen man eine irgendwie positive Beziehung hat(te). Man plauscht (meist kürzer) über die gute alte Zeit, was sich so beruflich – vielleicht auch privat – geändert hat und verliert sich meistens wieder aus den Augen. Alles im grünen Bereich.

Was mir allerdings TOTAL AUF DEN WECKER geht, sind diese Drecksspammer von Talkbiznow. So alle 2 Tage bekomme ich eine Mail mit dem Subject

You have received a contact request from $Firstname $Lastname on Talkbiznow

Wobei Vor- und Nachname stets wechseln. Eben war es Michael Bowers, davor waren es:

  • Jay Simpson
  • Michael Pederson
  • Joseph Cohen
  • Cynthia Reeves
  • Malcolm Trot
  • Beverly Townsend

und diese Leute (oder sollte ich besser sagen Namen) haben alle etwas gemeinsam: Ich habe niemals von ihnen gehört. Als ich dann mal ein wenig rumschaute, was für eine Dreckplattform das denn sein mag, las ich im Spiegel (Artikel von 2009) den Satz der mir die Augen öffnete:

Zwei britische Ex-Banker wollen den Markt für Business-Netzwerke aufrollen. (Hervorhebung von mir)

Ex-Banker. Das erklärt alles, die haben in ihrem bisherigen Leben schlicht gelernt, dass alles erlaubt ist wenn es denn nur dazu geeignet ist den eigenen Profit zu mehren. Da sind alle Spammer gleich, egal ob Sie Viagra, Millionengewinne in Ghana oder eben Talkbiznow bewerben.

Wenn Du sie nicht kaufen kannst, diskreditiere sie

meedia.de hat eine “Topstorie” -> Wie die Atom-Lobby Yogeshwar hofiert

Dieser Artikel suggeriert, dass Ranga Yogeshwar ein am Tropf der Atomkonzerne hängender Journalist ist, der – weil er so oft von Ihnen als Moderator gebucht ist – auch ihre Lieder singen muss.

Für viele ist der ARD-Experte Ranga Yogeshwar dieser Tage ein Leuchtturm in der Flut von Information über die Ereignisse in Japan. Spiegel Online nannte Yogeshwar ein “Ein-Mann-Kompetenzzentrum”, das “eine Art Singsang der Vernunft” liefere. Doch der Journalist pflegt seit Jahren enge Beziehungen zur Kraftwerksbranche. Yogeshwar rechtfertigt gegenüber MEEDIA seine Tätigkeit für die Atomindustrie: “Meine Position in Sachen Kernenergie ist seit 25 Jahren unverändert kritisch.”

Wer in den letzten Tagen gesehen und wahrgenommen hat, in welcher Art Yogeshwar über die Gefahren der Kernkraft spricht, der wird sich schwer tun Yogeshwar Manipulation zu unterstellen.

Eher scheinen mir folgende Szenarien:

  1. Die Atomindustrie hoffte, den kritischen Yogeschwar kaufen zu können und installiert nunj eine Diskreditierungskampagne um ihn mundtot zu machen. Hierfür gibt sich meedia.de als Werkzeug hin. Hauptsache Story
  2. Marvin Oppong – der erstellende Journalist – schreibt Storys rein nach “Papierlage”, ohne sich der weitergehenden Recherche hinzugeben und seine Details mit den Realitäten in Verbindung zu bringen.

Ist das noch “Qualitätsjournalismus” oder schon eine Schmierenkommödie? Einer wurde bezahlt, aber wer?

Liesl Karlstadt und Valentins-Tag

Heute ist Valentins Tag. Und es geht nicht um die Ehrung des Karl Valentin, der es sehr wohl verdient hat, schliesslich kommen solche Feinheiten von ihm:

Mögen hätt ich schon wollen,
aber dürfen habe ich mich nicht getrau

Nein, es geht um den Valentinstag, der sich von den anderen Tagen abhebt, weil wir heute zu der Dame unseres Herzens freundlich sind. Ja, wer heute nett ist der kann morgen seiner Frau wieder in die Fresse hauen. Zu Weihnachten und zu ihrem Geburtstag muss man dann nochmal teure Geschenke übbereichen, dann werden alle erklären was ihr doch für ein glückliches Paar seid.

Welche glückliche Beziehung hat das denn nötig? Wenn man sich gegenseitig immer mal wieder – warum nicht jeden Tag? – kleine Gefallen tut, dann kann Fleurop den Valentins-Tag wieder aus dem Kalender streichen.

Mappus, wenn er fällt dann fällt er tief

Anmerkung: Wie Blindschleiche in seinem Kommentar bemerkt, sieht es so aus als wenn untenstehendes “Dokument” ein Fake ist. Quelle dafür: TAZ

Ich schrieb letztens noch, dass Mappus wohl bald seinen Job als Ministerpräsident los sein wird, aber einen coolen und gut dotierten Job in der Privatwirtschaft bekommen wird. Diese Einschätzung möchte ich nun revidieren:

Mappus allein

Wenn ein Politiker in der Wirtschaft sein (gut belegtes) “Gnadenbrot” geniesst, dann tut er dieses, weil er seine guten Beziehungen spielen lässt. Er hat – typischerweise – blendete Kontakte zur Wirtschaft und ein gutes Ansehen in der Politik. Was aber bleibt Mappus?

Gute Kontakte in die Industrie? Wer obige Mitunterzeichner sichtet, der kann sich ausrechnen, dass all diese Unternehmen nicht gerade froh wären mit Mappus an einem Gesprächstisch sitzen zu müssen. Und Politikerkollegen? Auch wenn die CDUler Mappus noch stützten (hey, die können keinen Ministerpräsidenten fallen lassen), werden die ihn sicher nicht nach den Wahlen in BaWü noch zu den Familienfeiern einladen. Selbst der Katzentisch wird ihm verwehrt sein. Ich frage mich gerade, ob ich ein wenig Mitleid haben sollte. Denn wie sagte die Großmutter meiner Ex-Frau so treffend, als es um einen SEHR dummen Menschen ging:”Wir alle müssen lernen mit Behinderten zu leben”. An diesen Satz muss ich stets denken, wenn ich geballter Dummheit/Inkompetenz gegenüber stehe. Die “Ommi” war toll!