Jako lenkt ein

Der Sportbekleidungshersteller Jako kommt in der Sache „Jako gegen Trainer Baade“ nun dem abgemahnten Blogger entgegen, interessant ist die Erkenntnis des Vorstandsvorsitzenden der JAKO AG:

Sprügel wörtlich: „Ich bin mir sicher, dass beide Seiten aus dieser unerfreulichen Geschichte gelernt haben.“

Ja, es haben beide Seiten gelernt: Die Jako AG, dass Vernunft & Miteinander einen weiter bringen kann, als Rechtsanwälte und der Blogger Trainer Baade (und alle anderen Blogger), dass wir zusammen etwas erreichen können, gegen Unrecht und Unwissenheit.

Wichtig scheint mir, dass Jako (und Sprügel) versuchen einigermassen fair aus der Nummer rauszukommen versuchen und dem Trainer Baade anscheinend sämtliche entstandenen Kosten zurückerstatten wollen:

Rudi Sprügel, der in jungen Jahren selbst in der zweiten deutschen Fußballliga spielte, will sich dafür einsetzen, dass Baade aus dieser Auseinandersetzung „keine finanziellen Nachteile erwachsen.“

DAS ist heutzutage nicht selbstverständlich und sollte löblich erwähnt werden.

Die Grünen und Schulen #Grüne #fail

In Hamburg wurde festgestellt, dass durch die Heizungen Asbest in der Raumluft von über 100 Turn- und Sporthallen von Schulen zu hoher Konzentration vorkommt. Logische Folge: Die Turnhallen wurde sofort gesperrt. Sofort? Tja, das hätte ich wohl gemacht – und viele andere, verantwortungsbewusste Menschen auch. Und wenn die verantwortliche Politikerin eine Grüne ist, darf man sich darauf verlassen, dass die ebenso schnell handelt, wenn es um das Wohl der Kinder geht – oder?

Die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft wirft Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) vor, bereits seit vier Wochen von dem Asbestfund in der Sporthalle der Peter-Petersen-Schule gewusst zu haben. Die GAL-Politikerin habe eingeräumt, der krebserregende Stoff sei bereits vor einem Monat gefunden worden. (Quelle Welt)

OK, es waren Ferien. OK, Goetsch SOLL erst am Montag von dem Asbest erfahren haben. Aber selbst dann hat zumindest ihr Ressort (die Schulbehörde) vier Wochen NICHTS getan. Und wer für das funktionieren der Schulbehörde verantwortlich? So oder so, es liegt in der Verantwortung der Grünen Senatorin.

Was sind die Folgen der Untätigkeit? Die Schliessung der Turnhallen (welche eventuell den Schulbetrieb – wegen Ferien – nicht beeinträchtigt hätte) führt nun zu Unterrichtsausfall. Tolle Wurst!

Und ja, ich bin auch extra sauer, weil meine Tochter von diesem Unterrichtsausfall direkt betroffen ist.

Was bedeutet für den Spiegel der Begriff „Schweres Gefecht“?

So langsam kann ich Fefe ja wirklich verstehen – auch wenn er einen stärkeren Drang zum theatralisieren hat als ich – wenn er den Spiegel als „ehemaliges Nachrichtenmagazin“ bezeichnet. Ein weiteres Beispiel gefällig?

Mindestens drei tote Angreifer, zwei verletzte Soldaten und ein zerstörtes Fahrzeug: Die Bundeswehr hat sich im Norden Afghanistans ein schweres Gefecht mit Taliban-Kämpfern geliefert.

Drei Tote und zwei Verletzte sind laut Spiegel also das Ergebnis eines schweren Gefechts? Hey, Ihr Schreiberlinge – ich müsst Luft nach oben lassen. Was wollt ihr machen, wenn ihr nach einer Feuergefecht über 30 Tote und 100 Verletzte berichten müsst? Wie würden diese Schreiberlinge (Journalisten sollten besser formulieren können) aus dem Tschad berichten? Achja, Tschad ist nicht so schlimm – das sind ja nur tote Afrikaner und keine verletzten Deutsche.

Liebe Spiegel-Pratikanten: Sowas, wie obiges ist ein ganz normaler Zwischenfall mit Waffeneinsatz. Verletzte und Tote gehören dazu. So ungern das deutsche Politiker auch hören: Der Einsatz von Soldaten ist typischerweise mit Schußwechseln und den unvermeidlichen Folgen verbunden, sonst könnte man auch Hilfspolizisten dort hin schicken.

Ausserdem ist es doch fein, dass die Soldaten nur verletzt und nicht verwundet wurden. Denn SOLLTEN die Soldaten durch Feindeinwirkung zu Schaden gekommen sein, so würde der Spiegel-Hausmeister doch bestimmt von Verwundeten geschrieben haben, oder? So aber scheint es, dass die deutschen Soldaten nur gestolpert sind (auf der Flucht? DAS will ich den deutschen Soldaten aber nicht unterstellen!) und sich dabei verletzt haben.