Todesursache: Angst

Durch die (in diesem Fall vielleicht nicht ganz unbegründete) Angst führte dazu dass in Brasilien ein Heimwerker erschossen wurde:

In Rio de Janeiro hatte der Irrtum eines Polizisten tragische Folgen: Weil der Beamte einen mit Bohrmaschine auf seinem Balkon arbeitenden Heimwerker für einen Drogengangster mit Maschinenpistole hielt, gab er einen tödlichen Schuss auf den Mann ab.

schreibt der Spiegel. Ein trauriges Zeichen dafür, wohin uns die Angst treiben kann. Angst vor bewaffneten Drogengangstern, Angst vor Terroristen, Angst vor Menschen mit anderem Glauben. Ängste die von Medien (tolle Headline!), Unternehmern (Mit unseren Produkten können Sie sich schützen) und nicht zuletzt Politikern (Wir brauchen mehr Überwachung!) bewusst geschürt werden.

So dass am Ende nicht mehr der  vor dem wir uns fürchten sollen, sondern wir selbst zu Tätern werden.

Über den Unterschied von Gehaltsklassen

Es gibt Menschen die bekommen (nicht zwingend verdienen!) mehr Geld als Andere. So bekommen Investmentberater mehr Geld als Notärzte – die einen retten das Leben desjenigen, der von dem anderen  in den Ruin und die Herzattacke getrieben wurden.

Nonnen erhalten weniger Geld als Priester und Bischöfe und auch bei der „sozialen Behandlung“ der jeweiligen Gehaltsklassen gibt es Unterschiede, wie Fefe berichtet:

Nonne wird exkommuniziert, weil sie eine Abtreibung zugelassen hat, um die Mutter zu retten. Exkommunizieren ist das schlimmste, was die katholische Kirche machen kann, also aus ihrer religiösen Sicht. Wie viele Priester fallen euch spontan ein, die nach Kindesmißbrauch exkommuniziert wurden? Keine? Mir auch nicht.

Dazu kann und muss ich nicht mehr sagen. (Ausnahmesweise mal ein Vollzitat – sorry Fefe)

Zitate denen ich nicht traue

Wenn ich im Spiegel lese

Der Richter verhängte damit dem britischen Sender BBC zufolge die Höchststrafe. Das Gericht begründete das Strafmaß damit, dass man die Öffentlichkeit „schützen“ wolle. Die harte Strafe solle vor allem mögliche Nachahmer davon abhalten, dem „abscheulichen Beispiel“ der beiden Angeklagten zu folgen. Malawi sei noch nicht dafür bereit „zu sehen, dass seine Söhne seine Söhne heiraten“. (Hervorhebung von mir)

dann frage ich mich, ob wirklich der Richter des afrikanischen Landes Malawi erklärte, dass Malawi noch nicht bereit sei, oder ob dies irgendwo auf dem Weg von „Reporter vor Ort“ -> BBC -> Nachrichtenagentur -> Spiegel so interpretiert wurde. Schliesslich impliziert diese Aussage … (vorsichtig formuliert) eine gewisse Möglichkeit sich den allgemein akzeptierten Gepflogenheiten anzupassen.  Wird ein Richter sich so ausdrücken, oder war da „stille Post“ im Spiel?