Prügeln ist OK, klauen geht gar nicht! #Polizei

Einen Hamburger Polizisten hat es erwischt (Polizeipressemitteilung):

Polizeipräsident Werner Jantosch hat heute mit sofortiger Wirkung einen 51-jährigen Kriminaloberkommissar vom Dienst suspendiert.

Dem 51-jährigen wird vorgeworfen, während einer Durchsuchung in einer Wohnung 5.200 Euro Bargeld entwendet zu haben.

Das Dezernat Interne Ermittlungen (D.I.E.) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der normale Bürger (und auch der Staatsbeamte) kann aus dieser Meldung eine Menge lernen!

Wer auf einer Demonstration als gewalttätiger Polizist auffällt, bleibt im Dienst. Nur wer klaut wird SOFORT suspendiert. Prügeln ist OK, klauen ist böse. Wenn ich also das nächte mal in meine Bank hineingehe und die mich bestehlenden Banker verhaue bleibt alles beim Alten?

Für den Bürger gilt: Stehlen (um so grösser die Beträge desto geringer die Strafe) ist tolerierbar. Gewaltdelikte werden schonungslos verfolgt (was ja auch OK ist)

Für den Staatsbeamten gilt: Stehlen ist ein No-Go (was ja auch OK ist), wenn Du allerdings jemanden sie Fresse polieren willst, dann tue das bei Demos. Deine Kollegen (und auch die Richter) werden dich da schon irgendwie rausboxen.

Irgendwas läuft bei uns – nicht erst seit heute – mächtig aus dem Ruder. Ich vermisse jegliche Verhältnismässigkeit

„Tatort Internet“ und die Kanzlerin bei Kallwass?

Die Ministergattin Stephanie zu Guttenberg ist sich nicht zu schade beim „Sender mit hochwertigen Formaten“ RTL II eine tolle neue Mottoshow zu begleiten: “Tatort Internet – Schützt endlich unsere Kinder”.

Das stelle ich mir ungefähr so vor, wie „Päderast sucht Kleinkind“ „Bauer sucht Frau“ nur anstelle von Inka Bause wird dann die Ministergattin die Show mit schlauen Sprüchen begleiten. Für RTLII ist das sicherlich ein Glücksgriff, garantiert die junge Freifrau doch mediales Interesse, dass der Sender gewiss gut gebrauchen kann, sogar die Bild-„Zeitung“ macht Werbung für das Pederastenformat:

Viele Politiker-Frauen engagieren sich sozial, aber keine geht so weit wie Stephanie zu Guttenberg. Sie geht da hin, wo es weh tut. Mitten in die Abgründe perverser Täter, die sich an unseren Kindern vergreifen wollen.

Sind es wirklich die Abgründe perverser Täter, oder eher die Abgründe perverser Mediengeilheit sowie der Versuch Marktanteile zu ergattern. Netzpolitik schreibt nämlich:

Angelehnt ist das Format an NBC’s “To catch a Predator“, bei der mit versteckter Kamera Menschen die sich fiktiven Minderjährigen über das Internet sexuell annähern wollten “erwischt”, angeprangert und verhaftet wurden.

Ihr Mann ist Mitglied welcher Partei? Der CSU, wobei das „C“ für christlich steht. Ob diese Saubande von Christimitaten das „Vater unser“ kennen?

Und führe uns nicht in Versuchung

Aber sie, die Freifrau und ihr sauberer Selbstverteidigungsminister, die dürfen in Versuchung führen? Sie dürfen – im Zweifelsfall – unschuldige Menschen in Versuchung und Schuld führen?

Stephanie von und zu Guttenberg, ich spucke Ihnen angewidert vor die Füße. Ihr Verhalten ist ebenso ekelhaft, wie das der Kinderschänder, welches Sie kritisieren. Wo die Mediengeilheit übermächtig wird, setzt das Hirn einfach aus.

Die Forderungen unserer Politiker

Unsere Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend // Bundestagsabgeordnete für Wiesbaden, Kristina Schröder via Twitter hat mal wieder einen Klopfer rausgetreten:

In Zukunft werde ich von Initiativen gegen Rechtsextremismus, Linksextremismus oder Islamismus Bekenntnis zu unserer Verfassung verlangen.

Ich – als Souverän dieses Staates, als Steuerzahler und somit Alimente-Verpflichteter gegenüber Politikern und Staatsbeamter, fordere zuerst einmal, dass sich unsere Politiker zu unserem Grundgesetz bekennen und sich auch dementsprechend verhalten.

Fordern, dass kann diese Generation Kohl (zu der ich diese Bundesministerin einmal zähle) geradezu prächtig. Aber selbst zu den Forderungen stehen – bereits, willens und in der Lage zu sein das geforderte auch selbst zu leisten, das fällt den Politikern so unaussprechlich schwer.

Wisst ihr, wie man solche Menschen früher nannte? Großmäuler oder Maulhelden.

Ach, und sehr geehrte Frau Schröder: Bevor Sie mich als jugendlichen Spinner abtun: Ich habe bereits für diesen Staat Steuern gezahlt, als Sie dafür gefeiert wurden, dass Sie Mama und Papa sagen können.