Medien: Geifernde, geldgeile Kritiker @mopo

Die Hamburger Morgenpost erscheint heute unter dem Seite-1-Aufmacher:

Klitschko-Gegner auf Intensivstation: Warum brach das keiner ab?

Liebe Mopo-Redaktion, dass will ich euch gern beantworten. Damit IHR ausreichend Möglichkeit habt, übder diese „Sportveranstaltung“ zu schreiben. Denn nicht nur im Sportteil füllt ihr zwei Ganzseiten mit diesem „Event“, auch im Boulevardteil schafft ihr es eine ganze Seite unter dem Titel „Prügel-Gala mit Staraufgebot“ zu befüllen.

Ihr verlogenes Pack von Qualitätsjournalisten, ihr seid doch alle gleich: Ihr Schreiberlinge kritisiert und freut euch dennoch, dass eure Anzeigenabteilung sowohl um Kritik als auch um Boulevard kräftig Anzeigen platzieren konnte. Und die Fernsehkollegen kotzen bei einem frühzeitigen Abbruch: Nachts bleibt keiner wach um sich langweilige Interviews anzusehen.

Für euch Medienpack musste der Kampf über die ganze Länge gehen. IHR und kein anderer ist schuld.

Der Beweis: Kinderschutz ist für Guttenberg und RTL2 unwichtig

Wer noch einen Beweis braucht, dass dieses – in meinen absolut unsägliche und widerwärtige – TV-Format „Tatort Internet“ keineswegs den Sinn hat Kinder zu schützen, der findet in der in dieser Meldung den Beweiss, dass es weder dem ehemaligen Hamburger Polizeipräsidenten und Innensenator Nagel, noch der Gattin des Verteidigungsministers Stefanie zu Guttenberg noch der Sender RTL 2 um Kinder geht.

Das Thema Kinderschutz wird von oben angesprochenen genau so pervers für persönliche und oder wirtschaftliche Interessen instrumentalisiert, wie es schon Frau von der Leyen mit ihren Internetzensurversuchen tat. Ein unzumutbare Behauptung, die ich hier aufstelle? Ich denke nicht.

Wenn der Leiter eines Kinderdorfes im Verdacht steht pädophil zu sein, so sollte man – sofern man einen konkreten Verdacht hat – Wege beschreiten diesen Verdacht entweder zu entkräften, oder aber dafür Sorge zu tragen, dass diese Person nicht mehr in dieser Position beschäftigt ist. Auch zum Schutz eben dieser Person (führe mich nicht in Versuchung).

Was aber macht das Trio Infernale Nagel, zu Guttenberg und RTL 2? Sie machen nichts.

Bieber zeigte sich „empört“ darüber, dass die Redaktion von Tatort Internet die Caritas fünf Monate lang nicht über das Fehlverhalten des Mannes informiert hatte. Die belastenden Aufnahmen mit versteckter Kamera waren bereits im Mai beim Ökumenischen Kirchentag entstanden. RTL2 habe damit „die Gefahr in Kauf genommen, dass in dieser Zeit etwas Unlauteres passiert“. Es stelle sich die Frage, „ob es dem Sender wirklich um den Schutz der Kinder geht oder doch nur im die Einschaltquote“.

(Quelle Süddeutsche) Nahezu süß ist folgender Teil der Meldung:

Unklar ist, ob Stephanie zu Guttenberg, die auch für die Sendung wirbt, wusste, dass die Produzenten den Arbeitgeber nicht informierten. Die Frau von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist derzeit im Urlaub und nicht zu erreichen.

SO funktioniert das nur in der Politik: Die wärmende Strahlen der Publicity darf und will man zu sich nehmen, aber wenn es warm wird ist man weg.

Wenn Falschmelder über Falschmelder schreiben ist die FAZ am Werk

Es gibt Momente, die kann man mit Geld einfach nicht bezahlen. Wenn ich vorhin noch einen Screenshot mit einer Falschmeldung der FAZ über den Ausgang der Bundespräsidentenwahl veröffentlichte, so haut folgende Meldung der FAZ bezüglich der Wahl des Bundespräsidenten dem Fass den Boden aus:

Desinformation, Parteikalkül und vor allem Trittbrettfahrer finden sich eben auch im Netz zu Hauf. Wenn man aus diesem ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl deshalb zwei erste Schlüsse ziehen kann, dann diese: „Twitter“, das so hoch gehypte Medium, ist nur so zuverlässig wie seine Informanten.

Im NETZ? Es ist als erwiesen hinzunehmen, dass „das Netz“ mitbekommen hat, dass auch die Redaktion zu Desinformation und  Trittbrettfahrerei neigt. Nur war die FAZ wahrscheinlich der Meinung den Faux-Pax mit der Falschmeldung hat keiner mitbekommen. GANZ schwach liebe FAZ. Aber die Redakteure legen noch einen drauf:

Dass Informationen über die Wahl über Twitter verbreitet werden, ist nicht zu verhindern. Dass sie falsch sind, auch nicht.

Da greife ich mal zur künstlerischen Freiheit und mache daraus „Dass Informationen über die Wahl über die FAZ verbreitet werden, ist nicht zu verhindern. Dass sie falsch sind, auch nicht“.

Danke FAZ, das war sehr spassig!