Domains und deren tiefer Sinn am Beispiel Axel Springer

Wer versucht die Webseite www.doof.de zu erreichen wird dort den typischen Text „Der Server unter www.doof.de konnte nicht gefunden werden“ zu sehen bekommen. Macht ja auch nichts.

Interessant aber ist die Antwort auf die Frage:“Wem gehört denn die Domain doof.de?“ Soll ich es verraten? Naja, die Überschrift sagt es ja schon: Dem Axel Springer Verlag.

ENTWEDER hat der Axel Springer Verlag diese Domain registriert, weil dort eine intellektuelle Version der Bild-„Zeitung“ unter einem ansprechenden Namen erscheinen soll oder aber die wollten dem Bildblog zuvorkommen 🙂

Kommentarspam der meist durchgeht

Gerade hätte ich FAST einen Kommentarspam freigeschaltet, der eigentlich ansatzweise harmlos aussah. alleingegendiebild(deutsche Domain…). Bespamt massenhaft Blogs, in denen der Begriff „Bild“ oder „Bild-Zeitung“ vorkommt. Anscheinend setzt Sven Wagener (dem die Domain gehört) einen Bot ein, der auf sein Blog verlinkt – aber nicht auf einen eigenen Artikel, sondern lediglich auf Zitat des bespammten Blogs verweist.

Die Google-Suche nach „allein gegen die bild“ fördert Hunderte von Trackbacks an die Oberfläche, welche alle auf die bezeichnende Unterkategorie „/bild-zeitungs-nachrichten-scanner“ auf der spamenden Webseite verweisen. Eigenanteil dort: NULL. Interessanterweise sind aber keinerlei Werbebanner oder ähnliches geschaltet, so dass der Sinn dieses Spams eher verborgen bleibt. Oder ist es nur ein Feldtest für spätere Projekte der Rheinschmiede, welche ebenfalls dem Sven Wagener gehört?

Ab in den Müll. Aber nicht vergessen die anderen Blogger zu informieren – hiermit geschehen. 🙂

Jeder wie er kann….

Und Alan Posener scheint es ganz gut zu können: In meinen Augen VOLL daneben zu liegen. Posener hat schon in der Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht, als er als Kommentarchef der „Welt am Sonntag“ den (ebenfalls zum Springer-Konzern) gehörenden Chefredakteur der Bild-„Zeitung“ angriff. (Quelle Wikipedia).

In der Welt treibt es Posener jetzt aber wirklich abgehoben bunt. Er versucht sich daran, die Begriffe Gier und Kapitalismus gleichsam als Antriebsmotor und „Gutwerkzeug“ darzustellen, hält die Leserschaft aber anscheinend für selten dämlich. Poseners virtuellen Feder entgleiten Sätze wie

Wer die Gier verurteilt, verurteilt den Kapitalismus. Kapitalismus ohne Gier ist so absurd wie Sozialismus mit menschlichem Antlitz.

Eine wundervolle Hohlphrase, die sich schön anhört, aber Bullshit ist. Streben nach Fortschritt und Wohlstand stumpf  mit Gier gleichzusetzen, liest sich interessant, wird aber eher der Dickmanschen Bildzeitung gerecht, als der Welt. Die Antriebskraft Poseners wird in den Sätzen

Wer in einer Welt ohne Gier leben will, soll ins Kloster gehen, oder in eine Koranschule – oder nach Nordkorea. Wir anderen verlassen uns darauf, dass früher oder später die Gier nach einem guten Geschäft ein paar Waghalsige dazu treiben wird, abgestürzte Aktien zu kaufen – und wieder einmal die Welt zu retten.

Eine Welt ohne Gier gibt es z.B. auch im familären Umfeld, oder im Freundeskreis. Wenn Herr Posener diese Erfahrung nicht gemacht hat und seine einzige Triebkraft die Gier ist, so sei ihm das belassen. Gier war gewiss nicht die Triebfeder, die Wissenschaftler dazu brachte Nobelpreise zu verdienen. Gier hat einen Gandhi gewiss nicht motiviert. Die Gier ist es, die aus dem Guten den Gewinn herausschlägt und dabei auch bereit ist, das Elend der Anderen in Kauf zu nehmen. Ich habe dann nur noch Mitleid für Posener. Wobei mein Mitleid eher auf die ihm unterstellten Mitarbeiter zielt, denn unter einem Menschen, den einzig die Gier anzutrieben scheint, möchte ich z.B. niemals arbeiten müssen.

Posener schliesst seinen Artikel mit der Drohung:

Bis zum nächsten Mal.

Ich möchte anmerken: ICH brauche dieses nächste mal nicht. Zumindest solange nicht, wie er – in meinen Augen – solch hahnebüchenen Unsinn verzapft.