Warum ich Aktionäre hasse

Schon vor 15-20 Jahren wurden völlig hanebüchene unternehmerische Entscheidungen mit der Erklärung entschuldigt: „Shareholder-Value“ – alles was gut ist für den Aktionär wird gemacht. Ob das Produkt oder Teile der Firma den Bach runter gehen: Alles egal. Hauptsache der Aktionär ist zufrieden gestellt.

Ein schönes Beispiel dieser dummdreisten Erklärung für depperte Aktionen liefert die Deutsche Telekom, das ehemalige Staatsunternehmen:

Trotz des herben Gewinnrückgangs will der Konzern die Dividende für das abgelaufene Jahr stabil halten. Die Aktionäre sollen wie in den beiden Vorjahren mit 0,78 Euro je Aktie bedacht werden. Bis 2012 versprach das Unternehmen zudem erstmals eine Mindest-Ausschüttung. Sie soll bei 70 Cent liegen. (Quelle Spiegel)

Nun ist es ja nicht so, dass die Aktionäre keinen Anteil am Erfolg eines Unternehmens haben. Das kann ich natürlich nicht ausblenden. Der Aktionär gibt Kapital und der Arbeiter/Angestellte gibt seine Arbeitskraft. Beide gilt es nach Maßen zu honorieren.

Was passiert aber, wenn keine Gewinne erwirtschaftet werden?

  • Für Arbeitnehmer/Angestellte: Als erstes werden Nullrunden bei den Tarifverträgen angemeldet, dazu wird Kurzarbeit und/oder ein freiwilliger Lohnverzicht vereinbart. Wenn das alles nicht hilft, müssen Arbeitnehmer entlassen werden.
  • Für Aktionäre: Es ändert sich nichts. Auch wenn das Unternehmen an die Wand gefahren werden sollte (Vergl. Banken), wird der letzte Leidtragende der Aktionär sein.

Dieses Ungleichgewicht, nämlich dass der arbeitende Teil der Bevölkerung für die Erträge der Kapitalbesitzer bluten muss, ist einer der Gründe warum ich Aktionäre hasse. Wenn der Begriff „Shareholder-Value“ fällt kommt mir typischerweise das Essen hoch.

Liebe Firma Webconomy aus Graz

Sollte noch ein einziges Mal einer eurer Mitarbeiter versuchen in meinem Blog seinen Kommentarspam loszuwerden, werde ich

  1. Eine strafbewehrte Unterlassungserklärung erwirken
  2. Den ersten Kommentar bereits mit einer Rechnung meinerseits über 10.000€ in Richtung Graz beantworten

Wessen Geschäftsführer in Österreich als „mit Platz 310 der Top-Manager Österreichs in Business People 2002“ ausgezeichnet wurde und Kunden wie den Otto Versand (Österreich!) und andere Hockkaräter in seinen Referenzen führt, sollte sich nicht so widerlich aufführen und anständig werbefreie Blogs mit seinem Kommerzmist verunstalten. Ausserdem sollte man nicht so dumm sein und auch noch stets über das eigene Gateway „hellgate.webconomy.com“ seine Mitarbeiter sein übles Machwerk ausüben lassen. Wobei ihr ja seit gestern über Dial-Up-Anschlüsse (dyn.orange.at) spammt. Aber das macht es auch nicht besser.

Geht weg – geht WEIT weg ihr Spammer! Und weil ihr meine Warnung an euch vom 11.Februar nicht ernst genommen habt, nenne ich jetzt eben auch euren Namen liebe Webconomy aus Graz. Wollte ich ja erst nicht. Aber ihr habt es echt nicht anders verdient.

PS: Das Angebot mit der strafbewehrten Unterlassungserklärung gilt auch für meine anderen Blogs – OHNE dass ich euch dort explizit warnen werde. Ein wenig Spannung muss ja auch da sein, gelle?

Argumente gegen Mindestlohn

Ich verstehe diese Forderung nach Mindestlohn nicht.

Wozu sollen Arbeitnehmer Geld bekommen – mehr Geld als sie unbedingt benötigen um Miete und Billiglebensmittel vom Discounter sowie Kleidung vom KiK zu erwerben? Ist doch alles Blödsinn. Arbeitnehmer brauchen kein Geld um sich Tages- oder Wochenzeitschriften zu kaufen. Kino- und Theaterbesuche werden überbewertet.

Reinhard Bispinck, Leiter der tarifpolitischen Abteilung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, geht davon aus, „dass von einem Mindestlohn von 8,50 Euro mehr als 5 Millionen Beschäftigte profitieren“. (Quelle FAZ)

Verdammte Scheisse, eine Anhebung des Mindestlohns um einen Euro wären 5 Millionen Euro jede verdammte Stunde, die ausgegeben werden könnte. Das wäre (bei einer 40 Stunden Woche) jede Woche 200 Millionen Euro Kaufkraft – jeden Monat eine Milliarde Euro. Das bringen die Aktienbesitzer niemals rein, was die kleinen Arbeitnehmer da in unsere Wirtschaft pumpen würden.

Von dieser monatlichen Milliarde würden ALLE durch Mehreinnahmen profitieren: Krankenkassen, Staat (Steuern), Dienstleister, Produzenten. Ein gewaltiger Wirtschaftsschub könnte entstehen.