Über die direkte Schuld der Politiker an Amokläufen an den Schulen

Bei der (jaja, die alte Geschichte wieder) Bundeswehr gibt es die Regel, dass Vorgesetzte in der Lage sein müssen ALLES zu leisten, was sie von Untergebenen verlangen. Fand ich immer gut und nachvollziehbar.

Der Justizminister Baden-Württemberg, Ulrich Goll (FDP), erklärt laut Süddeutscher:

„Unser Ziel ist es, dass möglichst wenig Waffen in privater Hand bleiben“

Ein Ziel, dass tatsächlich sinnvoll erscheint. Aber wie sieht es mit der Ernsthaftigkeit des FDP-Ministers aus?

Goll machte ein ernstes Gesicht dazu. Und erzählte dann, dass er selbst zwei Pistolen besitze. Dabei geriet er ein wenig ins Schwärmen: Eine Heckler & Koch 9-Millimeter und eine Smith & Wesson Kaliber 22. Spaß am „sportlich-technischen Aspekt“ habe ihn dazu gebracht, sich Waffen anzuschaffen, erzählte er lächelnd im Landtag.

HALLO? McFly? Jemand Zuhause? Ist es tatsächlich so, dass der Beitritt zur FDP wichtige Ganglien im Hirn temporär zerstört? Wie kann ein Mensch fordern Waffen abzugeben, selbst aber nicht willens sein den eigenen Waffenbestand abzurüsten?

Lest den Artikel selbst – ich will nicht zu viel zitieren, ist unfair dem  Originalbeitrag gegenüber. Lest wie die Waffenlobby dafür Sorgen tragen wird, dass die Waffengesetze NIEMALS verschärft werden und warum gerade die Kinder in „bessergestellten“ Haushalten immer öfter den Zugang zu einer Waffe haben werden.  Arbeitslose haben kein Geld für dieses Hobby

Statistiken über die Kaufkraft

Der Spiegel hat einen wunderschönen Artikel – ich bin fast geneigt diese Perle als Qualitätsjournalismus zu bezeichnen – über die Kaufkraftentwicklung der letzten 50 Jahre veröffentlicht. Die Essenz: Es geht uns allen VIEL besser als früher:

Basis der Berechnungen ist der Durchschnitts-Nettolohn, der 1960 geschätzt bei 1,27 Euro je Arbeitsstunde lag. 2009 waren es 14,05 Euro – die Deutschen verdienen also heute elfmal so viel wie vor fünf Jahrzehnten.

Gesegnet sei, wer einen Stundenlohn von mehr als 14,00€  erhält. Sind das mehr als 50% der in Deutschland lebenden (nicht nur der beschäftigten!!) Menschen?  Die Mindestlöhne für grosse Teile der Bevölkerung liegen unter 10,00€. Statistiken sind toll, wenn man mit Durchschnittswerten hausieren geht, aber nicht aufklärt wie sich diese Durchschnittswerte zusammensetzen. Wie weit klafft die Gehaltsschere heute – wie weit klaffte sie vor 50 Jahren?

Widerlich für welchen Mist sich der Spiegel hergibt um die Statistiken, die ein arbeitgebernahes Institut wie das Institut der deutschen Wirtschaft (Trägervereine sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Deutschen Industrie – Wikipedia.) von sich gibt.

Arbeitnehmer halts Maul – es geht dir doch gut.

Hat mal einer die Zahlen der Managergehälter 1960 und 2010 zur Hand?

Der Unterschied zwischen Steuersünder und Steuerbetrüger

Am Thema Straffreiheit kann man wunderbar den Unterschied zwischen verbrecherischen Steuerbetrügern und Steuersündern festmachen:

  • Als Steuersünder lasse ich den Personenkreis gelten, der Einnahmen „vergessen“ hat anzugeben. Oder denjenigen, der aus Unwissenheit mit nicht absetzbaren Kosten (erfolgreich) versucht hat seine Steuerlast zu mindern. Zum Personenkreis der möglichen Steuersünder zähle ich vorwiegend Arbeitslose, Arbeiter und kleine Angestellte die ihre Steuererklärung ohne Mithilfe eines Steuerberaters erstellt haben. Es kann passieren, dass man das Sparbuch der Tochter – oder ähnliches – vergisst anzugeben.
  • Als verbrecherischen Steuerbetrüger würde ich pauschal all diejenigen bezeichnen, deren Steuererklärung durch einen Steuerberater erstellt wurde und die TROTZ Hilfe des Steuerberaters falsche Angaben machen.

Eine Klausel zur Nichtbestrafung von minder schweren Fällen – man will ja die Gerichte nicht übermässig belasten – oder das Feststellen einer Strafgebühr von 50 v.H. ZUSÄTZLICH zur nachzuzahlenden Steuer wäre angemessen.

Das zahlen von Steuern ist eine Verpflichtung, die man gegenüber der Allgemeinheit (der Summe der Steuerzahler!) hat.