Über die direkte Schuld der Politiker an Amokläufen an den Schulen

Bei der (jaja, die alte Geschichte wieder) Bundeswehr gibt es die Regel, dass Vorgesetzte in der Lage sein müssen ALLES zu leisten, was sie von Untergebenen verlangen. Fand ich immer gut und nachvollziehbar.

Der Justizminister Baden-Württemberg, Ulrich Goll (FDP), erklärt laut Süddeutscher:

„Unser Ziel ist es, dass möglichst wenig Waffen in privater Hand bleiben“

Ein Ziel, dass tatsächlich sinnvoll erscheint. Aber wie sieht es mit der Ernsthaftigkeit des FDP-Ministers aus?

Goll machte ein ernstes Gesicht dazu. Und erzählte dann, dass er selbst zwei Pistolen besitze. Dabei geriet er ein wenig ins Schwärmen: Eine Heckler & Koch 9-Millimeter und eine Smith & Wesson Kaliber 22. Spaß am „sportlich-technischen Aspekt“ habe ihn dazu gebracht, sich Waffen anzuschaffen, erzählte er lächelnd im Landtag.

HALLO? McFly? Jemand Zuhause? Ist es tatsächlich so, dass der Beitritt zur FDP wichtige Ganglien im Hirn temporär zerstört? Wie kann ein Mensch fordern Waffen abzugeben, selbst aber nicht willens sein den eigenen Waffenbestand abzurüsten?

Lest den Artikel selbst – ich will nicht zu viel zitieren, ist unfair dem  Originalbeitrag gegenüber. Lest wie die Waffenlobby dafür Sorgen tragen wird, dass die Waffengesetze NIEMALS verschärft werden und warum gerade die Kinder in „bessergestellten“ Haushalten immer öfter den Zugang zu einer Waffe haben werden.  Arbeitslose haben kein Geld für dieses Hobby

7 Gedanken zu „Über die direkte Schuld der Politiker an Amokläufen an den Schulen

  1. Es zeigt wie tolerant Du bist. Ja man stells sich vor manchen haben am rumgeballere Spass, andere finden es spassiger Normalos zu drangsalieren, aber da scheint ja in Ordnung zu sein. Wieviele Straftaten mit legal beschafften Waffen begangen wurden interessiert schon mal gar nicht. Alle Waffennarren die nicht staatlich angestellt sind sind per definition böse.

    Komischerweise sind aber fast alle Polizisten bewaffnet unterwegs, vielleicht wissen Sie: Leute denen andere Leute Eigentums nichts wert ist schrecken auch vor Waffengewalt nicht zurück um sich widerrechtlich Sachen zu „besorgen“.

    Also ist man besser vorbereitet um „gegenzuhalten“… Staat + Waffe = gut, Privat + Waffe = „böser bube“

    „Genial“

    Die Erfolge dieser Politik, ich zitiere aus:
    5 Mai 2009 Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei
    S. 7:
    „Ein Erfolg? Mitnichten. Die Rate der Straftaten mit
    Schusswaffen geht seither ungebremst
    weiter nach oben und hat Größenordnungen erreicht, die weit über den vergleich-
    baren Zahlen hierzulande liegen. Im Jahr 2007 gab es – wie der „Telegraph“ die britische Innenministerin Jacqui Smith zitierte – mehr als 10.000 Straftaten mit Schusswaffen, weit mehr als das Doppelte in Deutschland. “

    In einem Land mit gerade mal
    60.609.153 Einwohner (Zahlen von http://www.geographixx.de/einwohner/infos.asp?land=Grossbritannien)

    Gegenüber von ca 80 Millionen hier.

    Das die meisten Straftaten mit Messern begangen werden egal, dann hört man so „sinnige“ Dinge wie eine Messer muß dazu zweckentfremdet werden. Oja sicher und Schwerter waren ja auch nur zum Brotschneiden. Ich zitiere nochmal aus der obigen Zeitschrift:
    “ Seit Jahren ein Phänomen: Tötungs-
    delikte, bei denen eine Schusswaffe das
    Tatmittel war, „genießen“ in Öffentlich-
    keit, Politik und Medien deutlich mehr
    Aufmerksamkeit als solche, die mit einem
    Messer begangen wurden. Fachleuten ist
    es eine altbekannte Tatsache: Das häufigs-
    te Tatmittel bei Tötungsdelikten ist das
    Messer. Ein solches wird auch für Amok-
    läufe benutzt. Schon fast vergessen: bei der
    Einweihung des Berliner Hauptbahnho-
    fes Ende Mai 2006 verletzte ein 16-Jähri-
    ger 28 Menschen mit einem Taschenmesser…“

    Also wie sieht es mit einem Messerverbot aus, wie mit dem Verbot von Flaschen, Hämmern, Äxten, und was auch immer uns Menschen so einfällt andere Menschen zu ermorden?

  2. @Friedrich:

    Du möchtest Dir einmal Bowling for Columbine httpv://www.youtube.com/watch?v=hxbRm2dS1F8 anschauen und den Vergleich USA< ->Kanada anschauen.

    Wieviele Amokläufe wurden die letzten Jahre mit einem Messer begangen und wieviele mit einer Schusswaffe? Ich schrieb nicht von Tötungsdelikten, sondern von Amokläufen. Und ALLE bei Amokläufen benutzen Schusswaffen waren Waffen von Sportschützen. Und nur darum geht es. Um Schusswaffen und Amokläufe – nicht um Verkehrstote oder Stichwunden. Aber ich bin sofort bei dir und verbiete gemeinsam mit dir jeglichen Individualverkehr, da dieser noch mehr Todesopfer fordert, als alle Gewaltverbrechen zusammen. Dies tut auch der Umwelt gut.

    Sagt dir eigentlich die Begrifflichkeit „Gewaltmonopol des Staates“ etwas?

  3. Du hast glaube ich das Problem nicht verstanden, Friedrich… der Typ ist ein Heuchler, ein klassischer FDP Mann der Wasser predigt und Wein trinkt. Denen fällt ihre Heuchelei schon nicht mal mehr auf… erinnert mich an die homophoben Republikaner in den USA, die sich dann auffallend oft auf öffentlichen Toiletten von Strichern blasen lassen oder gleich nen minderjährigen Praktikanten anbaggern. Genau diese Heuchelei ist das Problem, weniger daß der Mann sich auf seine Wummen am liebsten einen runterzuholen scheint.
    Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    „Komischerweise sind aber fast alle Polizisten bewaffnet unterwegs, vielleicht wissen Sie: Leute denen andere Leute Eigentums nichts wert ist schrecken auch vor Waffengewalt nicht zurück um sich widerrechtlich Sachen zu “besorgen”.“

    Richtig, und deswegen haben wir auch eine deutlich höhere Mord- und Raubquote als in den USA, weil Waffen so enorm effektiv abschrecken wenn alle eine in der Hose haben, gell?

    „Also ist man besser vorbereitet um “gegenzuhalten”… Staat + Waffe = gut, Privat + Waffe = “böser bube”“

    Äh, warum ist ein Soldat kein Mörder??

    Und zu deinen restlichen Aussagen… Deutschland hat eine auffallend niedrige Mordrate, was ich auf die Faktoren Sozialstatt, Verbot von Waffen und ein noch halbwegs rationales Gesellschaftsklima zurückführe.

    http://www.nationmaster.com/graph/cri_mur_percap-crime-murders-per-capita

    Wo ist dein Problem damit, willst du lieber nach U.S. Vorbild Idioten mit automatischen Gewehren auf öffentlichen Versammlungen haben? Was wir momentan in den USA sehen ist eher eine Gefährdung der Demokratie als das was sich die Founding Fathers mal unter dem „Right to bear arms“ vorgestellt haben. Die würden sich wohl totlachen wenn die sehen daß heute Leute für ihr Recht auf bewaffnete Kneipengänge oder Bahnfahrten haben wollen.
    Sag mir, wo haben liberale Waffengesetze einen positiven Einfluss auf die Mordrate?

    Und ein Messer mit einer Schusswaffe gleichzusetzen ist auch eine maßlos Vereinfachung. Das ist wie ne Atombombe mit einem Panzer zu vergleichen.

  4. @Karim:
    Du hast glaube ich das Problem nicht verstanden, Friedrich… der Typ ist ein Heuchler, ein klassischer FDP Mann der Wasser predigt und Wein trinkt.

    Das nennt man wohl ad hominem. Keine Argumente sondern persönlich Attacken. Nun ja halten wir mal dagegen. Das es einem linken Gutmenschen gegen den Strick geht, kann wenig verwundern.

  5. @Reizzentrum. Wenn Du behauptest, die Politker sind direkt Schuld an den Amokläufen, behaupte ich die Politker sind auch direkt Schuld an der „Armut“ in Deutschland. Wenn Du meinst mit Verbot von Waffen gäbe es keine Amokläufe mehr, dann behaupte ich mit der Einstellung von Transferzahlungen an wenn auch immer gibt es keine Armut mehr.

  6. @Friedrich:

    Ohne derartige Mengen an Waffen im Zugriff würden deutlich weniger Menschen die Möglichkeit haben eben diese Waffen zu nutzen/missbrauchen.

    Ohne Transferzahlung keine Armut? Du meinst also, dass es ohne Hartz-IV (was auch eine Transferzahlung ist) würde es den Arbeitslosen besser gehen? Oder meinst Du, dass verhungerte eben nicht mehr als Verarmte gezählt werden? Wie kalt muss man sein?

  7. „Wenn Du meinst mit Verbot von Waffen gäbe es keine Amokläufe mehr, dann behaupte ich mit der Einstellung von Transferzahlungen an wenn auch immer gibt es keine Armut mehr. “

    Friedrich, was soll das? Niemand hat je behauptet, daß es mit Waffenverbot keine Amokläufe gibt. Es gab gerade einen der mit Äxtern losgerannt ist.
    Es geht aber darum, daß die Wahrscheinlichkeit massiv sinkt und es ist bezeichnend, daß immer wen man dir Statistische Daten gibt, die das Gegenteil deiner Behauptungen zeigen du mit solchen flachen Verallgemeinerungen oder Ablenkmanövern wie „Ad Hominem“ bei einem Heuchler der privat Waffenfreak ist aber als Politiker Waffen verbieten will kommst, zumal gerade du dich mehrfach auch gegen die FDP ausgesprochen hast und wir hir hoffentlich thematisch und nicht parteiisch diskutieren.

    Das deine andere Aussage Stuss ist kannst du in hunderten Statistiken oder volkswirtschaftlichen Kennzahlen diverser Länder ablesen, die weniger Sozialstaat, niedrigere Staatsquote und mehr Armut haben.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/b/bb/Kinderarmut3.PNG/520px-Kinderarmut3.PNG

    Amerika am Arsch und Dänemark ganz hinten… na, sowas. Was nun mit dener Logik?

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