Ratzinger, die Wendesocke

Sein Fähnlein in den Wind hängen, dass ist gang und gäbe in der Politik. Wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird (Siehe Parteispenden und Nebeneinnahmen) und manchmal wirft halt ein anderer Geld in die Jukebox.

Warum nun aber Benedikt XVI (the pope formerly known as Joseph Ratzinger)  mit seinem Namen auch seine Meinung bezüglich des Zölibates geändert hat, wird er wohl erklären müssen. Die Süddeutsche schreibt:

1970 stellten neun Theologen in einem Memorandum den Pflichtzölibat in Frage und warnten vor kollektivem Ungehorsam von Priestern. Einer der Unterzeichner war Joseph Ratzinger. Der ist inzwischen Papst – und verteufelt solche Positionen nun als „Zeitgeist“.

Nun wird man sich verteidigen können und sagen „Ja, in den letzten 40 Jahren wäre man „klüger“ geworden. Es KANN aber auch daran liegen, dass Ratze 1970 – er war 43 – noch ahnte was Sexualität sein könne. Heutzutage – der Mann ist mittlerweile 84 – wird sich da wohl nicht mehr (verzeihen sie mir diese frevelhafte Betrachtung) so viel regen.

Sind wir Papst? Wollen wir es wirklich sein? Ich distanziere mich!

„Wir sind Papst“ – so lautete die Schlagzeile der BILD am 20.04.2005. Schon damals schüttelte ich nur mit dem Kopf, denn ich war (und bin) weder katholisch noch gehöre ich irgendeiner Konfession an.

Sollte allerdings heute jemand „Wir sind Papst“ beschlagzeilen, so würde es bestimmt Verleumdungsklagen hageln. Haftet dem derzeitigen Inhaber des Päbstlichen Stuhles – Gottes Stellvertreter auf Erden – doch der Verdacht der Mitwisserschaft wenn nicht gar Mitschuld an Kindesmissbrauch an. Joseph Ratzinger, nun unter seinem Künstlernamen Papst Benedikt XVI. bekannt, soll sich nicht frei von Schuld sprechen können. Die Süddeutsche beschreibt wie Kardinal Joseph Ratzinger anscheinend damals  den Schaden an Kindern billigend in Kauf nahm um bloss den Schaden von der Kirsche abzuwenden.

Ich spucke vor der Kirche aus die solche Menschen an ihre Spitze wählt und sich von denen leiten lässt – vergesse aber nicht, mich vor all denen Kirchenvertretern (jeglicher Konfession!) zu verbeugen, die den Armen und Kranken auf dieser Welt helfen.

Der Springer-Verlag ist Papst

Was war das damals für eine Schlagzeile „WIR sind Papst“ betitelte das Zentralorgan des Springerverlages BILD die Erhebung von Joseph Ratzinger zu Papst Benedikt XVI.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

WENN diese Aussage aber weiterhin im Raum stehen soll, so möchte ich anmerken, dass diese Aussage ausschliesslich das „wir“ der BILD-Redaktion, oder vielleicht des Springerverlages meinte. Denn „wir“ in Form von „wir Deuschen“ möchte ich in alle Form auf deutlich-heftigste von mir weisen. ICH bin nicht Papst, vielmehr habe ich mit dem – in meinen Augen – hochsenilen Mann, der in alter Gewohnheit der Papst“würde“ wie ein Elefant durch den Porzelanladen tobt und dabei sich mit wirklich jedem anlegt, NICHT gemeinsam.

Selbst WENN die BILD darauf besteht, dass ihre Aussage auf die Deutschen an sich gemünzt war, so möchte ich eine Unterlassungsklage einreichen, dass fürhin ausschliesslich formuliert werden darf: „Wir (mit Ausnahme des Reizzentrums) sindPapst“. DAS könnte ich so stehen lassen.

BTW: Wofür steht eigentlich der Begriff Ratz? Mein Latein ist zwar nicht so stabil, aber an nomen est omen erinnere ich mich noch.