Sind wir Papst? Wollen wir es wirklich sein? Ich distanziere mich!

„Wir sind Papst“ – so lautete die Schlagzeile der BILD am 20.04.2005. Schon damals schüttelte ich nur mit dem Kopf, denn ich war (und bin) weder katholisch noch gehöre ich irgendeiner Konfession an.

Sollte allerdings heute jemand „Wir sind Papst“ beschlagzeilen, so würde es bestimmt Verleumdungsklagen hageln. Haftet dem derzeitigen Inhaber des Päbstlichen Stuhles – Gottes Stellvertreter auf Erden – doch der Verdacht der Mitwisserschaft wenn nicht gar Mitschuld an Kindesmissbrauch an. Joseph Ratzinger, nun unter seinem Künstlernamen Papst Benedikt XVI. bekannt, soll sich nicht frei von Schuld sprechen können. Die Süddeutsche beschreibt wie Kardinal Joseph Ratzinger anscheinend damals  den Schaden an Kindern billigend in Kauf nahm um bloss den Schaden von der Kirsche abzuwenden.

Ich spucke vor der Kirche aus die solche Menschen an ihre Spitze wählt und sich von denen leiten lässt – vergesse aber nicht, mich vor all denen Kirchenvertretern (jeglicher Konfession!) zu verbeugen, die den Armen und Kranken auf dieser Welt helfen.

5 Gedanken zu „Sind wir Papst? Wollen wir es wirklich sein? Ich distanziere mich!

  1. @Tefnut:

    Natürlich KANN man dies – aber man muss es nicht und ich möchte vermeiden dass ich diejenigen die WIRKLICH Gutes tun verunglimpfe. Es gibt – und davon bin ich überzeugt – genügend soziale Menschen die auch ohne kriminell zu werden Anderen helfen.

  2. Hmm, und wegen Kirchen und Sozialarbeit nur dies zu den Verhältnissen:

    „Der auf „Kirchliche Sozialarbeit“ bzw. „Diakonie“ entfallende Anteil der Ausgaben wurde mit 21,8 % angegeben. Davon waren aber mehr als zwei Drittel durch Zuschüsse der öffentlichen Hand und der gesetzlichen Kostenträger sowie Entgelte der Betroffenen gedeckt. Der verbleibende Eigenbeitrag machte gerade noch 7,05 % der Gesamteinnahmen aus und 11,7 Prozent der Kirchensteuern. “
    http://www.kirchensteuer.de/rundfunk_geld.html

    Das ist meist ebenso eine Augenwischerei wie die These daß es ohne Religion keine Ethik gäbe und ohne 10 Gebote Mord und Totschlag herrschten. Gutes und Böses wird getan, ob mit oder ohne Gott oder Kirche.

  3. @Karim:

    Nur um nicht falsch verstanden zu werden: Ich behaupte NICHT dass man die Kirche(n) braucht um Gutes zu tun, aber es gibt (ein paar wenige?) Menschen die der/einer Kirche angehören und Gutes tun.

    Man-man-man muss man hier vorsichtig formulieren. Aber ist ja recht, ich bin ja auch gern am haarespalten ^^

  4. Ist schon klar, ich halte auch nix von der aktuellen Pedofinder General Stimmung aber Leute die Gutes in der Kirche tun würden Gutes eben auch woanders tun wenn es keine Kirchen gäbe.
    Religion schmückt sich viel zu oft mit Werten die ihr überhaupt nicht zustehen. Daher gibt es auch keine Gründe Religion zu fördern sondern die fördernswerten Taten. Ich sehe in der immer noch nicht vollendeten Trennung von Staat und Religion ein Problem auf uns zurollen, das mit der aktuellen Moslem-Debatte erst langsam angefangen hat.

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