Die wahren Ausloeser von Terror und Gewalt

Ja, als ich eben in der Welt das Interview mit Bischof Wolfgang Huber las, wurde mir klar, warum es Menschen gibt, die mit aller Macht gegen Jeden kämpfen, der einen anderen Glauben hat, als man selbst. Wie kann man nur so dumm überheblich sein und – als Bischof! – folgendes von sich geben:

WELT ONLINE: Herr Bischof, was hätten Berliner Kinder davon, wenn konfessioneller Religionsunterricht gleichberechtigtes Wahlpflichtfach neben Ethik würde?

Bischof Wolfgang Huber: Die Schülerinnen und Schüler können sich mit der Sprache eines Glaubens intensiver beschäftigen, bekommen ein Verständnis für die Prägekraft des Christentums in unserer Kultur und sind herausgefordert, sich damit so auseinanderzusetzen, dass sie Stellung nehmen können. So wird der Unterricht zur religiösen und ethischen Orientierung besser, die Dialog- und Gesprächsfähigkeit wird wachsen. (Herviorhebung von mir)

WENN ein gleichberechtigter Religionsuntericht in Deutschland eingeführt wird, dann bitte unterteilt in (kleine) Gruppen, in denen die Schüler dann selbst auswählen können, an welchen Teil des Religionsunterichts sie dann teilnehmen. Herr Huber sollte sich vielleicht mal informieren, was der Begriff Religion überhaupt bedeutet. So zum Beispiel bei Wikipedia. Also Schüler, wählt aus welchen Wahlpflichtteil ihr belegt:

  • Christentum
  • Islam
  • Säkulare, Nichtreligiöse, Agnostiker und Atheisten
  • Hinduismus
  • Traditionelle chinesische Religionen
  • Buddhismus
  • Nichtafrikanische indigene Religionen
  • Traditionell Afrikanische Religionen
  • Sikhismus
  • Spiritismus
  • Judentum
  • Bahai
  • Jainismus
  • Shintoismus
  • Caodaismus
  • Zoroastrismus
  • Tenrikyō
  • Neopaganismus
  • universalistischer Unitarismus
  • Rastafari

Solange einzelne Relegionen, wie diejenige, die Herrn Huber als Bischof (welcher korrekterweise mit „Eure Exzellenz“ angeredet wird…) vertritt, mit solch einem Anspruchsdenken und Unterdrückungspotential in Richtung Andersdenkender an die Öffentlichkeit (auch der Andersgläubigen!) tritt, wundert es mich nicht, dass die so unterdrückten Angehörigen anderer Religionen sauer reagieren. Wobei ich natürlich immer noch in Richtung des Fliegenden Spaghettimonsters tendiere.

Zumwinkel: Bewaehrung, Geldstrafe oder was denn jetzt?

Die Welt berichtet über den Prozessauftrakt gegen Klaus Zumwinkel, wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Interessant finde ich die Abstimmung der Welt „Was wäre eine angemessene Strafe für Klaus Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe? mit den möglichen Antworten:

  • Er sollte mehrere Jahre ins Gefängnis kommen
  • Er sollte eine Bewährungsstrafe erhalten
  • Freispruch

Wo ist dort bitte die Möglichkeit „Ich möchte, dass Herr Zumwinkel dergestalt bestraft wird, dass er es auch als Strafe ansieht und verspürt, sowie alle Personen, die eventuell mit dem Gedanken spielen Steuer zu hinterziehen, abgeschreckt werden“?

Mir persönlich ist es egal, ob Zumwinkel in das Gefängnis geht, oder von seinem Besitz

„Sein aktuelles Vermögen schätzt Zumwinkel auf etwa 13 Millionen Euro. Er rechne für das laufende Jahr mit einem Netto-Einkommen von rund 600.000 Euro. Darüber hinaus verfüge er über Aktien und Beteiligungen im Wert von rund acht Millionen Euro. Seine Villa am Gardasee sei etwa fünf Millionen Euro wert.“

soviel in das Staatssäckel packt, dass er NIE NIE wieder auf die Idee kommt die Gemeinschaft der Steuerzahler zu betrügen. Denn letztendlich schädigt ein Steuerzahler nicht den Staat, sondern jeden ehrlichen Steuerzahler/Bundesbürger. Wenn die Staatskosten nicht mehr durch die diversen Staatseinnahmen (z.B. Steuern) getragen werden können, muss der jeder Bürger entweder auf Leistungen des Staates verzichten, oder tiefer in die Tasche greifen.

Also: Egal welches Strafmass der Richter als angemessen ansieht: Es muss – trotz Aussagewilligkeit – weh tun und Nachahmer „beeindrucken“.

Aktionaer muesste man sein

Die Dividendensaison 2009 wird den Aktionären kein neuerliches Rekordjahr bescheren. Nach fünf Jahren in Folge mit steigenden Dividendenzahlungen gehen die Analysten im Durchschnitt von einer Dividendenzahlung von gut 24 Milliarden Euro der Dax-Konzerne für das Geschäftsjahr 2008 aus. Das wären 4 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. Die Ausschüttungen lägen damit aber noch höher als für 2006 und für alle Jahre davor.

schreibt die FAZ. Wer also Aktionär ist, kommt im Schnitt besser weg – TROTZ Wirtschaftskrise – als der normale Arbeiter. Denn der steht – wenn er kein Glück hat – beim Arbeitsamt oder arbeitet kurz. Sprich: Er hat weniger Geld in „der Tüte“.

Die Deutsche Bank hat vorige Woche einen Verlust von knapp 4 Milliarden Euro gemeldet und ihre Dividende von 4,50 Euro auf 50 Cent gekürzt.

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Dass das größte deutsche Kreditinstitut überhaupt noch knapp 300 Millionen Euro an die Aktionäre ausschütten will, wird als symbolischer Akt gewertet. Die Aktionäre wird es kaum trösten. Im Vorjahr erhielten sie noch mehr als 2,5 Milliarden Euro. Zudem mussten die Aktionäre zusehen, wie der Aktienkurs von 80 Euro vor einem Jahr auf nun knapp 18 Euro fiel.

Es werden Miese eingefahren – nachweisslich, aber die Manager beziehen weiter ihre dicken „leistungsbezogenen Gehälter“ und trotz Defizit dürfen die Aktionäre auch nicht leer ausgehen.

Aber der Artikel beschreibt auch andere Firmen, die deutlich weniger Dividende ausschütten. Ich frage mich, ob dieses „Wir MÜSSEN eine Dividende ausschütten“ wohl auch daran liegen mag, dass nahezu alle Manager auch Aktien ihrer „eigenen Unternehmen“ besitzen und sich somit hintenrum noch ein wenig das karge gehalt aufbessern können. Da sind die 50c bei der Deutschen Bank besser als gar nichts. 2002 hatte Ackkermann z.B. „nur“ 57.000 Aktien seines Arbeitgebers (Quelle). Das wäre zwar nur ein Ertrag von ca. €28.000.- aber besser als nix. Einen Kurzurlaub kann man damit schon mal finanzieren. Aber vielleicht hat Herr Ackermann ja auch zwischenzeitlich sein Paket etwas aufgestockt.