Wovor die #CDU- Angst hat

Roland Koch schafft es wieder mal in die Medien. Es sind keine stinkenden, roten Socken, die ihm mediale Präsenz bescheren sondern die Angst vor dem „Ypsilanti-Gen“:

Roland Koch kündigte an, die Union werde ausdrücklich darauf hinweisen, dass die SPD mit der Linken koalieren könnte

schreibt die Welt. Ich sage: Na und? Die CDU koaliert ja auch mit allem, was nicht bei „2“ auf den Bäumen ist – solange es nur dem Machterhalt dienlich scheint.

Warum zeichnet die CDU das Schreckgespenst „Rot-Rot“ Koalition? Weil eine Koalition des – derzeit zersplitterten – „linken“ Spektrums der deutschen Parteienlandschaft den Machtfantasien der CDU im Wege steht. Nur solange die Linke und die SPD sich gegenseitig als Feindbilder propagieren, kann die CDU sich in der derzeitigen Situation noch nach hinten legen. Wenn der „Linke Flügel“ sich einigt heisst es für die Christdemokraten: Ab auf die Oppositionsbank.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) wird von der Welt wie folgt zitiert:

Ziel der Union muss laut Wulff sein, SPD und Grüne für eine klare Abgrenzung zur Linkspartei zu gewinnen. “Die vordringlichste Aufgabe der CDU ist es, SPD und Grüne dafür zu gewinnen, sich nicht von der Linken ins Boot ziehen zu lassen, weil es um Wachstum und Arbeitsplätze geht,“ sagte Niedersachsens Regierungschef.

Um einen Keil zwischen die linken Parteien zu treiben, ist nahezu jedes Mittel, jede verbale Entgleisung recht. Ich prognostiziere: Da geht noch so einiges, wartet nur mal ab was die Christdemokraten (Du sollst deine Feinde lieben) sich noch einfallen lassen.

Statistik und Urlaubszeit

Und wieder haben wir einen neuen Monat eingeläutet und wieder trete ich vor die Tür um die monatlichen Statistiken des Reizzentrums zu verkünden. Der August überrascht mich mit rückläufiger Spamtendenz, die leider mit niedrigeren Besucherzahlen einhergeht. Wird mein Geschreibsel langweilig, oder waren die Spamschleudern aus und Ihr wart im Urlaub?

Wie auch immer:spamTatsächlich habe ich 900 Spamkommentare weniger gefangen als noch vor einem Monat. Das sind ist immerhin ein Rückgang von knapp 10%.

Aber die Besucher…. Würde ich von Werbung wie Google Addsense oder ähnlichem leben, würde ich mir Sorgen machen. Da mein Blog aber keine Milchkuh, sondern ausschliesslich zum ablassen meines Frustes genutzt wird (VIEL preiswerter als ein Therapeut!), sehe ich den Besucherrückgang gelassen. Ihr wart entweder im Urlaub, oder Ihr habt andere Gründe hier nicht mehr aufzutauchen – auch egal. Bloggen soll Spass machen – und das tut es!

Besucher

Einer verdient immer am Tod

Es ist schon bemerkenswert, wie kreativ Menschen werden können, wenn es um Ertrag geht. Eine tolle Option ist der Kauf von Lebensversicherungen. Das funktioniert in der Art, dass Lebensversicherungen von noch lebenden Menschen an einen Fond verkauft werden.Dieser Fond bezahlt die laufenden Beiträge und im Todesfall des ursprünglichen Inhabers regnet es dann Geld. Irgendwie schon seltsam, daraus ein Geschäftsmodell zu drehen. Schliesslich funktioniert ja die Lebensversicherung selbst schon wie eine Wette auf ein langes Leben (oder einen frühen Tod, je nachdem ob man Versicherer oder Policeninhaber ist).

Warum sollte man nun aber einer Lebensversicherung erst abschliessen und diese dann verkaufen? Normalerweise kann man jede Lebensversicherung auch „auf Eis“ legen. Die monatlichen Zahlungen werden eingestellt, der Rückkaufwert nahezu eingefroren und der Wert der Versicherung fällt. Dieser Vorgang findet in Deutschland sicher mehrmals täglich statt. Wenn man nun aber ECHTE finanzielle Probleme hat, geht es vielleicht nicht um das Einsparen von ein paar Euro, sondern man MUSS jeden Cent verfügbar machen, der irgendwo greifbar ist. In diesem Fall verkauft man seine Lebensversicherung meistbietend.

Eines der Unternehmen, dass solche „herrenlos“ gewordenen Lebensversicherungen in Fonds zusammenfasst und Anteile an diesen Fonds verkauft ist – ihr ahnt es schon – die Deutsche Bank. Der Spiegel berichtet nun über Probleme dieser Art der Geldanlage:

Es schien eine sichere Sache für Anleger: Hunderte Millionen Euro investierten sie in Deutsche-Bank-Fonds für den Kauf von US-Lebensversicherungen. Nach dem Tod der ursprünglichen Police-Inhaber fließt das Geld. Doch die Rechnung geht nicht auf – es wird nicht so gestorben wie kalkuliert.

Tja, tun mir jetzt die Anleger leid, die nicht die erhoffte Verzinsung erhalten? Eher nicht. Diesbezüglich hält sich mein Mitleid in eng gefassten Grenzen. Dass die Geldinstitute versuchen aber auch auf JEDEM Geschäftsfeld Kapital zu erwirtschaften: Geschenkt. Da bin ich mitlerweile abgestumpft.

Interessant ist doch folgendes: Dass es menschen gibt, die mir MEHR Geld für meine Versicherungspolice zahlen, als der Aussteller der Police. Die letztendlich darauf spekulieren, dass ich früher sterbe, als die Kalkulation der Lebensversicherung hergibt. Die Versicherung baut auf mein langes Leben, um lange mit meinem Geld wirtschaften zu können – die Fonds hoffen, dass ich früher sterbe, damit die Auszahlung erfolgt.

Es ist also egal ob ich lange lebe oder früh sterbe: Einer verdient immer am Tod. Es sei denn…..

Mir kommt da gerade eine Idee: Was passiert, wenn eine ausreichende Menge „x“ der betreffenden „Originalinhaber“ der Lebenversicherungen sich entscheidet dergestalt aus dem Leben zu scheiden, dass eine Auszahlung NICHT erfolgt?

Auch interessant ist die Frage, ob die Deutsche Bank (nur als Beispiel, es gibt auch andere Fondbetreiber) vielleicht ein finanzielles Interesse haben, dass die „Originalinhaber“ von Lebensversicherungen mit hohen Auszahlungssummen mal eben Besuch vom Sensenmann erhalten.. Um eine Auszahlung von 500.000€ zu bekommen – wenn es denn enger wird – kann man schon etwas investieren. Vielleicht mal 300 „Originalinhaber“ zu einem Urlaub einladen und dann – welch Tragödie – stürzt das Flugzeug ab/explodiert in dem Hotel eine Bombe?

Es gibt Szenarien, die ich den Bankern (noch??) nicht zutraue, aber erschreckend ist es schon…