Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen (mit Informationen)

rottenneigbor.com ist weiterhin unerreichbar – zumindest für die Masse der deutschen Internetnutzer, die von nicht-statischen IP-Adressen versuchen auf die betreffende Webseite zuzugreifen.. 

Dank Gulli wurde ich auf einen Focusartikel aufmerksam, der ein Anzeichen ist, dass sich nun auch die „grösseren“ Medien der Sache annehmen. Focus hat Kontakt zu Google gehabt:

Google kündigte allerdings an, Rotten Neighbor „darum zu bitten, Beschwerden aus Deutschland ernst zu nehmen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um rechtswidrige Einträge zu verhindern oder zu entfernen“. Google-Sprecher Stefan Keuchel bestätigte gegenüber FOCUS, dass sein Unternehmen inzwischen mit Rotten Neighbor gesprochen habe.

Das könnte heissen, dass der User Malk – der hier diesen Verdacht schon „laut“ äusserte – recht haben könnte, dass Tatsache Google an der Stelle Druck gemacht haben könnte und nach dem Sankt-Florian-Prinzip vorgegangen ist: „Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus,  zünd andre an!“. Google steckt nämlich in der Klemme, dass rottenneighbor.com die Google-Maps als Grundlage für den „Dienst“ nutzt und so auch in die Kritiklinie der deutschen Medienwächter geriet.

Es bleibt spannend und wir bleiben am Ball.

Siehe auch hier und hier und hier

Schlussfolgerungen findet man hier

Informationssperre?

Ich habe eben versucht telefonisch weitere Informationen zu den technischen Problemen bezüglich der Erreichbarkeit von rottenneighbor.com aus weiten Teilen der deutschen IP-Adressrange zu erhalten.

Meine bislang an rottenneighbor.com und den Hoster rackspace.com gesandten Mails blieben – bis zu diesem Zeitpunkt – unbeantwortet. Also: Telefon!

Ich sprach mit Melissa McConnell, welche unter der Rufnummer „001 210 447 4000“ ans Telefon ging.Ich versuchte von Melissa zu erfahren, was mit rottenneighbor loswäre, ob Sie etwas wüsste, oder mich bitte zu jemandem durchstellen könne, der zu diesem „technischen Problem“ etwas sagen kann.

Die einzige Aussage, die ich bekam war, dass Rackspace keinerlei Auskünfte über ihre Kunden gibt. Auch ein weiterverbinden in das NOC, einen Techi oder einen anderweitig „Informierten“ wurde mir verwehrt, solange ich kein Kunde mit  Kundennummer etc. bin. Alle Stilmittel des „social Engineering“ verliefen im Sande 🙁

Auf meine Frage, ob ich den Inhalt des Gesprächs veröffentlichen dürfe, wurde dies ausdrücklich erlaubt.

Also bleibt „uns“ nichts weiter übrig als auf eine Information des Betreibers von rottenneighbor.com zu hoffen. Ich habe diverse Mailantworten ausstehend – warten auf Godot?

 

Schlussfolgerungen findet man hier

Der Zensor könnte identifiziert sein

Wie in dem Vorposting schon beschrieben, ist die Seite rottenneighbor.com von diversen deutschen Zugangsprovidern aus nicht zu erreichen. Als erstes (die benötigen Informationen zur Analyse plätschern nur kläglich) sah es so aus, als wenn alle gesperrten Zugriffe über das Netzwerk von Telia.net geroutet wurde. Auf dem Gulliboard ist nun aber ein Traceroute von arcor-ip.net aus gepostet worde, der nicht über Telia geroutet wird.

Die bislang vorhandenen Fakten:

  • Ein Hansenet-Mitarbeiter (Support-Callcenter) kann (lt. eigener Aussage) von seinem Arbeitsplatz aus auf Rottenneighbor.com zugreifen. (dort wird sicherlich keine keine Dial-Up-IP-Adresse genutzt)
  • Hansenet-Dial-Up-Kunden können NICHT auf die Seite zugreifen.
  • Auch nicht über Telia.net gerouteter Traffik wird geblockt
  • Die Domainame-Server (DNS) geben die richtige IP-Adresse aus (KEIN DNS-blocking)
  • Traceroute „versanden“ immer ab 67.192.56.39  – egal ob „gefilterter“ oder durchlässiger Traffik
  • Von einer weiteren definitiv in Deutschland ansässigen (mehrere GEO-IP-Dienste geprüft) IP-Adresse (mir zur Verfügung stehenden, NICHT-Dial-Up) aus, kann auf rottenneighbor zugegriffen werden.

Insofern bleiben derzeit drei Möglichkeiten offen

  1. Irgendjemand bei Rackspace.com (dem „Hoster“ von rottenneighbor.com) hat zumindest die Dial-Up-Netze aus Deutschland gesperrt. Dies könnte z.B. unter Zuhilfenahme der Spamblock-Listen (in welchen eigene Bereiche für Dial-Up-IPs enthalten sind) geschehen sein. Da der Betreiber ganz sicher nicht 99,9% seiner Zielgruppe aussperrt, also ist die Frage, wer diese Sperrung veranlasst hat.
  2. Mehrere Zugangsprovider haben zeitnah gleichzeitig ausschliesslich den TCP-Port 80 gesperrt (ACHTUNG Traceroute -p nutzt nutzt UDP – nicht TCP!)
  3. Eher deutlich unwahrscheinlich ist der Verdacht, dass rottenneighbor.com (rackspace.com) Serverprobleme hat, da die Zugriffe von „gesperrten“ Zugängen anscheinend „stabil“ nicht möglich sind, von offenen Zugängen aber stabil stets zugegriffen werden kann.

Am wahrscheinlichsten erscheint mir derzeit die Theorie, dass Rackspace.com aus Deutschland die Aufforderung bekam, den Zugriff zu sperren und dieses über eine Liste von Dial-Up-IPs realisiert wurde. Die dann interessante Frage ist: Wer oder was hat Rackspace.com motiviert diese Sperre zu installieren?

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Schlussfolgerungen findet man hier