Bundesregierung motiviert zur Kriminalität

Ich habe es schon in vorigen Postings thematisiert: Der Ankauf der „Steuer-CD“ wird weitere Angebote und Ankäufe nach sich ziehen. Nach der ersten Lichtenstein-CD und dem aktuellen Fall ist nun eine dritte Datensammlung öffentlich geworden:

In Baden-Württemberg ist ein neues Angebot mit Daten von potenziellen Steuersündern aufgetaucht. Es sei „sehr interessant“, sagte der Sprecher des Landesfinanzministeriums, Bertram Dornheim. Erste Kontakte habe es bereits Anfang 2009 gegeben

schreibt die FTD. Datendiebstahl wird damit salonfähig. Kriminell ist nur, womit weder Konzerne noch Regierung Profit machen. Wann tauchen die ersten CDs auf, mit denen GEZ-Nichtzahler denunziert werden – wer ist der Erste, der der Musikindustrie Beweise für Datenkopierer vorlegt und damit Geld verdient? Solange unterm Strich Geld für die „Guten“ erwirtschaftet wird scheint ja alles legal zu sein.

Wann werden wieder Blockwarte eingeführt? Informelle Mitarbeiter scheint es ja schon wieder zu geben.

Psychopharmaka sind billiger als Klopapier

Kein Toilettenpapier, keine Seife und notfalls ruhiggestellt mit Medikamenten: Die italienische Sektion von „Ärzte ohne Grenzen“ berichtet von erschreckenden Zuständen in italienischen Flüchtlingslagern. (Tagesschau)

Da fehlen mir einfach die Worte, deshalb noch zwei Zitate aus dem Artikel:

Zum Teil werden bis zu zwölf Menschen über Monate in 25 Quadratmeter große Wohn-Container gesperrt.

In Trapani hätten die  Schlafräume nicht einmal Fenster, der Aufenthaltsplatz für die Allgemeinheit bestehe aus einem kleinen von Gittern umgebenen Absatz.

Und nein, es sind NICHT die Italiener, die an diesen Zuständen schuld haben, es ist deren armselige Regierung, angeführt von einem Mann der die Medien kontrolliert.

You get what you pay for

Die weltweit größte Rückrufaktion bei Toyota zeigt die angespannte Lage zwischen Autokonzernen und ihren Zulieferern. Durch den Einbau billigerer Teile und durch simplere Fahrzeugkonstruktionen versuchen die Autobauer verzweifelt, die Kosten zu senken.

schreibt die FTD und beschreibt damit zurecht, was aus uns (weiten Teilen – eben der Geldgeier) geworden ist. Dazu fallen mir zwei kluge Sprüche ein, die sich immer wieder bewahrheiten: „Nichts ist teurer als billiges Werkzeug“ und „Wer billig kauft kauft zweimal“. Bei Investitionen (langfritig zu finanzierenden Anschaffungen) wird jeder Entscheider sein Augenmerk auf Qualität und Güte legen. Bei den Handel- (oder „zur Veredelung benötigten) Waren allerdings heisst es „Den wahren Ertrag macht der Kaufmann beim Einkauf“.

Was die Ersparnis von ein paar Cent pro KFZ allerdings ausmachen kann, wird Toyota in Sachen Reputation derzeit sehr anschaulich vorgeführt.

Wo liegt aber das eigentliche Problem? Früher hielten Fahrzeuge doch viel länger als heute und (fast) jeder konnte sich einen unverwüstlichen VW-Käfer oder Opel Kadett leisten! Es sind zwei Probleme: Erstens sind unsere Fahrzeuge heute wesentlich leistungsfähiger, spartanische Fahrzeuge gelten in Industrieländern als unverkäuflich. Und zweitens haben weite Teile der Bevölkerung nicht mehr soviel Geld zur Verfügung wie noch vor 30 oder 40 Jahren.