Die FIFA agiert in alter westlicher Tradition: Sie beutet aus

In der FAZ findet sich ein lesenswerter Artikel über Kosten und Einnahmen der WM 2010 in Südafrika. Ein Bericht über galoppierende Kosten (Stadien die das Zehnfache des veranschlagten Preises kosten) und Einnahmen, die etwas blauäugig hoch angesetzt wurden.

Während die Südafrikaner noch bang dem Kassensturz nach dem 11. Juli entgegensehen, steht der Hauptgewinner der WM bereits fest. Die Fifa spricht von der wirtschaftlich erfolgreichsten WM. Presseberichten zufolge erwartet sie einen Nettoüberschuss aus der WM von mehr als einer Milliarde Dollar

Das alte Spiel: Die Organisatoren machen auf dem Rücken des ausrichtenden Landes feist Gewinne. Rechte hat der Ausrichter kaum, nur die Hoffnung dass sich das alles doch am Ende noch irgendwie rechnet.

[Update] Herzlichen Glückwunsch ihr Arschkrampen

Die Bundesregierung hat Angriffe auf Polizisten am vergangenen Wochenende „aufs Schärfste“ verurteilt und eine Strafrechtsverschärfung angekündigt. Es könne nicht angehen, dass „schwerste Körperverletzungen von Polizeibeamten in Kauf genommen“ würden, sagte Bundesinnenministeriumssprecher Hendrik Lörges am Montag in Berlin. (Fokus)

Wenn das tatsächlich Kindsköpfe mit hohlraumversiegeltem Mützenhalter aus dem „alternativen“ Lager waren, die den Explosivkörper in Berlin gezündet haben, dann würde ich vorschlagen, dass diese Deppen stumpf in Berlin an den Pranger gestellt werden. Ich würde glatt mal mit dem ICE in Berlin vorbei kommen – an besten Sonntags Mittags, nachdem ich in Hamburg Morgens auf dem Fischmarkt billigst die Reste an schimmeligen Tomaten aufgekauft habe. 1-5 Kokosnüsse hätte ich auch dabei – diese wären dann für die Kronjuwelen gedacht. Sofern solche Volldeppen überhaupt Eier in der Hose haben.

Sorry, aber ich bin gerade STINKSAUER. Entweder ist diese ganze Aktion tatsächlich eine verdeckte Aktion von irgendwelchen Stahlhelmen innerhalb der Polizeitruppe(n) um den Innenministern Munition zur Änderung des Strafgesetzbuches zu geben, oder da haben Riesenarschlöcher agiert, die man wegsperren müsste, denn sie stellen nachweislich eine Gefahr für die Demokratie dar. Aus dem Grunde (Verschärfung des StGB) sollte hier tatsächlich der Verfassungsschutz ermitteln.

[Update]

Die Springerpresse weiss es:

Berlins Innensenator Erhart Körting (SPD) plädierte als Konsequenz aus der Sprengstoff-Attacke für Taschenkontrollen. Er kritisierte eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das diese Art der Kontrollen vor einer Demonstration auf konkrete Verdachtsfälle beschränken will, angesichts der eskalierenden linksradikalen Gewalt als nicht realitätstauglich. „Was wir an Straftaten in Berlin und Hamburg erleben, rechtfertigt Vorkontrollen“, so der Senator. Falls man Demonstranten nicht nach Waffen durchsuche dürfe, könne man die Sicherheit für Polizisten, Demonstrationsteilnehmer und Passanten nicht gewährleisten. (Welt)

Jetzt soll es tatsächlich ermöglicht werden, Demonstranten OHNE KONKRETEN VERDACHT zu kontrollieren. Die mentale Hürde zur Teilnahme an Demonstrationen – gerade für Normalbürger – soll noch weiter hochgelegt werden. Und wem haben wir das alles zu verdanken? Ihr Deppen glaubt für die Freiheit zu kämpfen? Ihr zerstört sie, denn ihr spielt unserem gemeinsamen Gegner in die Hände weil euer IQ niedriger als die mittlere Umgebungstemperatur am Nordpol ist.

Ihr erinnert mich an die Vollmeisen von der RAF: Die Idee war ja nicht schlecht, zu verdanken haben wir der RAF aber so spannende Geschichten wir die Rasterfahndung. Nichts wurde erreicht – ausser eben „das System der Gegner“ zu stärken und die Stärken auch noch mit gesetzlichem Unterbau zu manifestieren.

[Update 2] Über Übungsknallkörper, Splitter“bomben“ und die Springerhetze

Ich habe mir die Videos mehrere Male angeschaut

httpv://www.youtube.com/watch?v=Nw9ptl3O95o

sowie

httpv://www.youtube.com/watch?v=bthcYSpefbE

und komme nicht umhin der Meinung zu sein, bei dem explodierenden Objekt handelt es sich um einen Übungsknallkörper (DM = Darstellungsmunition)  der Bundeswehr. Macht – je nach Typ – ganz laut und doll BUMM ist aber ansonsten (abgesehen von Splitter aus Styropor und anderen „weichen“ Materialien) weitgehend harmlos. Wenn man zu dicht dran steht kommt Kollege Tinnitus für ein paar Tage vorbei oder man fängt tatsächlich (was sehr schmerzhaft sein kann und auch zu Verletzungen führen kann) ein paar Splitter der Ummantelung. Aber nichts davon ist wirklich lebensgefährlich.

Hier findet man eine kleine Auswahl von Übungsgranaten beschrieben. Ich gehe mal davon aus, dass die Experten des BKA (oder ermittelt gar der Verfassungsschutz?) mittlerweile anhand der Splitter wissen, um was für einen Explosivkörper es sich handelte. Ich bin leider zu lange „aus dem Geschäft“ um anhand der Rauchentwicklung den Typ des Explosivkörpers zu erkennen. Aber ich bin mir sicher, es war grösser als DM 22, die verursacht weniger Rauch (obschon sie FIES laut ist)

Ich bin mal gespannt, ob genau so wild über die Erkenntnisse berichtet wird, wie die Begriffe „Mordversuch“ und „Splitterbombe“ in die Runde geworfen wurde. Denn ich bin mir SEHR sicher, da war vielmehr Rauch als es tatsächlich „böse“ war.

Nichtsdestotrotz war es mehr als nur eine Dummheit überhaupt Menschen (und sei es auch nur fahrlässig) in Gefahr zu bringen und zu verletzen. Auch Polizisten sind Menschen, manche haben Kinder und Frauen Zuhause, die sich Sorgen machen. Mit Sprengkörpern die man selbst gebastelt hat, kann man sich im Wald selbst verletzen oder das heimatliche Elternhaus  zu einem Swimmingpool machen. Auf Demonstrationen haben die nichts verloren. NOCH befinden wir uns nicht im Bürgerkrieg. Ausserdem lieferten diese Deppen (nicht nur) der Springerpresse wunderbares Material um wieder negativ über regierungskritische Demonstrationen zu berichten.

[UPDATE]

Es liess mir keine Ruhe und so fand ich folgendes Video:

httpv://www.youtube.com/watch?v=NNZpHW6RQ1A

Schaut euch genau die Rauchentwicklung und -menge an. Irgendetwas in dieser Qualitätsklasse dürfte es gewesen sein. Ob nun „offiziell“ bei der Bundeswehr geklaute Munition (Hat noch jemand Munition oder Munitionsteile am Mann?) oder aus Polen oder China importiertes, nicht zugelassene Pyrotechnik ist sekundär.

[UPDATE 2]

Die Berichterstattung wird immer bunter. Die Berliner Morgenpost schreibt:

Die Ermittlungen zu den Tätern gestalten sich schwierig. Das große Problem: Offenbar gibt es keine direkten Augenzeugen von dem Vorfall. Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags.

Es gibt KEINE AUGENZEUGEN? WENN der Explosivkörper ungefähr so gross war, wie ich es mir vorstelle, MUSS es Personen gegeben haben, die ihn haben fliegen sehen. Es muss eine Richtungsangabe und eine ungefähre Entfernung des Werfers vom Detonationspunkt festzumachen sein. So richtig putzig ist folgender Absatz in der Berliner Morgenpost:

Zwei Polizisten waren durch den Sprengsatz verletzt worden. Sie können voraussichtlich am Dienstag das Krankenhaus verlassen, teilte Polizeipräsident Dieter Glietsch am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses mit. Die Beamten hatten schwere Beinverletzungen erlitten als der Sprengsatz neben ihnen auf dem Boden explodiert war. Wenn der Sprengkörper in der Luft detoniert wäre, wäre es nach den Glietschs Worten zu schwersten Verletzungen gekommen. 13 weitere Polizisten erlitten Schnittwunden und Knalltraumata. (Hervorhebungen von mir)

Was denn nun? Zwei Verletzte oder Dreizehn? So GANZ langsam kommt in mir sogar (vor allem aufgrund der Aussage „Keine Augenzeugen“) der Verdacht auf, dass ein ein Superböller von den Einsatzkräften gezündet wurde und die verletzten Polizisten Kollateralschäden sind.

PS: Die Berliner Morgenpost hat NICHTS mit der Hamburger Morgenpost zu tun – die Berliner Morgenpost gehört zum …… Springerkonzern.