Winterreifenpflicht, ein Geldregen für Autoverleiher

Ich brauche – für einen mehrtägigen Ausflug einen Leihwagen. Wer sich den Erwerb und Unterhalt eines eigenen PKW spart, der hat auch ein paar Euro für einen Leihwagen über. Für den Leihwagen ja, aber für Winterreifen?

Ich glaube zu wissen, wer für die Winterreifenpflicht verantwortlich ist: Es sind die Autoverleiher. Ich gebe euch gern ein paar Beispiele, was Winterreifen tageweise(!) als Sonderausstattung eines Leihwagens kosten:

Verleiher          Fahrzeug               Mietpreis               Winterreifen           % Aufpreis
Sixt                     smart fortwo                 52,99                             18,99                           35%
Europcar           VW Polo                          82,80                             17,99                           21%
Starcar              VW Fox                           32,00                               4,99                           15%
Hertz                 VW Polo                          83,30                             15,01                           18%

Ich weiss ja nicht, wie ihr das seht, aber ich finde die Aufschläge schon recht „sportlich, wenn ich ausrechne, was es kosten würde die Fahrzeuge pauschal in der Wintersaison komplett mit Winterreifen laufen zu lassen.

Anmerkung: Alle Angaben heute von den Webseiten der jeweiligen Vermieter erhoben.

Erziehen wir unsere Kinder zu Weicheiern?

Schon die kontroverse Diskussion um die Kritik der Zustände auf der Gorch Fock liess erkennen, dass einige Menschen die jungen Leute von Heute für unbelastbar halten.

Die Frage ist: Wer hat Schuld? Und ich sage: Es sind die verdammten Eltern. Manche Eltern schieben ihren Gören wirklich ALLES mit dem goldenen Löffel in die jeweils zuständige Körperöffnung.

„Das Kind soll es einmal besser haben“

Aber verhätschelte, unsportliche und unselbstständige Menschen haben es nicht besser in dieser Welt. Meine Töchter wissen, dass ich einige Dinge nicht erlaube und für andere Dinge einfach nicht zur Verfügung stehe. Auch diskutiere ich Entscheidungen ungern (bin aber – hoffe ich – lernfähig). Es ist für die „Mädchen“ manchmal uncool oder doof, aber sie verstehen es und kommen gut damit klar.

In unmittelbarer Nähe meines Wohnung ist ein katholisches Gymnasium. Dort treiben sich morgens mehr PKW rum, als auf einem Strassenstrich beim „Tag der offenen Tür“. Es ist unfassbar wie viele Eltern ihre Kinder morgens mit dem (meist grossen) Auto zur Schule fahren. Ich wiederhole nochmal: Es ist ein Gymnasium, man darf davon ausgehen, dass die Schüler durchweg älter als 10 Jahre sind.

Als ich zehn war fuhr ich jeden Morgen 43 Minuten (reine Fahrzeit)  mit dem Bus zur Schule (heute fährt da ein Bus direkt und braucht nur noch 22 Minuten…. *grummel*). Sicher begleitete meine Mutter mich die ersten Male noch, aber schon bald fuhr ich allein. Ich erinnere mich nicht, dass damals überhaupt jemand aus unserer Schule mit dem Auto vorbei gebracht wurde. Sicher, ab und an gab es seltene Ausnahmen. Von der Generation MEINER Eltern will ich gar nicht anfangen, die stapften 10 Km durch Schnee durchs Nachkriegsdeutschland. WENN sie überhaupt zur Schule konnten.

Meine jüngere Tochter stellte vor 2 Jahren fest, dass sie mit dem Fahrrad sogar typischerweise schneller ist, als wenn sie mit dem Bus fährt. Sie fährt bei gutem Wetter mit dem Rad – etwas über 2 Km. Aber doch auf alle Fälle gesünder (für Sie und die Umwelt!)  als mit dem Bus oder gar von Mama gefahren zu werden.

Wir tun keinem etwas Gutes, wenn wir unsere Kinder in Watte packen. Wer früh nicht nur in der Schule, sondern im Leben gelernt hat, der hat es später besser als wir.

Marketing auf der Strasse: Bitte hunger mich aus.

Nicht nur – aber auch – beim Marketing gibt es sinnvolle Investitionen und Ausgaben, für die man lieber direkt verbrannt hätte. Zu den besser nie gemachten Investitionen gehört die grosse Werbung auf dem Firmen-PKW oder -Kleinlaster.

Nach dem Motto:

Dieser Beinaheunfall wurde ihnen präsentiert von Malerbetrieb „Zu dumm zum Autofahren GbR“.

Mal ganz ehrlich: Wer gibt diesen rasenden Wirdsäuen – nachdem er sie auf freier Wildbahn/Strasse gesehen hat noch einen Auftrag? Ist nicht der erste Gedanke: Sorry Du Depp, aber DU bekommst auch dein nächstes Monatsgehalt garantiert ohne mein Zutun.

Letztendlich ist es aber konsequent: Schliesslich gebärden sich auch Wirtschaftslenker und Politiker wie die Wildsäue und genieren sich nicht der Umwelt zu zeigen wie sie erzogen wurden. Ist das unsere Zukunft?