Warum Sascha Lobo quasi zur SPD gehört

Die TAZ schreibt einen Artikel über die erfolglosen Versuche der SPD bei den „jungen und internetaffinen“ Wählern wieder mehr Profil zu zeigen. Die  Geheimwaffe der SPD: Sascha Lobo. Allein die Farbe des Irokesen scheint Hern Lobo ja geradezu zur SPD zugehörig zu kennzeichnen.

Der 34-Jährige wurde doch noch zum erfolgreichen Geschäftsmann und erhielt einen Werbevertrag mit dem Telekommunikationsriesen Vodafone. Dabei übersah Lobo offenbar, dass sich der Konzern für das Internetsperrengesetz ausgesprochen hatte, das Lobo vor allem mit moralischen Argumenten wortreich bekämpft hatte. Entsprechende Kritik gab es aus der Bloggerszene.

Als wäre dies nicht genug, gilt auch die Werbekampagne als gefloppt. Denn die, die Lobo aus dem Netz kennen, finden sie peinlich. Und die anderen erkennen den Typen mit dem roten Iro einfach nicht. Bleibt Lobo also nach diesem erneuten kommerziellen Misserfolg der Rückzug in den Parteiauftrag. Vielleicht gewinnt Lobo ja ein paar Stimmen für die SPD. Oder man geht gemeinsam unter.

Irgendwie tut mir Herr Lobo schon fast leid. Gestern noch ein vom (subjektiven) „Erfolg“ verwöhnt, heute zum glücklosen Maskottchen der SPD herunter gewirtschaftet.

Merke: Ein Grimme Online Award macht weder ein tragfähiges Geschäftskonzept, noch erhöht es den „wir alle lieben dich“-Faktor.

Ich teile die  Einschätzung der TAZ: Hoch geflogen und (subjektiv) tief gestürzt.

Staatsminister und Spitzenkandidat der SPD nimmt Grundgesetzverstösse in Kauf

Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.

dieser Satz kommt nicht etwas von „Irgendjemanden“, der diese Frechheit die ihres Gleichen sucht am Stammtisch rausgehauen hat, sondern von Thomas Jurk, de, Spitzenkandidaten der SPD bei der Landtagswahl, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit und stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen. Da wird also das Grundgesetz mal so eben unbeachtet liegen gelassen und dieser „Herr“ findet es auch noch legitim. Der Zweck heiligt ALLE Mittel. Was kommt als nächstes? „Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen um einen Eierdieb zu fangen, dann nehme ich das in Kauf“?

Sowas hat die Chuzpe sich zur Wahl stellen zu lassen. WIDERLICH!

Quelle Freie Presse

Gegen Gedächnisverlust: Die CDU und die Spendenaffaire

Natürlich geht Politiker ihr Geschwätz – und auch ihre Taten – von gestern nichts an. Aber uns Wählern sollte doch ein wenig daran liegen uns zu erinnern, zu was bestimmte Politiker fähig sind. Ist ja auch eine Frage der persönlichen Motivationen, von Ehrgefühl, Moral und Werteverständnis.

Die Tagesschau bietet da in der Onlineausgabe ein lesenswertes Stück bezüglich der Spendenaffaire der CDU, deren Aufdeckung noch nicht einmal 10 Jahre her ist. Schon vergessen? Ja, dass hofft die CDU auch. Dass nun der Waffenhändler und Geldschieber Karlheinz Schreiber ausgerechnet so kurz vor der Bundestagswahl nach Deutschland ausgeliefert wird und ein SEHR bedauernswertes Timing. Schliesslich wird unser Innenminister Schäuble sicherlich nicht gern daran erinnert, dass er im Zuge der CDU-Affäre vom Partei- und Fraktionsvorsitz zurück getreten ist. Aber das ist schliesslich lange her und so kann man auch ein Ministeramt inne haben, welche letztendlich für Recht und Ordnung im Staat massgeblich zuständig ist. Wahrscheinlich sind auch andere Profiteure von damals noch irgendwo in der Politik in Lohn und Brot. Eines ist sicher: Sie gehören zu 95% der CDU an.