Steinmeier zeigt uns wie scheisse unsere Gesellschaft ist

Frank-Walter Steinmeier hat seiner erkrankten Frau eine Niere gespendet. So weit so gut.

Sollte dieses Verhalten nicht selbstverständlich sein? Sollte es nicht normal sein, für seinen Partner wirklich alles zu geben?

Ich kritisiere nicht den Menschen Steinmeier, sondern vielmehr die Medien und unsere verkommene Gesellschaft, dass die Spende einer Niere unter Eheleuten solch eine Welle auslöst.

Um wie vieles schöner, wäre eine Gesellschaft in der die Frage „Was macht der Steinmeier eigentlich“ mit einem lapidaren „der ist im Krankenhaus und spendet seiner Frau einer Niere“ beantwortet wird und dieses wiederum nur ein „Achso, ich wunderte mich nur – hab ihn seit Tagen nicht gesehen“ hervorruft.

Überlegt euch mal, wie glücklich man sein kann, wenn man durch das Geben eines Körperteils an seinen Partner, sein Leben verlängern oder lebenswerter machen kann. Aber unsere Gesellschaft rechnet nur in Werten die man auf Bankkonten und in Schliessfächern verwahren kann. Schade eigentlich.

Und nebenbei wünsche ich allen derzeit Kranken oder in Behandlung befindlichen Menschen eine gute Besserung.

[Update] Was ist los in diesem Land?

Den Originalbeitrag habe ich KOMPLETT entfernt. Da hat mir anscheinend jemand ein Kuckucksei ins Nest gelegt.

Worum es dabei ging, kann man den Links von rleo entnehmen. Ich wurde per Mail auf ein youtube-video aufmerksam gemacht, welches ein – in meinen Augen – recht guten Song wieder gab. Ich habe ein bisschen (zu wenig!) über den Hintergrund der Band recherchiert und habe somit Werbung für „etwas“ gemacht, was keine Werbung braucht.

Sorry dafür.

Bilfinger Berger kauft hessischen Ministerpräsidenten

Naja, ist nur ein Ex-Ministerpräsident der Roland Koch, aber immerhin. Für 1,5 Millionen Euro soll Bilfinger Berger den „Mann mit guten Kontakten zu öffentlichen Auftraggebern“ einkaufen.

Bilfinger Berger ist das Unternehmen, das in Köln versucht hat die Stadt abzureissen, als es eine U-Bahn bauen sollte. Auch in Niedersachsen machte das Unternehmen schon auf sich aufmerksam, weil es heimlich Autobahnen „kauft“ und sowohl unbenutzbar macht als auch in Grund und Boden wirtschaftet.

Ich unterstelle mal, dass – mit Hilfe von Roland Koch – in Zukunft noch das eine oder andere windige Geschäft gedreht werden wird. die 1.5 Millionen Euro pro Jahr die Koch bekommet, müssen ja auch wieder rein kommen. Ist ja keine Diakonie für altersschwache Politiker, so ein Konzern.

Quelle: Tagesschau