Chromecast – und er kann es doch! Tschüß HDMI-Kabel

Gestern schrieb ich über meine ersten Erfahrungen mit dem Google Chromecast und meinen “Frust”, dass ich nicht alles  was ich auf dem PC habe auf den TV-Schirm senden kann. Hintergrund ist, dass ich bislang mit einem (gefühlt) 100m langen HDMI-Kabel den PC mit dem Fernseher verbunden habe und diese Verbindung teilweise – wahrscheinlich aufgrund der Kabellänge – manchmal Aussetzer hat. Meine Hauptanwendung war also, das verdammte HDMI-Kabel los zu werden.

Heute endlich fand ich des Rätsels Lösung: Wenn man auf dem PC Google-Cast installiert hat, erscheint innerhalb von Chrome – bei den Erweiterungen – eine kleine Schaltfläche mit der man den Chromecast ansteuern kann. Dort werden die Optionen “Dieses Tab übertragen an $Chromecast” und anderes angeboten. Ganz oben Rechts in dieser “Optionsbox” ist noch ein kleiner unscheinbarer Pfeil, mit dem man ein weiteres Menü aufklappen kann. Und genau DORT erhält man die Option “Gesamten Bildschirm übertragen”.  Von diesem Moment an (nach einer Sicherheitsabfrage “Wollen sie das wirklich”) wird sowohl der komplette Bildschirminhalt, als auch der Audioausgang stumpf über Chromecast auf den Fernseher übertragen.

OK, für diese Anwendung ist es erforderlich, dass der PC läuft. Aber dass musste er bei meiner vorherigen Anwendung (HDMI-Kabel) auch. Mit dieser Option ist es nicht nur möglich, auch nicht Chromecast-kompatible Inhalte auf den Fernseher zu übertragen, sondern auch z.B. Powerpoint-Präsentationen, Slideshows (der Dia-Abend des 21sten Jahrhunderts) und was sonst noch so alles dem Anwender ein Plaisir sein könnte.

Und: Diese Option benötigt man nur bei den Anwendungen, welche – noch – nicht von Chromecast unterstützt werden.

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Chromecast – was er kann und was noch nicht (so gut)

Heute kam ich in den Genuss endlich wieder ein neues Gadget zu bekommen: Google Chromecast. Die Installation geht charming von statten:

  • Den Adapter auf einen freien HDMI-Steckplatz des Fernsehers stecken, das mitgelieferte USB-Kabel (Stromversorgung) zum einen an den Chromecast und an den freien USB-Steckplatz des Fernsehers stecken. Sollte der Fernseher keinen (freien) USB-Steckplatz haben, kann man das mitgelieferte USB-Netzteil (leider nur 850mA, somit leider nicht auch für die neuen NEXUS-Geräte nutzbar) nutzen. Wer den kleinen “Dongle” Chromcast (aus Platzgründen) nicht direkt einen HDMI-Steckplatz des Fernsehers stecken kann, nutzt den mitgelieferter “HDMI-Externder”. Welcher aber nur ein paar Zentimeter lang ist und somit NICHT geeignet ist den Chromecast hinter den Fernseher zu legen.
  • Die App Chromecast auf des Android-Device laden um über die Andoid-Applikation den Chromecast konfigurieren.

Das wäre es eigentlich schon, wenn wir denn wirklich nur Multimediacontent vom Smartphone auf den Fernseher streamen wollten. Wer mich kennt, der weiss: Da muss mehr gehen. Denn – wie so manch Anderer – habe ich auch Inhalte auf dem PC, welche ich gern streamen möchte. Bislang tat ich dies mit einem HDMI-Kabel zwischen Rechner und Fernseher, was aber leider bedeutete, dass ich die Finger vom PC lassen musste, wenn meine Frau auf die “PC-Medien” zugreifen wollte. Geht ja mal gar nicht.

Also musste ich mal ein bisschen rumspielen um herauszufinden, wie ich denn nun am besten die Medieninhalte des PC auf den Chromecast bekomme.

Vorweg: Wenn ich im Folgenden von “streamen” spreche, meine ich das antriggern der Wiedergabe. Das Smartphone muss während der Medienwiedergabe weder an, noch im Raum sein. Man kann das Handy sogar komplett ausschalten – der Fernseher bekommt weiter Daten. Das Smartphone ist für Chromecast nichts anderes als eine Fernbedienung. Und noch ein Tipp: Wer einen Amazon Premium Account hat (NEIN, ich will das jetzt nicht diskutieren :-) ) tut gut daran, bei Amazon und nicht im Google-Playstore zu ordern. Auch Kleingeld für den versand ist Geld und Amazon liefert typischerweise schneller. Nun aber ans “Eingemachte”:

 

Eine Zwischenbilanz – zuerst die Kür:

  • Die bekannteste Applikation für das Streamen vom PC zum Chromecast ist wohl Plex. Es gibt eine kostenfreie Serverapplikation für den (Windows-)PC sowie eine Android-App, welche als “Steuergerät” zwischen Server-PC und Chromecast fungiert. Man benötigt für diese “Nur Zuhause”-Lösung NICHT das kostenpflichtige Abo, welches Plex anbietet. Nur die Android-App muss für unter vier Euro erworben werden. Daran soll es doch nicht scheitern. Also zuerst den Server installiert (das sollte sich als weise herausstellen) und diesen schnell konfiguriert. Das ist keine Raketentechnik und ging schnell vonstatten. Daraufhin die App im Playshop erworben und innerhalb weniger Minuten festgestellt, dass der getestete Film leider sowohl “stotterte” als auch nach kurzer Zeit Bild und Ton asynchron lieferte. Also SOFORT den Kauf storniert. Für funktionsfähige Software bin ich gern bereit zu zahlen, stottern kann ich aber selber.
  • Als nächstes spielte ich dann mit dem App MediaThekCast herum. Eigentlich ganz nett. MediaThekCast erlaubt es direkt auf die Mediatheken von arte, ARD, ZDF und 3SAT zuzugreifen um diese Inhalte über den Chromecast auf den Fernseher zu streamen. EIGENTLICH kann mein Fernseher dies sowieso, aber es ist sehr sehr mühsam z.B. die Suche über die Fernbedienung des TVs zu bedienen.
  • Dann endlich beschäftigte ich mich mit LocalCast. LocalCast hat in meinen Augen derzeit das grösste Potential “meine App” zum streamen auf den Chromecast zu werden. Es streamt Daten direkt über SMB oder  DLNA/UPnP. KÖNNTE somit die App meiner Wahl sein. Nur leider werden derzeit noch zu wenig Videoformate unterstützt, so dass ich noch nicht so glücklich damit bin. Aber die letzte Version ist mal gerade 2 Tage alt und man soll dem Programmierer ruhig ein wenig Zeit lassen. LocalCast ist kostenfrei und blendet – auf dem Smartphone – Werbung ein. Diese kann aber für einen frei wählbaren Betrag entfernt werden (ich bitte darum …) LocalCast habe ich schonmal monetär unterstützt – wie gesagt die Software hat in meinen Augen Potential und dann muss man den Programmierer doch mal “motivieren” :)
  • Enttäuschend: Keiner der von mir derzeit genutzten Medienplayer (mit denen ich derzeit auch auf meine PC-Mediastreams zugreife) unterstützt derzeit(!) ChromeCast. Weder der DicePlayer (den ich sehr mag) noch BSPlayer oder MXPlayer  unterstützen ChromeCast. Schmerzhaft war die Feststellung, dass nichtmal der Google Video Player den ChromeCast unterstützt. Shame on YOU Google.

Natürlich gibt es auch noch die Pflicht:

  • Youtube: Nach der Installation von der Chromecast-App erhält die Youtube-App eine neue Schaltfläche, mittels welcher man die Youtube-Inhalte direkt auf den Fernseher streamen kann.
  • Google-Play Musik: Da geht die Party richtig ab. Wer – wie ich – auch das “große Programm” freigeschaltet hat, holt sich damit die fetteste Jukebox auf die Anlage (wenn man seine Anlage an den Fernseher angeschlossen hat ..).

Was fehlt:

Mir fehlt im Moment eigentlich nur die Vollendung dessen, was ich mir derzeit von LocalCast erhoffe: Eine App, mit der ich jegliche Medieninhalte vom PC auf den ChromeCast streamen kann.  Sollte jemand sachdienliche Hinweise zu sinnvollen, nützlichen oder auch nur “lustigen” Apps haben: Immer her damit!

Nachtrag – einen Tag später: Chromecast – und er kann es doch! Tschüß HDMI-Kabel

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Friedrichs Rücktrittsrede – meine Übersetzung

Diese “Rücktritts”rede des ehemaligen Innenministers und nun auch ehemaligen Landwirtschaftsministers ist so wunderbar, die muss ich – einer alten Tradition folgend – schlicht mal übersetzen.

“Grüß Gott, meine sehr verehrten Damen und Herren.

Ich stehe hier und hoffe auf Vergebung, denn als Bayer komme ich nicht umhin Gottes Hilfe zu erbitten.

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich der Frau Bundeskanzlerin heute angeboten habe meinen Rücktritt vom Amt des Bundeslandwirtschaftsministers.

Ich weiss zwar immer nicht was ich falsch gemacht haben soll, Unrechtsbewustsein ist für mich ein Fremdwort – denn ansonsten hätte ich meinen Rücktritt erklärt. So lege ich meine Zukunft in die Hände der Kanzlerin, die wird es schon richten.

Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass ich im Oktober politisch und rechtlich richtig gehandelt habe, als ich den SPD-Vorsitzenden Gabriel informiert habe.

Wie bereits angedeutet: Moral, Anstand, Recht und Gesetz sind für mich nur Floskeln. Ich bin – wie alle Politiker – ein unmoralischer Wendehals, der stets nur bemüht ist die Macht zu erhalten. Diesem Ziel sind jegliche Bedenken zu unterwerfen.

Aber ich sage auch, dass der Druck auf mich in den letzten Stunden so gewachsen ist, dass ich glaube, dass ich die Aufgaben, die zu bewältigen sind, hier in diesem Haus, hier in diesem Bundeslandwirtschaftsministerium, nicht mehr mit der Konzentration, mit der Ruhe, aber auch der politischen Unterstützung, die dafür notwendig ist, ausüben kann.

Diese ganze Geschichte um die NSA habe ich auf einer Backe aussitzen können. Den millionenfachen Geheimnisverrat durch die US-Amerikaner konnte ich als Innenminister problemlos von mir abprallen lassen. Jetzt kommen die Einschläge aber dichter und ich habe das Gefühl, dass meine Kumpels nicht mehr hinter mir stehen.

Und, ich möchte sagen, dass ich mit großer Leidenschaft, mit sehr viel Herzblut dieses Amt hier aufgenommen habe, mir vorgenommen habe, die ländlichen Räume zu stärken. Ich glaube, dass in den ländlichen Räumen die Zukunft unseres Landes liegt, ich habe mir vorgenommen, die Wertschätzung der Bevölkerung für die Arbeit unserer Landwirtschaft zu erhöhen.

Mimimimi, oder wie Mielke es auszudrücken pflegte: “Ich liebe euch doch alle”

Und ich wünsche meiner Nachfolgerin, meinem Nachfolger für diese Aufgabe alles Gute, Gottes Segen, und vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesem Haus, einer tollen Truppe, alles Gute für die Zukunft.

Mein Medienberater hat gesagt, ich soll das so sagen. Zwei Absätze drüber habe ich zwar noch erklärt, dass ich in meinem Ministerium keine Ruhe finde, aber nun wische ich das alles weg und mache ein wenig auf “Guter, wohlwollender Freund”

Und Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sage ich auf Wiedersehen. Ich komme wieder. Vielen Dank.”

I’ll be back. Wenn Schwarzenegger das sagte, muss dass wirken. Dass dies eine Drohung ist, merkt eh kein Schwein.

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smappee – der Energiemonitor. Die Installation

smappee ist ein kleines, smartes Device welches den Stromverbrauch aller Verbraucher ermittelt und es ermöglicht den Gesamtstromverbrauch sowie den Verbrauch der einzelnen Verbraucher mittels einer App (Android und IOS) zu kontrollieren.

Vorab: JA, mir ist bekannt, dass man mit dieser Technologie ganz fies den Nutzer “ausspähen” kann. Aber diesen Aspekt lasse ich an dieser Stelle aussen vor und berichte nur von meinen Erfahrungen.

Ein alter (und guter!) Bekannter mit dem ich damals zu USRobotics- & 3COM-Zeiten schon viel Spaß an technischem Spielkram  hatte, rief mich letzte Woche an und fragte mich, ob ich nicht mal das austesten wolle, was er gerade auf den Markt bringt. Ich hatte ihn “auf dem RADAR” und wusste, dass er bei smappee – einem belgischen Unternehmen – arbeitet, welches  diesen kleinen Energiemonitor herstellt.

Nachdem ich Montag die “Bestellbestätigung” per Mail erhielt, kam heute (2 Tage später) die Lieferung. Lieferumfang:

  • 1x Das Device selbst
  • 1x Netzkabel
  • 3x Anschlußklemmen (Induktion)

Die Installation war für mich sehr einfach. Aber ich gebe zu, Menschen mit zwei linken Händen sollten sich an eine Fachkraft wenden, denn die Installation passiert zwischen Stromzähler und Sicherungskasten. Wer sich mit Strominstallationen nicht auskennt sollte da vorsichtig sein.

Sicherungskasten VOR smappee

Sicherungskasten VOR der smappee Installation

Sicherungskastendeckel ab machen, die drei Induktionsklemmen über die drei Eingangsphasen legen. Kabel ausführen und Deckel wieder drauf. Danach die drei Anschlusskabel der drei Induktionsklammern an das smappee anschliessen und smappee mit Strom versorgen. Hardwareinstallation fertig.

smappee_nachher

Sicherungskasten NACH der Installation von smappee

Nun kommt der Moment der Wahrheit: Die Softwareinstallation. Ich sage nur: Charming! App aus dem Playstore runter laden  und starten. Dann für die Benutzung der App einen Namen und ein Passwort vorgeben und das Wlan-Passwort eintippen. Danach mit dem Handy in die Nähe des smappee gehen, denn das Handy fängt an zu Piepen. Mittels dieses “Piepens” wird die WLAN-Konfiguration akustisch auf das Device übertragen. Coole Idee.

smappee

smappee

Nun sammelt smappee Daten über meinen Stromverbrauch und ich werde mal sehen wie exakt die einzelnen Verbraucher zugewiesen werden (können). Ich soll ja mittels smappee sehen können was jeder Verbraucher im Monat/Jahr so verbraucht und was mich dies kostet. Ich habe schon ein wenig Bammel vor dem Ergebnis und fürchte ich werde technologisch noch umrüsten und mein Verhalten anpassen. Wenn dies dazu führt, dass ich mittel und langfristig sowohl Geld spare als auch etwas gutes für die Umwelt tue – super!

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Zielgerichtetes Verhalten im Gefahrengebiet

Eines vorab: Auch ich bin sehr genervt, von der Art wie dieser Staat unsere Grundrechte scheibchenweise einschränkt und die freiheitlichen Grundrechte der Bürger zu Grabe getragen werden. Aber es hilft ja nichts, wir müssen mit der Situation umgehen. Die Frage ist nur: Wie?

Ich kann den Groll – inbesondere der Personen, die im Gefahrengebiet wohnen/arbeiten oder ihre Freizeit dort verbringen – in Sachen Gefahrengebiet zu 100% nachvollziehen. Die Frage die sich mir stellte: Wie gehe ich als Bürger sinnvoll und zielgerichtet mit der geschaffenen Situation um?

Generell gibt es exakt zwei grundsätzliche Arten sich im Gefahrengebiet zu verhalten: Den kontrollierenden Einsatzkräften seinen Unmut deutlich zu zeigen (was auch zu Pöbeleien und mehr ausarten kann) oder der Situation ruhig und freundlich zu begegnen. Bevor ihr nun denkt “Ich soll freundlich bleiben, während der Staat mich 24 Stunden am Tag nervt”, lest bitte bis zum “bitteren Ende” :)

Was sind die Folgen, wenn ich als Bürger den Einsatzkräften meinen Unmut entgegen schleudere? Abgesehen davon, dass die Einsatzkräfte wahrscheinlich ohnehin schon von Überstunden, dem Wetter und sogar den doofen Vorgesetzten oder privaten Problemen genervt sind, wird eine harsche Reaktion ihr “genervt sein” weiter verstärken.

Trete ich als Bürger aber ruhig und freundlich auf, heuchle vielleicht sogar Verständnis für ihre Situation. Man kann sehr ruhig und sachlich versuchen eine persönliche Ebene einzuziehen: “Bei dem Wetter, Sie Ärmster. Bekommen Sie denn von ihrem Dienstherren wenigsten Heissgetränke zur Verfügung gestellt”. “Wie viele Wochenstunden müssen sie denn diesen – sicher auch für Sie sicher unangenehmen Dienst – ableisten”. Oder halt so ähnlich. Wenn ich nach meinem Ausweis gefragt werde, überreiche ich diesen, ich lasse in meine Taschen schauen (wenn ich dort nicht gerade etwas zu verbergen habe, aber das ist eh eine andere Geschichte).

Im ersten Fall verändere ich die Situation eher grundsätzlich zum schlechteren. Das eingesetzte Personal ist genervt, wird sich im Kollegen- und Bekanntenkreis über “die Schwarzgekleideten” auslassen und der Frustpegel steigt und steigt. Irgendwann wird das jetzt  kontrollierende Personal wieder bei einer Demo eingesetzt und steht dem Personenkreis gegenüber, der ihm in der Gefahrenzone das Leben schwer gemacht hat.

Im zweiten Fall hingegen, besteht eine gewisse Möglichkeit, dass die eingesetzten Kräfte nach der Sinnhaftigkeit des Einsatzes fragen: Der – nach Einsatzbefehl – zu kontrollierende Personenkreis stellt sich als umgänglich und vielleicht sogar nett heraus. Der Job ist vielleicht ein bisschen weniger nervig und vor allem: Wenn die Einsatzkräfte bei der nächsten Demo wieder Spalier stehen, sehen sie sich einem Personenkreis gegenüber mit dem sie auch gute, nette Erfahrungen gemacht haben. Die sind zwar alle schwarz, aber da sind doch auch nette Menschen dabei. Soll man auf diesen Personenkreis wirklich blind einprügeln?

Das Problem “Gefahrengebiet” (und andere) wird man nicht dadurch lösen können, das man die Erfüllungsgehilfen zur “Weissglut” treibt. Den Staat ändert man nur in allerletztes Instanz durch Gewalt. Der Staat wird geändert durch Wahlen (jaja, ich weiss…) und durch aktive Teilnahme an politischen Prozessen.

 

Noch ein Exkurs in Sachen “Umgang mit randalierenden Spinnern”: Wäre unter Umständen nicht sogar der § 34 Rechtfertigender Notstand des StGB anwendbar:

Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden.

Wäre eventuell die Anwendung “unmittelbaren Zwanges” gerechtfertig, um diesen Personenkreis davon abzuhalten der Politik und Verwaltung den Grund dafür zu geben, die Freiheit ALLER Bürger Deutschlands einzuschränken? So in Sachen Kausalkette?

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