Wird Guttenberg König von Mallorca?

Wissenschaftliches arbeiten, zeichnet sich vor allem aus durch: Struktur und Nachvollziehbarkeit. Aber damit sind offensichtlich einige Personen überfordert:

Der Verteidigungsminister a.D. hat sich gegenüber der Universität Bayreuth erklärt. Er habe schlicht die Übersicht verloren, gestand Guttenberg.

Quelle Abendblatt. Ein Mann, der als Verteidigungsminister die Verantwortung für Hunderttausende von Mitarbeitern hatte, ist mit einer „einfachen“ Doktorarbeit derart überfordert, dass er die Übersicht verliert. Ich schätze mal, dass  er sich mit diesem Eingeständnis als derart unvermittelbar diskreditiert hat, dass er bis zum Lebensende keine Anstellung in leitender Position bekommt.

Dieser Guttenberg ist echt eine Wurst – hat aber etwas Gutes: Der Fall beweist, dass man auch als Vollhorst sowohl einen Ministerposten, als auch einen Doktortitel bekommen kann. Das ist, was Napoleon meinte, als er sagte, jeder hätte seinen Marschalstab im Tornister – und sei er auch noch so sehr von der Natur benachteiligt. Blöd nur, dass es so aussehen kann, dass jungen Menschen aus einfachem Hause dieser Weg verstellt ist und man schon aus dem höherem Haus kommen muss, um als Sorgenkind gross raus zu kommen.

Was Guttenberg in Zukunft tun will, ist noch nicht ganz sicher, aber ich habe da – aufgrund folgendes Zitats – einen Verdacht:

Der CSU-Politiker habe erklärt, dass er wegen seiner beruflichen Umorientierung häufig im Ausland unterwegs sei.

Will er am Ende Jürgen Drews um den Job als König von Mallorca bringen? Stil und Auftreten würden doch passen, oder?

Es gibt Freunde, die gönnt man seinen Feinden nicht #Piraten

Ich machte und mache keinen Hehl daraus, dass ich Stefan „Aaron“ König für einen deutlich unsympathischen Menschen halte, der in der Führungsriege einer Partei eine Gefahr darstellt (naja, ein paar Parteien suchen genau SOLCH Menschen).

Aus welchem Holz dieser Mensch tatsächlich geschnitzt ist, zeigt das (seit gestern) ehemalige Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei und formuliert es in einem Blogartikel (das beste und letzte zuerst):

Also Tschüß, Piratenjungs und -deerns – ich wünsche euch ganz viel Glück!

aber:

Der Rückschlag in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die Piraten es nicht geschafft haben, sich auf eine Weise auf neue Themen zu einigen, die die Wähler überzeugt.

schreibt ein Mitglied des Bundesvorstandes. Wer ist denn letztendlich dafür verantwortlich dass die Partei gemeinsam und in die richtige Richtung arbeitet? Ist es der neu eingetretene Jungpirat, oder liegt dies in der Hand der Führungsriege?

Stefan König ist DAS Beispiel für den Schlag Menschen den man typischerweise in den Reihen der BWLer findet die sich gern der FDP anschliessen: Ich hänge mich an das Projekt ran, das gerade boomt und hoffe dass es mich nach oben trägt. Wird es aber schwierig und/oder muss ich wirklich Arbeit in das Projekt investieren, haue ich ab. Menschen halt, die nur schnell zu realisierende  Gewinne mitnehmen (wer jetzt an die Banker denkt, die derzeitig die Probleme darstellen teilt den Gedanken den ich gerade hatte) .

Zumindest hat der „Medienunternehmer und Journalist“ Stefan „Aaron“ König es geschafft, dass sein Name mehrfach in den Medien erwähnt wurde und Bekanntheitsgrad ist heutzutage auch schon bares Geld wert. Diesbezüglich einen herzlichen Glückwunsch. Auch der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn derzeit tritt König als Bundesvorstand zurück – in ein paar Wochen wäre er sehr-sehr sicher eh aus dem Vorstand gekegelt worden. Nun kann er sich selbst als „ungekündigt“ verkaufen. Der Medienunternehmer war an der Stelle nicht dumm.

Und einen DICKEN Glückwunsch an die Piraten, dass sie diesen Menschen los sind. Dieser Austritt wird dem Bundesparteitag der Piraten sehr viel Zeit und kontroverse Gespräche sparen, die nun sinnvoller genutzt werden können.

Ein guter Tag für die Piraten.

Aaron König erklärt den Ausstieg aus Web 2.0

Nachdem ich von Konna zum Nachdenken angeregt wurde, was einen Blogger eigentlich ausmacht (Der Unterschied zwischen Bloggern und Meinungshabern), muss ich heute von Aaron König in seinem Blog folgende Stellungnahme lesen:

ich bitte um Verständnis, dass ich leider nicht die Zeit habe, auf jeden einzelnen Kommentar hier zu antworten und auch nicht an Diskussionen teilzunehmen. Dies ist ein Blog, in dem ich Artikel schreibe, aber kein von mir betriebenes Diskussionsforum, dessen Betreuung kann und möchte ich nicht leisten. Meiner Erfahrung nach sind Diskussionen in elektronischen Schriftmedien allerdings ohnehin nicht besonders ergiebig.

Dies ist ein Ausstieg aus Web 2.0, denn Aaron (bürgerlich Stefan) König entzieht sich letztendlich der Diskussion mit den Diskutanten und wirft ihnen schlicht seine Meinung um die Ohren OHNE auf etwaige Kritiken und Meinungsanstösse einzugehen. Warum auch – besteht doch die Gefahr sich im Zweifelsfall rechtfertigen zu müssen. Aber ist nicht genau DAS diese kleine Detail von dem Web 2.0 lebt?

Deutlich kniffliger wird diese Angelegenheit, wenn man sich vor Augen führt, dass Stefan „Aaron“ König Vorstandsmitglied der Piratenpartei Deutschland ist. Und gerade an dieser Position sollte man doch dankbar sein, wenn man mit seinen Lesern seine eigenen Ansichten abklopfen und messen kann. Ich stelle teilweise kühne Thesen auf und bin jederzeit (Ausnahmen 00:00 bis 08:00) bereit diese auch kontrovers zu diskutieren. Aber ein Herr König (Nomen est Omen?) hat ein solches nicht nötig. Eine armselige Einstellung für einen Vorstand der Piraten, der Partei die doch gerade dadurch glänzen will die Bodenhaftung nicht zu verlieren. #Aaron #Fail

Das ich an anderen Stellen mit Aarons Meinung teilweise deutlich kollidiere – geschenkt. Das fällt meist unter Meinungsfreiheit. Aber was zu viel ist ist einfach zu viel: Der Mann ist in meinen Augen UNHALTBAR! Der soll sich seine mediale Aufmerksamkeit woanders schnorren gehen.