Ich muss mich bei Kristina Schröder entschuldigen

Ich unterstellte unserer Familienministerin mangelnde Amtsführung und ungenügendes Fachwissen. Ich möchte revidieren. Die Familienministerin muss sparen – wie in allen Ressorts gespart werden muss.

Ich erkläre hiermit: Entgegen meiner vorherigen Aussage ist Frau Kristina Schröder eine sehr weitsichtige und weise Ministerin, die alles darauf anlegt die Bevölkerungsstruktur der Bundesrepublik Deutschland deren Bedürfnissen jetzt und in Zukunft anzupassen.

Die Familienministerin Kristina Schröder bemüht sich über Gebühr, das sogenannte Prekariat auszudünnen. Flankiert von den Bemühungen der CDU, jeden Arztbesuch mit einer Praxisgebühr zu bestrafen, sehe ich voller Zuversicht den Kostenfaktor Arbeitslose aussterben. Im dritten Reich wurde perverser Weise mit Sterilisation und Kastration gearbeitet, so etwas ist heute dankenswerter Weise nicht mehr möglich. Heute wird human der Hungertod gesetzlich angeordnet.

[Update]Das BKA erklärt, wie es eigene Statistiken verfälscht

Laut BKA-Pressemitteilung weist das BKA die Medienschelte an den mangelnden Erfolgen in Sachen Löschung von Kinderpornografie zurück. Hiess es noch gestern Seitens des BKA es würden nur 40% der betreffenden Webseiten gesperrt werden könne, heisst es heute:

Danach waren – bezogen auf den Betrachtungszeitraum Januar bis Juni 2010 – durchschnittlich 40 Prozent der dem Ausland mitgeteilten Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten nach einem Zeitraum von einer Woche immer noch abrufbar. Bezogen auf die jeweiligen Einzelmonate bewegten sich die Werte im Schwankungsbereich 14 Prozent (Januar) bis 70 Prozent (März).

woraus sich ergibt, dass aktuell nicht 40% sondern 70% der Löschversuche erfolgreich sind. Warum aber ist der BKA-Chef Zierke mit der Zahl 40% an die Öffentlichkeit gegangen? Doch wohl nicht um bewusst zu manipulieren und damit den „gefühlten“ Bedarf für Internetsperren zu erhöhen. DAS würde Zierke gewiss niemals tun, denn wenn er das täte wäre er ja ein Betrüger. Und BKA-Chefs sind ausserordentlich integre Menschen!

Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

[Update]

Es ist mit SAUpeinlich, aber PeterM hat mit seinem untenstehenden Kommentar natürlich recht. Ich habe zu schnell gelesen, was ich lesen wollte. Sorry dafür. Erst wollte ich den Beitrag einfach stumpf löschen, wurde dann an die Ruhrbarone erinnert und lasse meinen Mist lieber stehen – auch als Warnung für mich.

Sorry. *Verbeugung*

Geldautomaten und Bankkaufleute

Es ist ja nicht so, dass alle Bankkaufleute verbrecherische Aktienbetrüger wären. Manche sind eigentlich recht nett und nützlich. Allerdings sterben sie so langsam aus – zumindest diejenigen die uns früher am Schalter das Geld auszahlten. Geldautomaten waren preiswerter als Gehalt fordernde Angestellte, die auch noch Urlaubsansprüche hatten und krank wurden. Vor ca. 18 Jahren stand ich in Schleswig (einer Kleinstadt in Schleswig Holstein) an einem Banktresen und bat den „Diensthabenden“ Bankkaufmann um die Bearbeitung einer Auszahlung. Antwort:“ Ich möge doch bitte meine EC-Karte nehmen und den Geldautomat benutzen.“ Er hatte Anweisung die Kunden auf den Geldautomat hinzuweisen und die „manuelle“ Auszahlung abzulehnen. Indirekt sägte er an seiner eigenen Planstelle.

Heute – ca. 18 Jahre später – fragt sich der Bürger ob man denn überhaupt noch Geldautomaten nutzen darf. Zu groß ist die Gefahr an einen manipulierten Geldautomaten zu geraten:

m ersten Halbjahr 2010 kam es in Deutschland zu einem massiven Anstieg der Manipulationen von Geldautomaten zum Zweck der Erlangung von Kartendaten (Magnetstreifendaten) und Geheimzahl, dem so genannten Skimming.

Von Januar bis Juni 2010 wurden 1.927 Attacken, verteilt auf 1.073 Geldautomaten, registriert. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 wurden damit bereits nahezu die Fallzahlen des gesamten Vorjahres erreicht. Im Jahr 2009 wurden in Deutschland insgesamt 2.058 entsprechende Attacken registriert.

(Quelle: Pressemitteilung des BKA) Da fragt man sich doch unwillkürlich, was unterm Strich volkswirtschaftlich billiger ist: Den Kunden am Tresen und Schalter zu bedienen oder ganze Herscharen von Polizisten zu zahlen UND die verloren gegangenen Beträge auszugleichen.

Aber ich bin mir sicher: Die Banken sparen, sonst wären die Geldautomaten abgeschafft oder sicherer. Und was den Staat die Strafverfolgung (und im Unterbringung der Straftäter in Vollzugsanstalten) kostet, das kann den banken ja egal sein.