ich – Ich – ICH …… nee doch nicht

Der Fall Mitarbeiterüberwachung bei der Deutschan Bahn AG und das Verhältnis den Chefs Mehdorn bringen noch einen ganz anderen Aspekt ans Licht.

Bei einem „Managertraining“ wurde mir beigebracht, dass die einzig richtige Antwort auf die Frage „Warum wird das so gemacht, wie SIE es wollen“ lautet:“Weil ich die Verantwortung dafür zu tragen habe“. Dieser Satz hat sich bei mir eingeprägt, weil er eine der wenigen Antworten ist, die jedweder Diskussion aus dem Wege gehen.

Auch lassen sich Vorgesetzte ja nur allzu gern feiern, für all ihre überragenden Fähigkeiten, durch welche sie in den Genuss der leistungsbezogenen (Oh Gott, wie sehr ich dieses Wort liebe) Gehälter kommen. Wenn aber dann irgendwas schief läuft, die Kacke am dampfen ist oder der gesellschaftliche Unmut dem Unternehmen/dem Manager entgegenschlägt, dann gibt es da auch nur eine richtige Antwort:

Bahnchef Hartmut Mehdorn hat nach eigenen Angaben nichts von der stillschweigenden Überprüfung von 173.000 Mitarbeitern der Deutschen Bahn durch die Detektei Networks Deutschland GmbH gewusst. „Ich persönlich wusste das nicht“, sagte Mehdorn in Berlin.

(Quelle Tagesschau). Das ist so ungefähr, wie man es (ich kenne es nur als Gag) von den Eltern kennt: DEIN Kind hat die Vase umgeschmissen – MEIN Kind hat gute Zensuren. Sorry Herr Mehrdorn, SIE sind der Chef – SIE tragen die Verantwortung. Frage an diejenigen in leitenden Positionen: Was gehört zwingend zu dem deligieren? Nanananananana? Genau: Kontrolle! Und das hat nichts mit Misstrauen zu tun, eher mit „Cover your ass“.

Die Älteren unter euch kennen vielleicht noch Peggy March, die 1973 folgende Zeilen sang:

Und dann will es keiner gewesen sein
und keiner hat’s geseh’n.
Ja
dann will es keiner gewesen sein
und keiner will’s gesteh’n.

Der Beweis: Bahnmanager Mehdorn schwebt in hoeheren Sphaeren

In der Affäre um die Überprüfung der Daten zehntausender Mitarbeiter der Deutschen Bahn hat der Konzern die Staatsanwaltschaft Berlin eingeschaltet. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sagte in Berlin, er erhoffe sich davon „eine Versachlichung der Debatte und eine Besinnung auf die Fakten“. Derzeit seien viele „Diskussionsbeiträge durch eine unverantwortliche Skandalisierung geprägt“. Dem solle durch das Einschalten der Staatsanwaltschaft „der Boden entzogen“ werden.

beginnt die Tagesschau einen Bericht über den S-K-A-N-D-A-L (ÜBERWACHUNGSSKANDAL!!) bei der Bahn. Wie weit weg vom Boden der rechtstaatlichen Grundordnung muss ein Mann sein – wie wenig Restanstand mag sein Denken, Handeln und Entscheiden beeinflussen, wenn er so vehement die skandalträchtigkeit der Vorgänge innerhalb der Bahn bestreitet. Wenn die Bahn AG 173.000 ihrer rund 240.000 Mitarbeiter überwachen lässt. Hat die Stasi eine ähnliche Durchdringung realisieren können? Aber Mehdron – in seiner ureigenen Welsicht führt weiter aus:

Der Datenabgleich sei nach Ansicht der Bahn rechtlich nicht zu beanstanden, bekräftigte Mehdorn. Dies sei Praxis in vielen Unternehmen und werde von Wirtschaftsprüfern und Staatsanwälten ausdrücklich empfohlen.

Was Mehdorn aber vergisst (und ein Staatsanwalt wird dieses kleine aber wichtige Detail gewiss nicht unter den Tisch fallen lassen) ist, dass der Betriebsrat diesem zustimmen muss und das überwachte Mitarbeiter über diese Überwachung informiert werden müssen. All das weiss der Mehdorn nicht? Dann ist er zu dumm um diese, seine Position zu besetzen. Oder aber er spricht wissentlich nur Halbe Wahrheiten aus – das ist manipulativ und andere sollen beurteilen, ob es eine Lüge ist.

Laut FAZ nötigte Mehdorn durch diese Aussagen auch den Kommentar anderer Unternehmer:

Andere große deutsche Konzerne verwahrten sich am Freitag gegen den Eindruck, das Vorgehen der Bahn sei gängige Praxis.

Hat der eigentlich noch echte Freunde, oder braucht der so viel gehalt, weil er sich auch seine Freunde kaufen muss?

Da sieht man mal, zu was zu wenig Parteispenden führen koennen

Eine mögliche Staatshilfe für Schaeffler wird für die Große Koalition allmählich zum Zankapfel. Während die CDU sich dem Vorschlag gegenüber offen zeigt, lehnt die SPD eine solche Unterstützung strikt ab – und die CSU wettert gegen eine allzu schnelle Vorverurteilung.

(Quelle Spiegel) Da kann man mal sehen, was passiert wenn eine Milliardärin wie Maria-Elisabeth Schaeffler die Parteispenden nicht absolut gleichmässig unter allen beteiligten Parteien aufteilt. Oder hat Frau Schaeffler nicht parteigespendet und CDU und CSU sind nicht monetär motiviert?

Man weiss es nicht, aber in der heutigen Zeit kann man schon auf seltsame Gedanken kommen….

Aber eines weiss man: Wenn die Politik nicht mit Geld hilft, dann hat die Politik schuld:

Bei der möglichen Hilfe an Schaeffler und Conti gehe es um 70.000 Arbeitsplätze in Deutschland

Und das ist NIEMALS-NICHT schuld von Schaeffler, die sich bei der Conti-Übernahme verhoben hat! Dann ist die böse SPD schuld, die sich dagegen wehrt, der expansionssüchtigen Milliardärin noch ein paar Milliarden in den Popo zu blasen! Jawoll!