Einfach mal den Schnabel halten

Günther (Freiherr von) Gravenreuth ist ja nun in der EDV-Szene ein nicht wirklich unbeschriebenes Blatt mit einer sehr langen und vor allem bunten Geschichte. Während die einen ihm (und vor allem der kontroversen Diskussion – Traffik ist alles) eine Plattform geben (Gulli), geht Udo Vetter (Law-Blog) einen gänzlich anderen Weg. Er möchte die kontrovers, auch oft emotional angeheizte Diskussion vermeiden und bittet Gravenreuth schlicht sein Blog zu meiden, da dieser ihm schlicht Arbeit und nicht zuletzt auch Ärger bereitet. Nicht zuletzt, da Gravenreuth (mal wieder) unterschwellig mit einer einstweiligen Verfügung droht, sollte Udo Kommentare in seinem Blog nicht löschen. Das Dumme ist nur, dass Günni Gravenreuth durch seine eigenen Kommentare im Law-Blog erst bissige Antworten und Reaktionen auf seine Anwesenheit provoziert. Diese Erkenntnis, dass Anwesenheit Reaktionen provoziert, scheint aber noch nicht bis zu Günni vorgedrungen zu sein.

Einfach mal in Deckung bleiben, denn wenn man eine Vorgeschichte wie Gravenreuth hat, passen Dünnhäutigkeit UND Profilierungsgehabe schlecht zusammen.

Warum kann sich die Telekom soviele Datenpannen erlauben?

Kein Ermittlungssausschuss, keine grossangelegte Aktion des Bundeskriminalamtes oder ähnliches, trotz des „unseren wochentlichen Datenskandal gib und heute“ des ehemaligen Staatsunternehmens?

Kann es damit zu tun haben, dass der Bund ein Grossaktionär dieser Schmierenkomödienbude ist?

Jedes Mittelständische Unternehmen wäre schon lange handlungsunfähig, da sich in den Geschäftsräumen mehr Ermittlungsbeamte aufhalten würden, als beim Jahrestreffen der GdP anwesend sind. Aber die Telekom macht weiter und Herr Obermann hat mittlerweile einen Textbaustein mit „Entschuldigen Sie bitte die Datenpanne“ entworfen, die allwöchentlich an einen zweistelligen Prozentsatz der Kunden geschickt wird.

Oder steckt am Ende der Foebud dahinter, die den Obermann geschmiert hat, damit er ihnen Munition gegen die Vorratsdatenspeicherung gibt? Padeluun ist kreativ, aber so weit würde er gewiss nicht gehen….

Kriegsgewinnler der Bankenkrise und wie man mit ihnen umgehen sollte

Die Citigroup setzt derzeit neue Akzente, was Raffgier angeht. Da bietet sie für den ankauf der bankrotten Wachovia die Summe von 2,2 Milliarden US-$. Das ist nicht gerade viel, wenn man sieht, was gerade in die Hypo Real Estate gepumpt wird. Was für ein Schnäppchen Citigroup machen wollte, wird deutlich wenn man nun erfährt, dass Citigroup nun gegen Wachovia und Wells Fargo (welche mit 15 Milliarden US-$ ein deutlich höheres Gebot für Wachovia abgab und den Zuschlag erhielt) vor dem Obersten Gericht des Staates New York klagt. Der – in meinen Augen – absolute Hammer ist, dass Citicorp eine Entschädigung von 20 Milliarden sowie 40 Milliarden Bussgeld fordert. Wenn es nach mir gehen würde, müsste man diesen Versuch der Leichenfledderei durch Citigroup durch das gute alte Teeren und Federn der Citigroup-Vorstände ahnden. wie kann es angehen, dass ein Bankinstitut in dieser Zeit der Bankenkrise versucht wie eine Hyäne über andere Bankern herzufallen nur um noch mehr Rendite zu machen, oder eben stumpf Kriegsgewinn einzustreichen. Banken halt. (Quelle: SPON)

Island geht (Quelle Tagesschau) einen richtigen Weg: Dort wird die marode Bankenlandschaft unter staatliche Kontrolle gestellt. Das Finanzministerium darf bis zu 20% der isländischen Banken übernehmen und hat damit ein direktes Mitsprache und Einsichtsrecht. Zwar ist der Kurs der islandischen Währung nach Bekanntgabe dieser (für Aktienroulette spielende Anleger unpopuläre) Massnahme um 30% gesunken, aber ich denke, dass dieser Weg langfristig sowohl für mehr Stabiliät, als auch für Rückfluss der Investitionen sowie mehr Kontrolle und Transparenz in diesem sensiblen Bereich sorgen wird.