Wehe Du bist schuldlos

In unserem Staat darf man alles tun: Steuern hinterziehen, Rechtes Gedankengut verbreiten, Mitarbeiter überwachen oder als Polizist harmlose Demonstranten verprügeln. All das wird keine Restriktionen nach sich ziehen.

Aber WEHE Du bist schuldlos, dann bist Du dran!

Diese Geschichte könnte kaum absurder sein: Ermittler filzen die Wohnung eines Berliner Autonomen und beschlagnahmen seine Handys. Zu Unrecht, stellt der Bundesgerichtshof fest. Der Mann verlangt eine Entschädigung – und geht leer aus. Einen Ausgleich gibt es nämlich nur bei rechtmäßigen Razzien.

schreibt der Spiegel in einer Story, die man eher als verkehrte Welt Geschichte aus dem Hirn eines drogenverseuchten Schriftstellers erwarten würde, denn als Realsatire aus der Bananenrepublik Deutschland.

Kurz:

Denn in dem Brief stand: Weil der Bundesgerichtshof entschieden habe, dass die von der Bundesanwaltschaft beantragte Durchsuchung seiner Wohnung rechtswidrig war, sei der Antrag auf Entschädigung abgelehnt. „Eine Entschädigungspflicht“ bestehe nur „für Schäden, die durch rechtmäßig vollzogene vorläufige Strafverfolgungsmaßnamen entstanden sind“.

Der Staat kommt also nur für Kosten auf, wenn er alles richtig gemacht hat. Sollte der Polizei- und Überwachungsstaat komplett durchdrehen, so darf er dieses straflos tun?

OK, wollen wir mal nicht so sein. Deckt sich ja mit unser aller Erfahrung, dass die Verfahren gegen Prügelpolizisten auch eingestellt werden. Der Staat darf das. Aber WEHE Du spukst ein Kaugummi auf den Fußweg – dann gibt es auf die Fresse!

Experten und Anzugträger

Die FAZ schreibt:

Computerexperten galten lange als eine Berufsgruppe mit schlechtem Kleidungsstil; als Nerds in Jeans, T-Shirt und Birkenstock-Sandalen. Zumindest in Europa hat sich das radikal geändert.

und ich bekomme einen Shrek (Wortwitz haha). Laufen die Nerd in Deutschland tatsächlich in Anzügen rum? Gerade letzte Woche umgab ich mich mit über 30 ausgesprochenen IT-Experten und mir fiel nur auf, dass alle (bis auf Elmi…..) schwarz trugen. Jeans, T-Shirt (am besten mit Message) und fertig. Wo also hat die FAZ den Blödsinn mit dem Anzug her? Lesen wir mal weiter

Generell müsse ein Manager wie ein Manager aussehen, sagte Martin Jetter, der stets gut gekleidete Deutschland-Chef von IBM, am Rande der vergangenen Cebit-Computermesse in Hannover. Während in den operativ arbeitenden IT-Abteilungen auch in Europa Bluejeans und T-Shirt als Arbeitsbekleidung gang und gäbe sind,

Achsooooo. Es geht vorrangig um die BWLer, die am Kopf der IT-Abteilung stehen und sich darum kümmern, dass die Ergebnisse nicht mehr erstklassig, sondern billig sind.

Seit nunmehr 20 Jahren übernehmen die BWLer das Sagen im Bereich IT & Entwicklung. Es geht nicht mehr um leistungsfähige und stabile Produkte sondern ausschliesslich um Erträge. Und diejenigen, die ausschliesslich um Erträge bemüht sind, tragen schon immer Anzüge. Allein schon als Warnzeichen. Ob als Leiter der IT-Abteilung oder als Banker. Wer aber Sachverstand besitzt, kann auch in Badehose zum Kunden gehen und wird empfangen. Nur Halbwissen muss hinter einer Krawatte versteckt werden.

Achtet mal drauf: IT-Leiter in Jeans wissen worum es geht. IT-Leiter im Anzug sind meist für einen Facepalm gut.

Mail von der E-Post – EINMAL mit Profis arbeiten

Es gibt Mails, die sind einfach zu bemerkenswert um diese der Nachwelt – und euch – vorzuenthalten. Ich bin zwar kein Teilnehmer des E-Post-Dienstes, aber da dieses Unternehmens auch mein Blog nutzt, um seine Kundeninformationen breit unter die potentielle Kundschaft zu bekommen, hat man halt eine Kommunikationsschnittstelle.

Sehr geehrter Herr Köpke,

wir haben vor mehreren Minuten einen Kommentar auf

E-Post – Marketing auf allen Kanälen


gepostet, dieser wird aber bis jetzt nicht angezeigt. In der
Zwischenzeit haben bereits andere User gepostet. Müssen wir davon ausgehen, dass es sich hierbei um kein technisches Problem handelt? Haben Sie zu unserem Kommentar Bedenken und möchten diesen deswegen nicht veröffentlichen?

Mit freundlichen Grüßen

Das Serviceteam E-POSTBRIEF

Was war passiert? Schaut euch den Kommentar an und ihr kommt GANZ gewiss selbst drauf: Die E-Post-Fachleute haben einen Link in den Kommentar reingepackt. Und was macht jedes gepflegte Blog, wenn nicht registrierte User Links posten? Rischtisch: Der Kommentar landet in der Moderation.

Wer aber vom Medium EMail/E-Post keine Ahnung hat, von dem kann man (nachweislich) nicht erwarten, dass er die Details im Web 2.0 kennt. Da wird man schon mal hibbelig, wenn der geschriebene Kommentar nicht SOFORT veröffentlicht wird. Was wohl passiert, wenn für jeden innerdeutschen Brief, der nicht nach 2 Tagen beim Empfänger ist, sofort eine Nachforschung angestubst wird.

Sollte mir jeder Kommentarschreiber, dessen Kommentar in der Moderation landet eine Mail schicken, würde ich entweder nicht mehr zum bloggen kommen oder ich müsste das Medium Mail ignorieren.

EINMAL mit Profis arbeiten, oder wie Hacko sagt: Das Arbeitsamt schickt einem auch nur noch …. (nee, das wäre nun beleidigend 🙂 )