E-Post – Marketing auf allen Kanälen

Ich wüsste nur zu gern, welchen Etat die Post in Sachen Marketing für das Produkt E-Post veranschlagt hat und gerade verbrennt investiert.

Nicht genug, dass die Pixelpark AG aus Berlin anscheinend massiv versucht Blogger zu beeinflussen um ein positives Bild in der Blogger-Szene zu erstellen. Seit kurzem sind nun auch Angestellte der Post (zumindest gibt sich z.B. Amir Khanzadeh als „vom Serviceteam E-POSTBRIEF“ aus) dabei mit Kommentaren in Blogs und Foren das Bild in der Öffentlichkeit zu beeinflussen.

Was hätte aus der E-Post werden können, wenn man das Kapital welches man jetzt zur Schadensbegrenzung und -minimierung ausgibt, gleich in Produktentwicklung gesteckt hätte. Oder anders: Was hätten die Kunden der Brief- und Paketpost an Zustellgebühren sparen können, wenn man von vorn herein – mittels Marktforschung – festgestellt hätte, dass dieses Produkt ein Totgeburt ist.

DE-Mail von Telekom und anderen (inkl. Regierungsbeteiligung), bietet das gleiche Grundgerüst, ist ausgereifter und hätte vielleicht mit einem ADD-ON der Briefzustellung (als externe Dienstleistung der Post AG) aufgewertet werden können.

Jetzt allerdings wirft die Post weiterhin Geld aus dem Fenster, um ein weitestgehend unausgegorenes Produkt künstlich am Leben zu erhalten. An der Stelle befindet sich die Post AG im Schulterschluss mit den Holzmedien, die ebenfalls nicht den blassesten Schimmer haben, wie sie ihr veraltetes Kerngeschäft irgendwie in das neue Zeitalter transportieren können.

17 Gedanken zu „E-Post – Marketing auf allen Kanälen

    • Hallo Serviceteam,

      das ist kein Service, im Gegenteil: das grenzt schon an Spammen. Wiederholt den gleichen Eintrag abzuliefern, der keinerlei Nutzwert besitzt, außer auf eine Werbebroschüre zu verlinken, in der auch nichts anderes steht als „wir machen jetzt auch unaufgefordert in Blogs und ‚Social Media‘ Werbung“…

      Im Ernst: lassen Sie es. Sie ruinieren Ihren sowieso schon arg lädierten Ruf dadurch nur noch mehr.

  1. Sind zwar immer nur noch 80 Millionen (72 Millionen für print und medien, 8 Millionen für Internet), aber das Geld fließt ja nur für die e-Brief Kampagne an Jung von Matt. Was die Post AG sonst noch ausgibt, weiß ich nicht, aber der Verein hat mit einem permanent schlechten Image zu kämpfen (lässt sich sicher beheben, wenn man seine Briefträger besser bezahlt). Ich vergleiche den gelben Riesen gerne mit einer – in Auflösung begriffenen – Armee: Überforderte Soldaten, inkompetente Offiziere, planlose Generäle und ein größenwahnsinniger Feldherr.

    Für 80 Millionen kann man ne Menge Briefe verschicken, oder unserer Briefträgerin das Gehalt für die nächsten 3700 Jahre bezahlen…

    • @Serviceteam E-POSTBRIEF:

      Was machen Sie denn hier, wenn es kein Marketing ist? Service? Service meldet sich, wenn er gerufen wird. Marketing arbeitet proaktiv um z.B den Ruf eines Unternehmens oder Produktes zu verbessern, Bedürfnisse zu erwecken, die Cooperate Identity zu verbreiten oder ähnliches.

      Ich wäre eventuell gesprächsbereit, wenn es darum geht Ihre steten Kommentare als kommerziell einzustufen um diese dann komplett aus dem Blog zu löschen, da dieses Blog 100% kommerzfrei betrieben wird.

      Habt ihr mit den 80 Millionen die ihr im Marketing verbrennt nichts besseres zu tun, als ausgerechnet hier rumzulümmeln? 🙂

    • Zahlen Jung von Matt und die Post AG so gut, daß es sich lohnt, samstags abends einsam und allein, erheitert durch Hansi Hinterseers Volksweisen, in einem Bonner oder Berliner Hochhaus zu sitzen und blogs zu lesen?
      Hat mich meine Briefträgerin zu ihrem kargen Verdienst belogen?

  2. Nachtrag – was ist eigentlich Marketing:

    „Marketing ist die konzeptionelle, bewusst marktorientierte Unternehmensführung, die sämtliche Unternehmensaktivitäten an den Bedürfnissen gegenwärtiger und potentieller Kunden ausrichtet, um die Unternehmensziele zu erreichen.“ (Quelle Wikipedia)

    Ja, in diesem Blog kann die Post AG, Abteilung E-Post tatsächlich eine Menge lernen. Aber irgendwann muss ich euch wirklich mal eine Rechnung für all diese Beratungsdienstleistungen schicken.

  3. Pingback: Mail von der E-Post – EINMAL mit Profis arbeiten | Reizzentrum

  4. Pingback: Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

  5. Eigentlich ist es traurig. In weiter Zukunft kämpft ein Konzern ums Überleben. Was wird in Zukunft schlimmer, die Preise für Brief- und Paketbeförderungen, oder die Auswirkungen auf Sozialleistungen durch staatliche Subventionen für den gelben Riesen?

    Wollen wir mal hoffen, dass sich alles zum Guten wendet 🙂

  6. DE-Mail von Telekom und anderen (inkl. Regierungsbeteiligung), bietet das gleiche Grundgerüst, ist ausgereifter und hätte vielleicht mit einem ADD-ON der Briefzustellung (als externe Dienstleistung der Post AG) aufgewertet werden können.

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