Die Daten sind sicher, ich pass auf, der Scheck ist in der Post

Alles sind Lügen – in dem Moment wo sie als Aussage formuliert wurden sind sie unwahr.

Die Verwaltung der schleswig-holsteinischen Stadt Glücksburg hat offenbar unwissend vertrauliche Datensätze verhökert: Steuerbescheide, Dokumente zu Vergabeverfahren, Sitzungsprotokolle aus mehreren Jahren – all das gelangte am Rande eines Flohmarkts in fremde Hände.

30 Euro wollte Backen für die Speicher hinblättern. Was er seinen Angaben zufolge nicht wusste: Er kaufte damit die kompletten Datensätze der Stadt Glücksburg, mindestens aus den Jahren 2004 und 2005.

Die Daten waren offenbar nicht gesichert oder verschlüsselt. Denn in Glücksburg nutzte die Verwaltung lange Zeit die veralteten Betriebssysteme Windows NT und Windows 95 – eine ausreichende Sicherung der Dokumente war damit nicht möglich, so Weichert.

Quelle: NDR. So grosse Hände und Gesichter gibt es gar nicht für diesen Facepalm-Deluxe. Und Menschen, die SO mit unseren und ihren eigenen Daten umgehen, wollen von mir verlangen, dass ich ihnen pauschal alle meine Datensätze, inkl. genetischen Fingerabdruck, zur Verfügung stelle? Die haben doch wohl echt nicht mehr alle Latten am Zaun.

Unsere Politiker und das Zahlenverständnis

Ja, es ist wirklich kein Wunder, dass sich unser Staat immer weiter verschuldet und die Wirtschaft den Staat als Selbstbedienungladen ansieht.

httpv://www.youtube.com/watch?v=x18vfsuGnm8

Wenn der CSU-Vorsitzende, Bayrische Ministerpräsident und Ex-Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz  Horst Seehofer nichtmal in der lage ist fehlerfrei und spontan eine siebenstellige Zahl von einem Blatt Papier abzulesen

Wenn der wenigstens besoffen klingen würde – aber der ist anscheinend selbst nüchtern ein absoluter Dilettant im Umgang mit Zahlen. Kein Wunder, dass die Bayrische Landesbank Milliarden versenken konnte.

Und wir wählen die!

Wird Zensursula das Verfassungsgericht ignorieren?

Ach stelle ich mir das lustig vor, wenn die Mutterkreuz tragende Ministerin sich schuldig macht, Anordnungen des Bundesverfassungsgerichts zu ignorieren.

Bis 01.01.2011 (hier stand erst 2010 – Asche auf mein Haupt) muss der Hatz-IV-Satz – der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes entsprechend – angepasst sein. Leider sieht es so aus, als wenn die Taktik der Ministerin „Wir schieben das auf bis ganz knapp vor Abgabetermin, dann müssen alle mitziehen“ in die Hose geht.

„Gibt es im Bundesrat dafür keine Mehrheit, müssen wir die in unserer Software bereits programmierte Erhöhung wieder stoppen“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit. (FTD)

Tja, wie brüllte mein ehemaliger Freund Frimp so gern „So kann ich nicht arbeiten„. Das die Arbeiten der Ministerin auch Auswirkungen auf abhängige Bereiche haben, scheint sie geflissentlich zu ignorieren. Als Projektplanerin ist diese Ministerin – nicht erst seit heute – leider als unfähig zu bezeichnen.