Warum es schlau ist, die Krankenkassenbeiträge nicht zu senken

Die Konjunktur zieht an – und der Gesundheitsfonds verbucht ein sattes Plus. Der SPD-Politiker Lauterbach fordert jetzt eine schnelle Senkung des Kassenbeitrags. Dafür sieht die Koalition keine Chance.

Quelle: Spiegel. Der Artikel ist ansatzweise lesenswert, vergisst aber einen der grössten neu hinzugekommenen Kostenfaktor zu erwähnen: Den Wegfall der Zivildienstleistenden.

Nicht nur im Pflegebereich werden da massive Kosten auf uns zukommen, auch t.B. Kindergärten profitier(t)en von den „billigen“ Arbeitskräften. All diese kleinen Dienstleistungen, sei es als Fahrer des Behindertenbusses, als Küchenhilfe oder als Pfleger in Krankenhaus und Altenheim. All diese Stellen müssen nun mit „vollbezahlten“ Kräften besetzt werden.

Aber dank unseren superschlauen FDP-Gesundheitsministers sind die Arbeitgeber von zukünftigen Erhöhungen der Sozialkosten befreit – diese Zeche zahlt der Arbeitnehmer bitte allein. Und nun alle ins Fitnessstudio: Unsere Schulter müssen trainiert werden, sollen sie doch weitere schwere Lasten tragen.

Bei der FAZ dreht sich die Welt im informellen Kreis

Nachdem man bereits am 19ten August im Economist lesen konnte:

David Larcker and Anastasia Zakolyukina of Stanford’s Graduate School of Business analysed the transcripts of nearly 30,000 conference calls by American chief executives and chief financial officers between 2003 and 2007.

hatte es diese Information am 21. 10. 2010 auch in die FAZ geschafft:

Für ihre Forschungsarbeit werteten die Stanford-Wirtschaftsprofessoren David Larcker und Anastasia Zakolyukina vor allem die Mitschriften von knapp 30.000 Telefonkonferenzen von Unternehmen in den Jahren 2003 bis 2007 aus.

heute – drei Monate später – wird die FAZ vom Murmeltier begrüsst:

Für ihre Studie analysierten Anastasia Zakolyukina und David Larcker fast 30.000 Abschriften von „quarterly earning conference calls“ aus den Jahren 2003 bis 2007.

Die Studie selbst ist aus dem Juli 2010, als PDF hier einsehbar und immer noch interessant.

Manchmal hat man eben auch mal beim sichten der FAZ ein Deja-Vu: „Das habe ich doch schon mal gelesen“… Dies kann sogar in der FAZ gewesen sein.  Naja, recycling ist halt voll trendy – auch bei den „Qualitätsmedien“

Spass mit dem TGV – das Rätsel.

Die französische Staatsbahn (sncf) unterhält ein eigenes Webportal für den TGV. Sogar deutschsprachig – ich war begeistert.

Wer sich auf der Unterseite „Bahnreisen durch Europa“ den Streckenplan anschaut, der wird feststellen, dass die SCNF und ihre Partnerunternehmen es ermöglichen direkt von Hamburg nach Paris, Montpellier und auch Avignon zu reisen. Sehr praktisch für jemanden wie mich, der mindestens einmal im Jahr in die Provence pilgert.

Nun mein Preisrätsel (ohne Preis…) an euch:

Schafft es jemand von euch, sich eine Fahrt von Hamburg nach Paris (wahlweise Avignon) auf der Bestellseite anzeigen zu lassen?

Es geht – DAS weiss ich. Aber kommt ihr drauf?

Die Auflösung kommt morgen oder übermorgen hier im Blog 🙂