Tja, die Amis passen schon auf,

dass ihr Geld im Lande bleibt. Erst wird die bereits an Airbus vergebene Ausschreibung für Tankflugzeuge „zurückgepfiffen“ und die Zuständigkeit von der Luftwaffe an das Pentagon geschubst (kleiner Kunstgriff). Nachdem Boeing dann erst mehr Zeit fordert und mit dem Rücktritt vom Deal droht,  da Boeing wohl erst ein komplett neuen Flieger planen müsse.

Und nun – wie praktisch – wird die Entscheidung um das Tankflugzeug erstmal verschoben. Damit Boing mehr Zeit zum entwickeln hat und ein ansatzweise konkurenzfähiges Modell dem Airbus A330 entgegensetzen kann?  Wie wohl die amerikanische Politik reagieren würde, wenn die Europäer mal ähnlich ihre Produkte/Profit/Arbeitsplätze schützen würden?

Freie Marktwirtschaft, ne ist klar.

Quotenhuren…

Über Fefe wurde ich auf die neueste Perversion der Fernsehformate aufmerksam, über die man im Geekheim lesen kann: Widerliches TV-Format für 5000.:

man castet sich über solche Anzeigen ein paar notleidende Menschen zusammen. Die dürfen sich dann, getrieben von der Aussicht auf den Gewinn von 5000 Euro, einmal komplett exhibitionieren und erklären, warum gerade sie besonders bedürftig sind. Dann nimmt man sich eine Gruppe behüteter Gymnasialschüler und lässt sie entscheiden, welches der drei auf möglichst telegenes Notleiden zurechtgecasteten Opfer die 5000 Euro bekommt.

Widerlich. Eine weitere „Demütige mich“-Show, wie Ralle es schon vor 20 Jahren nannte.

Spass mit der Bahn

Laut der Welt rudert die Deutsche Bahn nun ein wenig zurück, was den Bedienzuschlag von €2,50 angeht, der fällig werden soll, wenn man am Schalter ein Ticket löst. Senioren und Behinderte brauchen unter gewissen Umständen den Zuschlag nicht zu zahlen:

„Behinderte Menschen sind ebenfalls von den neuen Zuschlägen beim Schalterkauf von Fernfahrtentickets, Auslandsfahrkarten oder dem Europa-Spezial befreit und zwar nicht ab einem Behinderungsgrad von 70 Prozent und mehr, wie ursprünglich angekündigt, sondern bereits ab 50 Prozent“

und

„Neben der Senioren-BahnCard 50 wird zum Fahrplanwechsel im Dezember eine Senioren-BahnCard 25 eingeführt – Senioren, die eine dieser beiden Karten haben, müssen den neuen Bedienzuschlag von 2,50 Euro nicht bezahlen.“

Das die beiden Seniorenkarten aber erstmals gekauft (und bezahlt) werden müssen, versteht sich von selbst. Die „Oma“, die nur selten die Bahn nutzt, wird also weiterhin die €2,50 zahlen müssen. Ein sehr netter Marketingzug der Bahn, der letztendlich auf einen Vielfahrerrabbatt für Senioren hinausläuft, aber kein echtes Entgegenkommen ist.

Ausserdem frage ich mal – so ganz entspannt – wieviel Geld man mit dem Bedienzuschlag verdienen kann, wenn man die Benutzeroberfläche der Verkaufsautomaten schön kompliziert realsiert.