Keine Staatshilfe ist Staatshilfe – oder so.

Donalphonso, dieser altreiche Mensch, der linker ist als viele die dieses von sich behaupten und mich immer wieder von seiner Art an die alten Hamburger Pfeffersäcke erinnert, hat einen schönen Beitrag über die Deutsche Bank und ihre „Wir brauchen kein Geld vom Staat“-Lüge geschrieben:

Da stellt sich die Deutsche Bank also hin und sagt im Kern zweierlei: Im ersten Quartal gab es mit 1,19 Milliarden wieder Gewinne auf dem Niveau von 25% Eigenkapitalrendite für das laufende Jahr. Und die Deutsche Bank sei so gut, sie brauche keine Staatshilfen.

Beides muss man aber etwas genauer betrachten. Die Bank macht Gewinn – aber der Grund ist nicht ihre tolle Investmentsparte, die Buchgewinne schreibt, sondern schlicht und einfach die staatliche Rettung der Kreditversicherung von AIG in den USA.Aus diesem Miltimilliadentopf des an sich insolventen Versicherers hat die DeuBa 9,1 Milliarden Euro erhalten.

Donaplonso nimmt dieses unbedeutende Detail auf um – völlig zu Recht – die sogenannten Journalisten zu kritisieren. Aber ich muss diese Abschreiber in Schutz nehmen: Schweinegrippe sorgt für deutlich mehr Auflage als Artikel über die Deutsche Bank. Ausserdem darf man nicht vergessen wo die Deutsche Bank überall ihre Finger drinnen hat – es geht schliesslich auch um Anzeigenkunden.

Ganz zum Schluss ein alter Sponti-Spruch: Deutsche Bank und deutsches Geld, morden mit in aller Welt – und die deutsche Militärtechnik hat beste Exportzuwächse ….

Für wen bloggt man eigentlich?

Diese Frage stellt Konna in seinem Blog Gedankendeponie und führt aus:

Es ist unvermeidlich, dass Menschen, die auf irgendeine Weise in unser Leben getreten sind, ob real oder im Internet, auch wieder aus unserem Blickfeld verschwinden. Manchmal können wir nichts dagegen machen. Aber oft haben wir es auch selbst in der Hand, es erfordert nur eine gewisse Menge an Fleiß, Geduld und der Fähigkeit, Zugeständnisse machen zu können.

Auch wenn es arrogant klingen mag, aber ich teile Konnas Einstellung nicht. Zum einen schreibe ich das Blog zuallererst für MICH. Zur Befriedigung meines Sendungsbewusstseins 🙂 WENN es für mein Geschreibsel eine Zielgruppe gibt, freue ich mich – wenn nicht… schade.

Mein Blog ist keine BLIND-Zeitung oder gar die Aktuelle (nein, die Gedankendeponie ist auch kein Senfblatt“  …). Diese Medien müssen schreiben, was Leser bringt und Kasse macht. Da ich keinerlei finanzielle Interessen mit meinem Blog habe, scheidet dieser monetäre Ansatz aus.

Für Konna scheint sein Blog ein „Fenster zur Aussenwelt“ zu sein. Für mich ist es das, was Konnas Blog den Namen gab: MEINE Gedankendeponie. Ich schütte meine Ansichten und Meinungen hier ab. Für enrste Inhalte habe ich das Reizzentrum (Sie baden gerade ihre Finger darin), für die Bagetellen und den Unsinn des Lebens tobe ich mich im Tüdelkram aus. Aber NIEMALS schreibe ich FÜR meine Leser. Ich lasse sie an mir und meinen Gedanken teilhaben. Lade sie ein, sich mit mir und meinen Gedanken auseinander zu setzen. Aber dieses ist ein auf Freiwilligkeit und Freiheit basierendes, temporäres Verhältnis. Menschen, die von meinen Meinungen inspiriert werden – oder sich an ihnen reiben – werden öfter reinschauen. Wer mit den Inhalten nichts anfangen kann, geht weiter und vergisst dieses Blog hier – schaut vielleicht in einem Jahr nochmal vorbei.

Auch der Umgang mit den Kommentatoren des Blogs ist freiwillig. Obschon natürlich eine Diskussion immer gern gesehen ist. Meinungen und Informationen werden ausgetauscht, Positionen werden abgeprüft. Sicher auch ein Selbstfindungsprozess im Bereich des Bildens einer eigenen Meinung. Aber auch hier NIEMALS unter dem Apsekt: „Wie kann ich den Leser bewegen zu verweilen oder öfter vorbei zu schauen“.

Natürlich freue ich mich, wenn ich einen Thread bei Rivva lostrete, oder Einträge bei anderen Blogs verlinkt werden. SO eitel bin ich schon. Aber dies ist NIEMALS Intention eines Blogpostes – zumindest bei mir.

Konna und Reizzentrum: Zwei Menschen, zwei Meinungen 🙂

ALARM oder doch nicht in Sachen Schweinegrippe

Ach, ich mag die Medien. Jetzt – in diesem Moment – überschlagen sie sich um den Lesern mitzuteilen, dass die WHO die Pandemiestufe von 3 auf 4 erhöht hat. PANIK! (NEIN, sage ich nicht ich – suggerieren die Medien.

Für diejenigen unter euch, die interessiert sind, was es bedeutet, wenn die WHO die Pandemiestufe 4 ausruft sei es hier dokumentiert:

Phase 4: Kleine, örtlich begrenzte Häufungen von Infektionen mit vereinzelten Mensch-zu-Mensch-Ansteckungen, was nahelegt, dass das Virus nicht gut an den Menschen angepasst ist.

(Quelle Wikipedia). Im Original – Quelle WHO-Webseite – lies es sich so:

Phase 4 is characterized by verified human-to-human transmission of an animal or human-animal influenza reassortant virus able to cause “community-level outbreaks.” The ability to cause sustained disease outbreaks in a community marks a significant upwards shift in the risk for a pandemic. Any country that suspects or has verified such an event should urgently consult with WHO so that the situation can be jointly assessed and a decision made by the affected country if implementation of a rapid pandemic containment operation is warranted. Phase 4 indicates a significant increase in risk of a pandemic but does not necessarily mean that a pandemic is a forgone conclusion.(Hervorhebung von mir)

Das die neue Form der Grippe von mensch zu Mensch übertragen wird, also eine Phase 4 erreicht ist, sollte schon seit drei Tagen geklärt sein. Warum also jetzt die Überschriften? Weil es doch toll ist dem Leser zu verkaufen: Du bist informiert – aber jetzt wird es SCHLIMMER! Schlimmer, blutiger, ernster, bedrohlicher, DAS ist der Stoff aus dem Meldungen gemacht werden.

Und Frau von der Leyen trinkt jeden Morgen ein Glas Sekt auf die Schweinegrippe – schliesslich hat diese Erkrankung dafür gesorgt, dass derzeit kein Platz für Kritik an ihrer unsinnigen Idee der Internetsperren ist.