Ja, so ist die CDU – sie lügt und betrügt

nicht nur die Wähler, auch die Koalitionspartner, wie man der heute der Tagesschau entnehmen kann:

Am Abend bevor der Landtag von Schleswig-Holstein über seine Auflösung abstimmt, hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) eingeräumt, dass die SPD-Landtagsfraktion der Sonderzahlung an den HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher nicht zugestimmt hatte. Zugleich gab der CDU-Landesvorsitzende zu, in diesem Zusammenhang falsche Angaben gemacht zu haben.

Sowas ist natürlich völlig OK. Wenn eine Bundesministerin – wie Frau von der Leyen – die ganze Republik belügen darf, dann wird ein Ministerpräsident wohl auch den Koalitionspartner betrügen und sowohl den Landtag als auch die Öffentlichkeit belügen. Macht doch nichts. Erwartet man doch schon fast von unseren Politikern.

Aber warum macht der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein dieses? Warum belügt er so schamlos? Die Antwort ist einfach und entbehrt nicht einer gewissen Logik: Um seine Macht zu stärken. Denn wenn jetzt Neuwahlen stattfinden, wird Carstensen die SPD mit hoher Wahrscheinlichkeit los. Was wiederum bedeutet, dass im Bundesrat die SPD weniger zu sagen hat. Der Spiegel schreibt dazu:

Nach einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR sprechen sich jedoch mehr als die Hälfte der Bürger für vorgezogene Neuwahlen aus. Würde sofort gewählt, käme die CDU auf 36 Prozent der Stimmen – 4,2 Punkte weniger als bei der Wahl 2005. Die FDP klettert dagegen um 8,4 Punkte auf 15 Prozent. Zusammen reicht das für eine Mehrheit im Landtag. Die SPD würde von 38,7 auf 24 Prozent abrutschen.

Guter Plan irgendwie. Für die CDU könnte es zu einem Doppelerfolg werden – wenn die Wähler mitspielen. Denn dass die CDU unwählbar ist, hat sich in breiten Kreisen der bevölkerung leider noch nicht herumgesprochen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen schauen Sie bitte auf unseren Kontostand

Was ich schon im Januar befürchtete, scheint sich zu bewahrheiten: Frischmilch verschwindet so langsam aber sicher aus den Regalen und wird für den Verbraucher zu einem wertvollen Gut.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen teilt mit:

Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Milchkennzeichnung von herkömmlicher Frischmilch und länger haltbarer ESL-Milch ist gescheitert. Nur ein Drittel der Milch ist entsprechend der Selbstverpflichtung gekennzeichnet. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Überprüfung der Verbraucherzentralen von über 650 Milchpackungen in 80 Lebensmittelgeschäften. Eine weitere Erkenntnis: Traditionelle Frischmilch wird in vielen Geschäften überhaupt nicht mehr angeboten.

Es scheint, als wenn sich unser Körper so ganz langsam umstellen muss. Tausende von Jahren ist der Mensch den Genuß von Milch in seiner ursprünglichen Form gewohnt. Was passiert mit all dem Analogkäse und der industriell Veränderten Milch in unserem Körper? Gibt es da Langzeitstudien, bezüglich der Auswirkungen? Egal, Hauptsache der Profit stimmt.

Zollfahnder Zaluskowski lebt

Wer ihn nicht kennt, hat etwas versäumt: Den Zollfahnder Zaluskowski, gespielt von Uwe Friedrichsen in der Fernsehkrimireihe „Schwarz Rot Gold„. Zaluskowski ist Zollfahnder bei einem Hamburger Zollamt seinen Dienst tut. Freunde des gepflegten Krimis wissen die von 1982 bis 1996 unregelmässig ausgestrahlten Folgen sehr zu schätzen. Mord & Totschlag war nicht im Mittelpunkt dieser Krimis, hier ging es um Wirtschaftsdelikte die eben anders gelagert waren, als der „normale“ Diebstahl oder Betrug. Mit Witz, Kreativität und vor allem mit dem nötigen Biss löste Zaluskuski (fast) alle Fälle. Nur in einer Folge musste er – völlig genervt – einen Sühnder laufen lassen, da es keine rechtliche Handhabe gab.

Zaluskowki ist eine Romanfigur, aber offensichtlich  gibt es wahrlich Parallelen zwischen Realität und Roman, denn das Hamburger Hauptzollamt hat mal wieder zugeschlagen:

Das Hauptzollamt Hamburg-Hafen ließ dies allerdings nicht durchgehen. Die deutschen Zöllner fragten bei den israelischen Kollegen nach, wo genau die Waren hergestellt worden seien. Sie kämen aus einem Gebiet „unter israelischer Zollverantwortung“, lautete die Antwort. Ob die Waren in israelischen Siedlungen hergestellt worden seien, hakten die Hamburger nach. Das Schreiben blieb unbeantwortet. Die Deutschen entschieden daraufhin, für die Waren Zoll zu erheben.

schreibt der Spiegel. Hintergrund ist die – sicher sehr interessante – Frage, ob die EU das palästinensische Westjordanland als Teil Israels anerkennt oder nicht.

Ich halte es, wie das Auswärtige Amt:

Das Auswärtige Amt in Berlin beobachtet den „sehr brisanten Fall“ mit einiger Aufmerksamkeit – und gewisser Sympathie.