Was erwartest Du eigentlich von Galileo?

…fragte mich meine Prinzessin eben, als ich etwas unwirsch auf den Beitrag „Wie kann ich die Akkuleistung meines Handys optimieren?“ reagierte.

Was war geschehen? Der Beitrag berichtete über:

  • Telefon nicht zu heiss/zu kalt halten (Keine Heizung/Kühlschrank)
  • Handy nicht zu lange am Ladegerät hängen lassen (macht bei modernen Ladesteuerungen nichts mehr)
  • Telefon nicht zu dicht am Monitor liegen lassen
  • Nicht zu viel Daddeln
  • Ein Lichtblick war der Hinweis UMTS (Dualmodus) abzuschalten und – bei „Normalbetrieb“ nur GSM aktiviert zu lassen

Warum wurde nicht darauf hingewiesen, dass man (ja, Frau auch …) durch Deaktivieren von WLAN und Blauzahn (Bluetooth) ebenfalls massiv die Akkulaufzeit erhöhen kann? Warum wurde nicht darauf hingewiesen, dass auch das schnelle Aktivieren des Stromsparmodus (Hintergrundbeleuchtung aus) deutlich die Akkulaufzeit erhöht?

Ja, aber was erwarte ich eigentlich von Galileo? Dammich, ich erwarte das, was diese Sendung suggeriert zu bieten: Gut recherchierte Themen, die dem Zuschauer bestmögliche Tipps geben. Jetzt hat meine kleine Tochter die Regie über die Fernbedienung und ich werde von Britney Spears und ihrem „Womanizer“ gequält. Aber besser als Galileo. Traurig, oder?

Warum bloggt ein Mensch eigentlich?

Wenn ich den Satz

„Man muss sich nicht vor US-Blogs verstecken. Abgesehen von der absoluten Spitzengruppe sieht es nämlich mind. genauso gut aus.“

Bei Robert im BasicThinking lese, ist das doch erstmal ganz nett. Wenn man den Zusammenhang betrachtet (bei Robert eine betriebswirtschaftliche Analyser der Einnahmen), stelle ich allerdings fest, dass es zwei Arten von Bloggern gibt:

  1. Blogger die etwas zu sagen haben
  2. Blogger, die bloggen als Einkommensquelle nutzen

Natürlich freue ich mich über viele Leser (gell Prinzessin …), Traffik und Backlinks. Aber nicht, weil mir dieses Geld in die Tasche schaufelt, sondern weil ich mich der Hoffnung hingebe, dass die Leserschaft zu einem gewissen Prozentsatz Interesse an den von mir verfassten Inhalten hat.

Inhalte eines Mediums, das durch wirtschaftliche Interessen geleitet wird, sinken bei mir persönlich in der Glaubwürdigkeit. Ich stelle mir dann die Frage: Ist der Artikel gesponsort? Ist eine positive Bewertung monetär beeinflusst?

Ich habe so meine Erfahrungen mit den Printmedien im IT-Bereich sammeln dürfen und weiss, wie man sich positive redaktionelle Beiträge erkauft – und eben auch, was ich von eben diesen (nicht erkennbaren) Beiträgen zu halten habe.

Also liebe Zielgruppe – auch wenn meine Beiträge subjektiv, krude und nicht immer euer Interesse finden. Was ihr hier lest ist authentisch (nicht autistisch!) meine Meinung, die durch NICHTS käuflich ist. Hier gibt es kein wirtschaftliches Interesse, sondern einzig mein Sendungsbewusstsein und mein stiller Groll auf das Elend der Welt, der das alles am laufen hält. Und sollte ich in die glückliche Lage kommen, dass der Betrieb meines Blogs meinen persönlichen finanziellen Rahmen sprengt, dann werde ich einen Weg finden weiterhin unabhängig zu bleiben.

Sorry Robert, aber das waren und sind meine Gedanken – auch wenn ich dir dabei VIELLEICHT Unrecht tue

Was so alles „durchfällt“

Über die TAZ bin ich auf eine recht interessante Webseite „www.nicht-erschienen.de“ aufmerksam geworden.

nicht-erschienen beschreibt sich selbst wie folgt:

. . diese Webseite?
Sie soll all jenen Texten ein Forum geben, die im Alltag der Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen untergehen. Die keine Beachtung finden, weil die Geschichten keinen aktuellen Anlass haben. Geschichten, die eigentlich gedruckt werden sollten, aber in letzter Minute rausgeflogen sind, weil irgendwo auf der Welt etwas subjektiv oder tatsächlich objektiv Wichtigeres passiert ist. Geschichten, die in kein Ressort passen – sei es inhaltlich oder stilistisch.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Artikel nicht erscheint, obwohl er lesenswert ist. Auf Nichterschienen.de können Autoren Texte veröffentlichen, die sie  schweren Herzens in der Schublade deponiert haben. Und Leser erfahren, was sie in den Zeitungen und Magazinen nicht lesen konnten.
Alle Texte stammen von ausgebildeten Journalisten und Redakteuren und erfüllen die Qualitätsstandards, denen die Autoren auch anderswo gerecht werden müssen: gewissenhafte Recherche, wahrheitsgemäße Wiedergabe und stilistische Sicherheit.

Ein – wie ich finde – grossartiger Ansatz!