Ergebnis einer Befreiungsaktion: 2:2 Unentschieden / 5:2 nV :(

Ein britisches Spezialkommando hat letzte Nacht einen in Afghanistan entführten Journalisten aus den Händen von Entführern befreit. Die FTD schreibt von ingesamt 5 Toten, die dieses Unternehmen forderte. Es wären ein Soldat, der ebenfalls entführte Dolmetscher des Journalisten sowie drei Entführer bei der Befreiungsaktion ums Leben gekommen.

Die Aktion sollte das Leben von 2 Menschen retten (Journalist & Dolmetscher) und hat 5 Tote als Resultat übrig gelassen. Wenn man nun – emotionslos – das Ergebnis der Aktion betrachtet, so muss ich sagen: Nicht erfolgreich – Katastrophe.

Entweder ist eine Regierung nicht erpressbar (so wie es Helmut Schmidt als Maxime ausgab), dann müsste man im worst-case davon ausgehen, dass sowohl Journalist als auch der Dolmetscher gestorben wären. 2 Tote. Aufklärung und Betrafung der Entführer: Fraglich.

Sollte eine Regierung auf Forderungen der Entführer eingehen (was ich nicht befürworte – selbst wenn ich selbst Opfer werden sollte), so wären sowohl der Journalist als auch der Dolmetscher wahrscheinlich am Leben geblieben. Aufklärung und Betrafung der Entführer: Fraglich.

Es tut mir leid, wenn ich hier sehr kalt/sachlich Menschenleben als Zahlenwerte „verrechne“. Mir sind die dahinter stehenden Menschen, Familien und Freunde der Todesopfer NICHT egal. Auch die Täter haben Familie – zumindest Eltern und Freunde, dies ist mir sehr wohl bewusst. Aber manchmal muss man Emotionen ausblenden um mal eine „kalte Faktenlage“ zu betrachten.

Wie im Himmel so auf Erden

Der Mensch ist ein Schmutzfink. Wir werfen unseren Müll auf die Strassen, holzen gedankenlos den Regenwald ab und machen uns keine Gedanken über das was nach uns kommt. Dieses Verhalten ist symptomatisch für den modernen Homo Sapiens: Müll rumliegen lassen und wenn es giftiger Abfall oder Atommüll ist. Ab ins Lager – sollen sich spätere Generationen drum kümmern, uns doch egal.

Dieses Verhalten praktiziert der Mensch auch im Weltraum: Wir fliegen und schiessen hoch – und würden es am liebsten vergessen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Aber damit ist unser Müll nicht wirklich dauerhaft entsorgt:

In drei Kilometer Entfernung wird ein Überbleibsel einer „Ariane 5“-Rakete an der Internationalen Weltraumstation vorbeirasen. Eine Gefahr besteht für die ISS zwar nicht, die Beinahe-Begegnung ist aber symptomatisch für die Vermüllung des Weltalls.

schreibt die Tagesschau. Da im selben Artikel auch darüber berichtet wird, dass die sich in der ISS befindlichen Menschen jederzeit rechtzeitig mit einer Rettungskapsel wieder zur Erde gebracht werden können, wünsche ich mir ja fast, dass so ein Teil Weltraumschrott die gesamte ISS zerstört und Milliarden von US-Dollar, Euro und Rubel einfach so „verpuffen“. DANN würden die Herren Politiker und Weltraumforscher GANZ sicher verantwortungsvoller mit dem Orbit umgehen.

Was bedeutet für den Spiegel der Begriff „Schweres Gefecht“?

So langsam kann ich Fefe ja wirklich verstehen – auch wenn er einen stärkeren Drang zum theatralisieren hat als ich – wenn er den Spiegel als „ehemaliges Nachrichtenmagazin“ bezeichnet. Ein weiteres Beispiel gefällig?

Mindestens drei tote Angreifer, zwei verletzte Soldaten und ein zerstörtes Fahrzeug: Die Bundeswehr hat sich im Norden Afghanistans ein schweres Gefecht mit Taliban-Kämpfern geliefert.

Drei Tote und zwei Verletzte sind laut Spiegel also das Ergebnis eines schweren Gefechts? Hey, Ihr Schreiberlinge – ich müsst Luft nach oben lassen. Was wollt ihr machen, wenn ihr nach einer Feuergefecht über 30 Tote und 100 Verletzte berichten müsst? Wie würden diese Schreiberlinge (Journalisten sollten besser formulieren können) aus dem Tschad berichten? Achja, Tschad ist nicht so schlimm – das sind ja nur tote Afrikaner und keine verletzten Deutsche.

Liebe Spiegel-Pratikanten: Sowas, wie obiges ist ein ganz normaler Zwischenfall mit Waffeneinsatz. Verletzte und Tote gehören dazu. So ungern das deutsche Politiker auch hören: Der Einsatz von Soldaten ist typischerweise mit Schußwechseln und den unvermeidlichen Folgen verbunden, sonst könnte man auch Hilfspolizisten dort hin schicken.

Ausserdem ist es doch fein, dass die Soldaten nur verletzt und nicht verwundet wurden. Denn SOLLTEN die Soldaten durch Feindeinwirkung zu Schaden gekommen sein, so würde der Spiegel-Hausmeister doch bestimmt von Verwundeten geschrieben haben, oder? So aber scheint es, dass die deutschen Soldaten nur gestolpert sind (auf der Flucht? DAS will ich den deutschen Soldaten aber nicht unterstellen!) und sich dabei verletzt haben.