Final Destination in Hamburg?

Es gibt immer wieder Menschen – vornehmlich junge Menschen – bei denen das Schicksal bestimmt dass es offensichtlich besser ist, wenn der Genpool ein wenig bereinigt wird.

Gestern wurde die Hamburger Hoffnung für einen Darwin Award durch Neider von der erfolgreichen Teilnahme an der Veranstaltung abgehalten.

  • Tatort: Bahnstrecke zwischen Hamburg Veddel und Wilhelmsburg
  • Tatzeit: ca. 17:00 – unbekannt (weiträumig gemieden)
  • Delikt: Spielende Kinder auf Bahngleisen
  • Betroffene Streckenführungen: S-Bahn, Metronom, Regionalbahn, IC, ICE.

Die Bahn reagierte (wieder einmal) mit einer Vollsperrung dieses zentralen Nord-Süd Stranges.

Wenn ich näher über diese Fälle(!) in exakt diesem Streckenabschnitt nachdenke, habe ich das Gefühl, dass entweder ausschliesslich suizidale Kinder in diesem Hamburger Stadtteil leben, oder dass sich eine Gruppe von Menschen einen Spass daraus macht mindestens alle 2 Wochen ein bisschen Party zu machen und die Bahn zu foppen. Denn „Kinder auf den Gleisen“ hat man in diesem Bereich bemerkenswert oft. Und zwar meist im Berufsverkehr (16:00 – 18:00). So oder so würde es dem öffentlichen Nahverkehr gut tun, wenn in diesem Bereich sich mal etwas ändert.

Golf von Mexiko unterhalb Deutschlands?

Die Energiekonzerne haben nur ein Ziel: Gewinne. Wie sie dabei zum Thema Umwelt stehen, kann man sich im Golf von Mexiko in 3D ansehen. Weil Ölfilme auf Ozeanen immer so schlechte Publicity geben, gehen die Konzerne nun dazu über Chemikalien in die Erde zu pumpen um dort Erdgaslager frei zu setzen.

Rohstoff-Roulette in Deutschland: Mit neuen Fördermethoden wollen Energiefirmen Erdgas aus dem Boden pressen. Dabei werden gefährliche Chemikalien eingesetzt. Die Regierung berauscht sich an den Chancen der Technik – und blendet Umweltrisiken aus.

schreibt der Spiegel heute und weiter:

Der Energieberater Werner Zittel merkt allerdings an, dass der bei der Förderung entstehende Druck „teils sehr hoch ist, so dass Risse und Brüche in der Ummantelung entstehen können“. Es sei „somit nicht ausgeschlossen, dass Chemikalien und auch Gas ins Grundwasser gelangen können“. Tatsächlich fanden US-Behörden nach unkonventionellen Bohrungen zum Teil Gas und Chemikalien im Grundwasser.

Aber da wird es dann – Gott sei Dank – keine Bilder geben, wenn das Grundwasser erst einmal verseucht ist. Im Gegensatz zu den USA haben wir in Deutschland keine „unendlichen Weiten“. Hier leben überall Menschen und wenn auch nur ein Grundwasserbereich verseucht wird, gibt es richtige Probleme. Dieses dann aber – vielleicht nach Jahren – dem Energiekonzern nachzuweisen, dürfte sehr schwierig sein.

Wann nehmen wir Umweltgefährdungen endlich ernst? Und wann begreifen wir einfachen Menschen, dass die Gewinner im Zweifel nach Südfrankreich umziehen, wir aber hier bleiben müssen. Bopal war gestern – ist Morgen Hannover dran?

Dank und Gruss an Mario.