Die wahren Nacktscanner sind unsere Politiker

zu dieser Erkenntnis kommt zumindest Michael Spreng in seinem Blog Sprengsatz.

Nacktscanner sind aber auch Politiker, die Menschen im Namen der Sicherheit bis auf die Haut ausziehen wollen – am Flughafen, im Internet, in ihrer Wohnung. Jeder neue Terroranschlag, jedes versuchte Attentat ist Wasser auf die Mühlen der politischen Nacktscanner.

womit er ziemlich genau auf den Punkt bringt, weshalb ich mit der derzeitigen Sicherheitspolitik der „westlichen Welt“ ein massives Problem habe. Bemerkenswert ist die Betrachtung Sprengs, wenn man sich seinen Werdegang ansieht. Ex-Welt -Ex-Bild Journalist und Ex-Wahlkampfmanager von Stoiber. Ich weiss, ich wiederhole mich, aber wenn selbst Menschen mit Sprengs „Vergangenheit“ schon so harte Worte gebrauchen und sich dermaßen von den „Werten“ abwenden, die sie früher marketingmässig  stützten, dann sollte dies doch ein erhebliches Warnzeichen für die derzeit Mächtigen sein.

Aber wahrscheinlich brauchen Sie genau DIESE Überwachungsmaßnahmen um sich vor Kritikern wie Spreng (mit dem ich mich nicht getraue in eine Reihe zu stellen) zu schützen. Auf alle Fälle ist obiger Artikel von Spreng mal wieder deutlich lesenswert – er endet mit den Worten:

Eine Frage am Rande: Was macht eigentlich die Bürgerrechtspartei FDP?

Was ich an unserem Aussenminister Westerwelle alles mag

Eigentlich sollte hier nur ein Wort stehen:

NICHTS

Aber das wäre unfair, denn eine Sache gibt es, da muss man unserem Außenminister Guido Westerwelle wirklich Respekt  zollen: Dass er 2001 offen über seine Homosexualität sprach und so den Schwulen und Lesben ein bisschen geholfen hat. Ja, das waren Westerwelles 15 Minuten: Wegtreten.

Auch Nacktscanner ersetzen kein Hirn

Menschliche Schwäche konnte noch nie wirklich durch Technik  ausgeglichen worden, vielmehr geraten wir in die Lage „Scheiße zu bauen“, die ohne Technik gar nicht möglich wäre.

Ein wundervolles Beispiel dafür sind die jüngsten Anschläge gegen ein Flugzeug und gegen einen US-Stützpunkt in Afghanistan. Dass der „Flugzeugattentäter“ – aufgrund der vorliegenden Informationen! –  eigentlich gar nicht hätte den Flug antreten  dürfen, war bereits bekannt. Aber auch in Afghanistan hätte die Einhaltung definierter Abläufe den Anschlag verhindert:

Weil der Mann als Informant gewonnen oder weiter befragt werden sollte, war er unter Bruch aller Sicherheitsvorschriften bei seiner Ankunft auf dem schwerbewachten Stützpunkt offenbar nicht durchsucht worden. (FAZ)

Also wird auch der Einsatz von Nacktscannern keine weitergehende Sicherheit schaffen können, solange Menschen Fehler machen. Es ist wie es war: Die vorhandenen Mittel reichen, man muss diese nur anwenden.