Der Spiegel von Springer gekauft?

In letzter Zeit stolpere ich immer wieder über ungewohnte Töne, Beurteilungen und Beschreibungen, wenn ich den Spiegel online lese. Von Springerpresse halte ich mich fern, da weiss man ja was man (NICHT) hat.

Früher – so vor über 20 Jahren habe ich sogar den Stern gelesen, das ging. Konnte man tun. Sicher ein wenig „illustriert“ angehaucht, aber inhaltlich meist sehr braucbra. Wie gesagt, der Stern ist über 20 Jahre her. Der Spiegel blieb (neben anderen, wenigen) eine Publikation, die man gut lesen konnte. Aber so langsam…. Naja, ich mache mir ERNSTE Gedanken, wenn ich Sätze lese wie:

Der Weg zum Anwesen der Familie ist von bewaffneten Polizisten in Zivil versperrt.

Würde früher geheissen haben:“ Das Anwesen wird von der Polizei vor Schaulustigen geschützt“

Oder

Vor allem wohlhabende Familien wohnen hier. Limousinen parken neben Kombis. Auch Gerd M. soll es als Unternehmer zu Wohlstand gebracht haben.

Viel Gerede ohne Aussage

Oder

Auch beim SV Pullach ist die Trauer groß. Dort haben die beiden Söhne der Familie seit einigen Monaten Fußball gespielt.

DAS ist Springer-Niveau – oder Bravo, oder Bunte.

Wer es nicht glaubt: SPON

Zu den Inhalten anderer Artikel will ich gar nichts sagen – es ist mir zu viel Arbeit ein Posting zu erstellen, indem ich inhaltliche Fehler aufzeige (ist ja nicht das „Spiegelblog“ hier 🙂 ), aber: Prüft eure Quellen!

Immer druff auf die Wehrlosen – Hauptsache Quote

Ich könnte schon wieder mehr kotzen, als mein Körpergewicht hergeben mag. Es wird mal wieder zur Jagd geblasen, Jagd auf die Wehrlosen: Hartz-IV Empfänger. Sat1 bläst zur Jagd, gibt wieder Themen für die Stammtische und Volksfachleute:“Siehste Erna, hab ich ja immer jesacht – allet Schmarotzer“. Das eine suboptimale Politik und eine Managergehalt und Shareholdervalue optimierte Wirtschaft letztendlich zu der Verarmung der Menschen führt, DAS ist doch egal. Wir brauchen ein Feindbild um von unserem eigenen Elend ablenken zu können. „Los, nimm die Gehaltserhöhung von 2% bei Inflationsrate von 4% hin oder Du bist bald selbst einer von den Schmarotzern“.

Ich war Hartz-IV Empfänger, ich weiss wie beschissen es einem Menschen gehen kann, wenn er von der Allgemeinheit und überlastenden Sachbearbeitern abhängig ist. Wenn man nur mit Hilfe von Freundeskreis und Familie ein ansatzweise menschenwürdiges Leben führen kann. Ich arbeite zwar wieder, aber ich habe dieses Gefühl nicht vergessen. Haut nur immer drauf ihr Schmarotzer, weidet euch an dem Elend der Armen. Hauptsache ihr verdient euer Geld, auch wenn es auf Kosten der Wehrlosen ist.

Laut Statistik beziehen nur 0,6% aller Hartz-IV Empfänger mehr Leistung als ihnen zusteht. Ich frage mich in dem Zusammenhang wieviel % aller Einkommenssteuerbezahler bei der Steuererklärung schummeln. Aber DIE würden sich ja wehren.

Quellen: Telepolis Spreeblick Stefan Niggemeier TAZ

Lass den Sack Rice bitte umfallen!

Condoleezza dreht gerade (mal wieder) völlig am Rad. Höchstwahrscheinlich von ihrem Herrchen George Double-U losgeschickt, erklärt sie zur Nato-Aufnahme Georgiens:

Die Konflikte um die Regionen Südossetien und Abchasien seien kein Hindernis für eine Mitgliedschaft in dem Bündnis,

und begründet dieses mit:

Bei der Gründung der NATO habe es einen großen territorialen Konflikt gegeben, so Rice. „Der hieß Ost-Deutschland“. Dennoch habe man Westdeutschland nicht daran gehindert, der NATO beizutreten

Ja, hat die denn noch alle Latten am Zaun die Frau? Zur Gründung der Nato öffnete man gerade sämtliche Kühlschränke um die richtige Temperatur für den kalten Krieg zu generieren. Soll es wieder soweit kommen? Ist man denn in Washington nicht wenigstens ein klitzekleines bisschen schlauer geworden? Oder ist es die Reaktion darauf, dass es (endlich) wieder ein bisschen Gegenmeinung zu der weltweiten Alleinmachtstellung der USA durch Russland gibt?

Naja, die Amis bauen ihr Raketenschild in Polen aus und fühlen sich auf ihrer „Insel“ recht sicher. Wenn es knallt sind wir Deutschen (und Polen und Georgier etc. pp.) die ersten die zu leiden haben. In der Zeit vor der Wiedervereinigung gingen die Natopläne davon aus,die erste ECHTE Verteidigungslinie in Höhe des Rheins zu haben. Die Bundeswehr sollte den „Durchmarsch“ nur verzögern. Die Alarmpläne der Luftstreitkräfte sahen eine – höchstens zwei deutsche Starts von bundesdeutschen Boden aus vor. Anschliessend wäre man in England etc gelandet. Wollen wir uns wirklich wieder in die Situation bringen uns DARAUF vorzubereiten? OK, die Bundeswehr hat kein Feindbild mehr – ja UND? ICH brauche keine Feinde!

Quelle: Tagesschau