Darum sind Drogen so gefährlich!

Man kommt einfach nicht vom Fleck! Also: Solltet ihr mit dem Gedanken spielen Drogen (welcher Art ach immer) zu nehmen, vergesst den Gedanken am Strassenverkehr teilzunehmen. Ihr gefährdet euch und vor allem auch unschuldige Andere! Egal ob es – wie in diesem Fall – Azteken-Salbei (Salvia divinorum) – ist, oder Alkohol, Cannabis oder irgendetwas anderes: Finger weg vom Lenkrad!

Gefunden habe ich den Link bei Spreeblick, wo Malte Wedding um Erfahrungen bittet:

Bis jetzt habe ich zu Cannabis, Stechapfel, LSD und Crack kurze Erfahrungsberichte. Wenn ihr in drei, vier Sätzen eure Erfahrungen (oder auch Wissen aus Erzählungen) schildern könntet (egal, ob Langzeiterfahrung oder einmaliges Erlebnis), wäre mir sehr geholfen. Gern natürlich auch von unbekannteren Drogen.

Helft ihm doch bitte

Was so alles „durchfällt“

Über die TAZ bin ich auf eine recht interessante Webseite „www.nicht-erschienen.de“ aufmerksam geworden.

nicht-erschienen beschreibt sich selbst wie folgt:

. . diese Webseite?
Sie soll all jenen Texten ein Forum geben, die im Alltag der Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen untergehen. Die keine Beachtung finden, weil die Geschichten keinen aktuellen Anlass haben. Geschichten, die eigentlich gedruckt werden sollten, aber in letzter Minute rausgeflogen sind, weil irgendwo auf der Welt etwas subjektiv oder tatsächlich objektiv Wichtigeres passiert ist. Geschichten, die in kein Ressort passen – sei es inhaltlich oder stilistisch.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Artikel nicht erscheint, obwohl er lesenswert ist. Auf Nichterschienen.de können Autoren Texte veröffentlichen, die sie  schweren Herzens in der Schublade deponiert haben. Und Leser erfahren, was sie in den Zeitungen und Magazinen nicht lesen konnten.
Alle Texte stammen von ausgebildeten Journalisten und Redakteuren und erfüllen die Qualitätsstandards, denen die Autoren auch anderswo gerecht werden müssen: gewissenhafte Recherche, wahrheitsgemäße Wiedergabe und stilistische Sicherheit.

Ein – wie ich finde – grossartiger Ansatz!

Merkel und ihr Weltbild – Pipi Langstrumpf

Während die Welt einen Artikel mit der Schlagzeile „Merkel sieht Deutschland als Top-Krisenbekämpfer“ ausstattet, in dem unsere Bundeskanzlerin den Beweis antritt, dass sie restlos den Anschluß an die Realität verloren hat:

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht Deutschland bei der Bekämpfung der Wirtschaftskrise in einer Vorreiterrolle in Europa. Merkel verwies im Bundestag auf das von ihrer Regierung auf den Weg gebrachte Konjunkturpaket, dass 50 Milliarden Euro Investitionen in den kommenden zwei Jahren generieren und eine Million Arbeitsplätze sichern soll. „Wir gehören damit zu den führenden Ländern Europas, was die Reaktion auf die Wirtschaftskrise angeht“

kann man im Spiegel unter der Schlagzeile „Die Deutschen gehen auf Sparkurs“ z.B. lesen:

47 Prozent der Befragten wollen größere Anschaffungen wie einen Autokauf verschieben. Jeder Dritte verzichtet häufiger auf den Gang ins Restaurant oder spart beim Urlaub. Grund für den Konsumstopp ist die unsichere wirtschaftliche Lage. 20 Prozent fürchten zudem um ihren Arbeitsplatz.

Ich denke es ist legitim, daraus abzuleiten, dass grosse Teile der Bevölkerung nicht so ganz dem Optimismus der Frau Merkel folgen können. Was diese nicht vorhandene Nachfrage bedeutet, beschreibt die FTD:

Die deutsche Vorzeigeindustrie gerät immer tiefer in den Abwärtssog. Für 2009 erwarten die Autobauer auf dem Heimatmarkt den schwächsten Absatz seit der Wiedervereinigung – was Zehntausende Jobs gefährdet.

Ich schätze mal, dass die Autobauer damit rechnen, dass Sie von den Steuerersparnissen was Hausangestellte etc angeht, nicht wirklich profitieren werden. Die FTD weiter:

Wissmann (Anm.: VDA-Präsident)  kritisierte zudem die Bereitschaft der Banken, Kredite an Autohersteller und -zulieferer zu vergeben. „Wer bei Sonnenschein Regenschirme anbietet, dann aber den Schirm zuklappt, sobald der Regen einsetzt, der muss wissen, dass er damit viele hoch qualifizierte Arbeitsplätze bei Zulieferern, aber letztlich auch bei Herstellern gefährdet.“

Wie, die Banken geben nur zurückhaltend Kredite? Der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte doch gerade gestern im Spiegel erklärt:

Josef Ackermann kann trotz Finanzkrise keine Kreditklemme erkennen: Seit Dezember 2007 habe sich das Kreditvolumen der privaten Banken in Deutschland um mehr als 13 Prozent ausgeweitet, sagte der Chef der Deutschen Bank im Bayerischen Rundfunk: „Das heißt, wir haben sehr viel Kredit gegeben.“ Die Nachfrage nach Krediten nehme ab, weil weniger investiert und expandiert werde. „Aber bis heute von einer Kreditklemme in Deutschland zu sprechen, ist absolut falsch und führt auch zu einer ganz gefährlichen Diskussion.“

Hmm, einer lügt – aber wer? Würde der Ackermann lügen? Also wird es der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) sein. Aber warum sollte der dies tun?

Schaun wir doch mal eben einen anderen FTD-Artikel an:

Ausgetrocknete Kapitalmärkte und die globale Rezession verschärfen die Kapitalnot der Unternehmen. Viele können ihre Schulden nicht bedienen und verhandeln verzweifelt mit ihren Gläubigern – vor allem Firmen im Besitz von Finanzinvestoren sind bedroht.

Was sind nochmal Finanzinvestoren? Da sind doch bestimmt auch ein paar Banken mit gemeint, oder herr Ackermann? Kann ja aber nicht sein, wenn man dem Chef der Deutschen Bank glaubt. DER muss es doch wissen und ist sicherlich TOTAL ehrlich!

Aber zurück zu Frau Merkel und dem Vertrauen der Bürger. Unsere Bundeskanzlerin glaubt ja auch noch (wer in der CSU ist darf glaube, er muss nicht wissen), dass alles wieder gut wird. Aber wie sieht es der Wähler?

Die Erwartungen der Verbraucher für 2009 sind düster: 61 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland verschlechtere. Angesichts der Rezession erwartet jeder Dritte, dass sich auch die eigene wirtschaftliche und finanzielle Situation verschlechtert. Nur noch 48 Prozent halten ihren Arbeitsplatz für „sehr sicher“.

schreibt die FTD dazu.Wer so viel Vertrauen in die Wirtschaft – und damit in die Regulierungsfähigkeiten der deutschen Regierungen hat, der ist mit der Politik der Kanzlerin bestimmt zufrieden. Oder?

Der FTD-Artikel sagt auch weiter:

Fast jeder dritte Arbeitnehmer mit einem Einkommen von unter 25.000 Euro sieht seinen Arbeitsplatz gefährdet – von den Personen, die mehr als 50.000 Euro pro Jahr verdienen, sorgt sich nur jeder 13. um die Sicherheit seines Arbeitsplatzes.

Und DAS finde ich auch äusserst interessant: Diejenige, die „gutes“ Geld verdienen sitzen auf sicheren Posten, inklusive 5Punkt-Gurt, wohingegen diejenigen, die eh schon wenig verdienen eher den Schleudersitz gebucht haben.

Wo ist meine Heugabel?