Arbeitslose werden abgewrackt

In den Zeiten von Raubrittern und Burgen, waren Belagerungen ein adequates Mittel welches Angreifer nutzen um den Gegner auszuhungern. In dieser, unserer Bananrepublik erinnert man sich an diese traditionsreiche Kunst und so kann man heute im Spiegel folgendes lesen:

Die Bundesregierung definiert die Abwrackprämie als eine „Einnahme in Geldeswert“, berichtet die „Lausitzer Rundschau“. Das bedeutet, dass die Prämie mit dem Hartz-IV-Grundeinkommen verrechnet wird.

Tja, wenn Du schon mal drinsteckst in der Kacke…. Denn auch Hartz-IV Empfänger dürfen sehr wohl ein Kraftfahrzeug besitzen. Wir sollten nicht aus dem Auge verlieren, dass immer mehr Hartz-IV Empfänger – bevor sie in den Bodensatz der Gesellschaft rutschten – sehr gute Jobs hatten und auch einen kleinen Wohlstand erarbeiten konnten.

Was kommt als nächstes?

Thats business: Twitter-Follower erkaufen

Das Blogeinträge gesponsert sind und man über Twitter auch Werbung machen kann, ist nichts neues. Was – zumindest für mich – neu ist, ist der Weg den der neue Inhaber von Basicthinking geht: Man erkauft sich Follower auf dem Dienst Twitter:

Dazu lässt unser Chef insgesamt 1.000 Tagestickets (eigentlich 38 Euro) für euch springen. Gratis. Eine winzigkleine Bedingung gibt es dafür dann aber doch: Ihr seid basicthinking-Follower bei Twitter. Wer unser Profil noch nicht auf dem täglichen Schirm hat, kann dies über unser Twitter-Profil nachholen.

Wobei anzumerken ist, dass die meinsten Tweets (Twitternachrichten) des Twitterers Basicthinking nur auf auf das Blog selbst hinweisen. Letztendlich soll durch diesen Schritt nur die Zahl der Zugriffe auf das Blog erreicht werden.

OK, ich gebe zu, ich poste auch fast nur noch Blogeinträge in Twitter, aber ich brauche nicht für meine Follower zu bezahlen – so abgedreht ist meine Profilneurose noch nicht 🙂

Alter Schwede, Saab ist platt

Eben entnehme ich der Tagesschau, dass Saab Insolvenz angemeldet hat. Eigentlich stand es ja zu erwarten, aber nun ist es doch (man ist fast geneigt endlich zu sagen) passiert. Äusserst interessant finde ich folgenden Teil des Berichts:

Schwedens Regierungschef Fredrik Reinfeldt sagte: „Wenn der größte Autokonzern der Welt es über 20 Jahre nicht geschafft hat, Saab überlebensfähig zu machen, wird das der schwedische Staat wohl kaum besser können.“

Die Begründung, warum die Schweden kein Geld in den Autohersteller gepumpt haben, kling auch plausibel:

Die schwedische Regierung hatte sich geweigert, Saab Staatshilfen zu gewähren – auch, um zu vermeiden, dass das Geld schwedischer Steuerzahler beim angeschlagenen Mutterkonzern GM versickert.

Hut ab vor den Schweden. Denn es sind schwedische Arbeiter, die arbeitslos werden. Aber NOCH wird Saab weiter produzieren. Mal sehen was passiert.