Der Vorteil von privaten Haftanstalten

wurde in den USA sehr nett deutlich gemacht: Er kurbelt die Wirtschaft an:

In den USA haben sich zwei Richter am Donnerstag  schuldig  bekannt, Hunderte von Kindern in privatwirtschaftlich geführte Gefängnisse geschickt zu haben, weil sie dafür Geld bekommen haben. Der ungeheuerliche Fall des Jugendrichters Mark A. Ciavarella Jr. und des Vorsitzender Richters Michael T. Conahan aus Pennsylvania zeigt anschaulich, wohin manches Outsourcing staatlicher Aufgaben führen kann.

ist bei Telepolis zu lesen. Pikantes Detail ist, dass Conahan das öffentliche Gefängnis schliessen lies…. Ein schöner Satz in dem Artikel ist auch:

So greifen Outsourcing und Privatisierung Hand in Hand mit Korruption und „freiem“ Unternehmertum“.

Halbe und ganze Wahrheiten am Beispiel Opel

Schon eine geraume Weile überlege auch ich, was besser ist: Der Adam Opel AG ein paar Milliarden in den Shareholderpopo zu pumpen, oder zukünftige Arbeitslose zu finanzieren?

Zu diesem Thema lese ich gerade in der Welt:

25.000 Mitarbeiter der Marke mit dem Blitz seien im schlimmsten Fall von Arbeitslosigkeit betroffen, dazu kämen etwa noch einmal so viele Arbeitnehmer in Zulieferbetrieben.

Allerdings wage ich den Teil „dazu kämen etwa noch einmal so viele“ bezweifeln. Denn ich setze mal als gegen voraus, dass die Menge an abzusetzenden Fahrzeugen durch einen Opel-Konkurs nicht abnimmt. Also werden durch eine Nichtinvestition in Opel Arbeitsplätze  – durch Mehraufträge – bei anderen Fahrzeugherstellern gesichert. Diese Mehraufträge der anderen Fahrzeughersteller würden wiederum den Umsatz der Zulieferer nicht zu einem Komplettausfall werden lassen, sondern für Mehrabsatz bei anderen Herstellern sorgen. Insofern würde der ausfall der Opel AG ein kleines Konjunkturprogramm für alle anderen Hersteller sein.

Sollte aber Opel gefördert werden, werden auch andere Hersteller weiterhin über Absatznot klagen und wären die nächsten, die – gleiches Recht für alle – bei Steinbrück nach Unterstützung buhlen.

Lothar Dombrowski erklärt die Volksverblödung

Genial, was der Mann drauf hat. Warum werden die Bildungsetats zusammengestrichen – steckt da ein Plan dahinter? Ist es Kalkül?

Georg Schramm zeigt mal wieder, dass er kritisches Kabarett macht und nicht einfach nur stumpfes Amusement.

Wie sagte er nochmal:

„In aller Welt werden die Parallelen zur Krise 1929 diskutiert, aber damals wurde wenigstens noch die Verantwortung übernommen. Da sind die Banker noch reihenweise von ihren Dächern gesprungen. Das kommt mir heute’n bißchen zu kurz!“