Warum Ernie schlauer ist als Zensurulla

Tja Leute, da rennt der Schlemihl durch die Gegend und sucht ihrgend einen Hirsel, dem er seinen Schrott andrehen kann. Bei Ernie blitzt er ab, der ist zu plietsch. Aber am Ende hat Schlemihl ja doch noch einen Hirsel gefunden, der ihm seinen Mist für 5 Pfennig abkauft. Seht selbst:

httpv://www.youtube.com/watch?v=vyapiXSA3Ag

Wenn Google-Ads und DSDS nicht mehr reichen

DonAlphonso – dessen Texte ich nicht aufhören kann zu empfehlen – hat mal wieder eine wunderschöne Geschichte ausgegraben:

Es gibt ja inzwischen doch den ein oder anderen, der ein recht gut angenommenes Blog schreibt und damit durch journalistische Leistung Geld verdient. Und nicht durch Ranschleimen an Werbekunden und PR-Verbreitung oder auch nur Links zu seinen Kumpels mit einem Geschäft, an dem er auch beteiligt ist, jaja.

Trotzdem hatte ich heute viel zu lachen, ob jener Blogger und Twitterer, die sich toll fühlen, wenn sie in einem Werbespot eines Mobilfunkanbieter… ach, ich mag gar nicht mehr, lest das dumme Geschnatter einer Teilnehmerin über den Ablauf einfach selber:

Der Link geht dann hierher.

Es geht um Blogger, die ihr Blog als Werbemedium verkaufen. Robert Basic hat es vorgemacht und ist natürlich auch Teil dieser Episode von „Blogging for money“. Aber auch andere wollen am Geld schnuppern, was generell ja auch legitim ist, sofern man öffentlich dazu steht. Wenn dann aber Texte wie

Vodafone macht aus meiner Sicht gerade sehr viel richtig. Zu Beginn der HTC Kampagne schickten sie an Blogger das Handy und sie schrieben darüber und twitterten. Jetzt lassen sie die gesamte Webwelt an der Produktion ihres Werbespots teilhaben. Seit einigen Tagen ist das #vfdreh nicht mehr zu übersehen. Alle, die im Spot mitspielen dürfen fühlen sich geehrt und reden natürlich darüber, denn genau so trifft Vodafone diese Blogger, die oft Pakete bekommen mit Zeug das sie testen sollen.

liest, sollte man doch ein bisschen hinterfragen, was Du Motivation dieser Begeisterungsstürme ist. Monetär ist der Anreiz nicht, wenn man den Worten

Diesen Artikel schreibe ich nicht, weil ich irgendwie von Vodafone für mein Bloggen bezahlt werde, sondern weil sich Vodafone seit ein paar Wochen so sympathisch in mein Leben schleicht, dass ich aus meiner Begeisterung über die Kommunikation der Marke noch einen Artikel über sie schreiben möchte.

Glauben schenken darf. Ist es tatsächlich so, dass der unbezahlte Auftritt in einem Werbespot solch Euphorie auslösen kann? Wie billig kann man heutzutage Menschen und vor allem Meinungen und Werbeplätze kaufen?

Sind wir soweit, dass wir Menschen uns in jeder Hinsicht prostituieren nur um irgendwie Öffentlichkeit zu erreichen und unsere 15 Minuten Ruhm (Andy Warhol) erreichen?

Aller guten Dinge sind drei

Nachdem Ursula von der Leyen (geborene Albrecht – von manchen auch Zensurulla genannt) nun schon (Quelle Spiegel) bei den Themen Kinderschutzgesetz und beim Elterngeld für Teilzeitarbeiter von der SPD Gegenwind bekommt, hoffe ich dass auch diese unsägliche Anscheinspolitik in Sachen Internetsperren ad acta gelegt wird.

Bemerkenswert finde ich, gewisse Details die zum Thema Kinderschutzgesetz genannt werden:

„Kinderschutz steht drauf, aber Kinderschutz ist nicht drin“, sagte SPD-Vizefraktionsvorsitzende Christel Humme

Experten hatten ihre Bedenken schon bald nach dem Bekanntwerden des Entwurfes geäußert.

Auf die Frage, warum die Ministerin trotz der Kritik so lange an dem Gesetz festgehalten habe, sagte die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Caren Marks, SPIEGEL ONLINE: „Ich vermute, dass liegt an einer gewissen Ignoranz.“

Fachleute hätten den Eindruck, dass sich das Ministerium nicht für ihre Vorschläge interessiert.

Wer hier Parallelen zum Thema Internetsperren sieht, dem stehe ich bei. Ignoranz, Beratungsresistenz, Etikettenschwindel und letztendlich umstriebiges Profilierungsbedürfnis scheinen die Triebfeder der Familienministerin zu sein. Hauptsache es geht voran, die Richtung ist egal.