Wenn Google-Ads und DSDS nicht mehr reichen

DonAlphonso – dessen Texte ich nicht aufhören kann zu empfehlen – hat mal wieder eine wunderschöne Geschichte ausgegraben:

Es gibt ja inzwischen doch den ein oder anderen, der ein recht gut angenommenes Blog schreibt und damit durch journalistische Leistung Geld verdient. Und nicht durch Ranschleimen an Werbekunden und PR-Verbreitung oder auch nur Links zu seinen Kumpels mit einem Geschäft, an dem er auch beteiligt ist, jaja.

Trotzdem hatte ich heute viel zu lachen, ob jener Blogger und Twitterer, die sich toll fühlen, wenn sie in einem Werbespot eines Mobilfunkanbieter… ach, ich mag gar nicht mehr, lest das dumme Geschnatter einer Teilnehmerin über den Ablauf einfach selber:

Der Link geht dann hierher.

Es geht um Blogger, die ihr Blog als Werbemedium verkaufen. Robert Basic hat es vorgemacht und ist natürlich auch Teil dieser Episode von „Blogging for money“. Aber auch andere wollen am Geld schnuppern, was generell ja auch legitim ist, sofern man öffentlich dazu steht. Wenn dann aber Texte wie

Vodafone macht aus meiner Sicht gerade sehr viel richtig. Zu Beginn der HTC Kampagne schickten sie an Blogger das Handy und sie schrieben darüber und twitterten. Jetzt lassen sie die gesamte Webwelt an der Produktion ihres Werbespots teilhaben. Seit einigen Tagen ist das #vfdreh nicht mehr zu übersehen. Alle, die im Spot mitspielen dürfen fühlen sich geehrt und reden natürlich darüber, denn genau so trifft Vodafone diese Blogger, die oft Pakete bekommen mit Zeug das sie testen sollen.

liest, sollte man doch ein bisschen hinterfragen, was Du Motivation dieser Begeisterungsstürme ist. Monetär ist der Anreiz nicht, wenn man den Worten

Diesen Artikel schreibe ich nicht, weil ich irgendwie von Vodafone für mein Bloggen bezahlt werde, sondern weil sich Vodafone seit ein paar Wochen so sympathisch in mein Leben schleicht, dass ich aus meiner Begeisterung über die Kommunikation der Marke noch einen Artikel über sie schreiben möchte.

Glauben schenken darf. Ist es tatsächlich so, dass der unbezahlte Auftritt in einem Werbespot solch Euphorie auslösen kann? Wie billig kann man heutzutage Menschen und vor allem Meinungen und Werbeplätze kaufen?

Sind wir soweit, dass wir Menschen uns in jeder Hinsicht prostituieren nur um irgendwie Öffentlichkeit zu erreichen und unsere 15 Minuten Ruhm (Andy Warhol) erreichen?

Ein Gedanke zu „Wenn Google-Ads und DSDS nicht mehr reichen

  1. Pingback: Interessantes woanders (2009.05.30) › Immersion I/O

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