Ursache und Wirkung des „Terrors“

Mal ganz ehrlich: Ich kann es nicht mehr hören: Terrorwarnung hier, Gefährdung dort und über allem die Verschärfung von Gesetzen und Überwachung sowie vor allem Aufweichung der Bürger- und Grundrechte.

Ich kann den Innenminister geradezu vor Freude lächeln sehen: Eine Video mit einer Terrorwarnung für Deutschland ist aufgetaucht. Da wird doch glatt eine Sondersitzung des Krisenstabes einberufen:“Wo können wir unsere Macht noch weiter ausbauen, der Zeitpunkt ist günstig“. Wird nun der von der Leyensche Ansatz zur Internetzensur ausgebaut? Verdammt, darauf war der Minister gar nicht vorbereitet – der Zeitpunkt ist suboptimal. Hätten die Terroristen denn nicht noch warten können? Das Ausheben eines Kinderpornoringes wäre doch derzeit viel passender gewesen. Aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert.

Ich frage mich: Was passiert eigentlich, wenn eine Al-Quaida Botschaft auf einer arabischen Webseite auftaucht und kein Schwein würde darüber berichten?

  • Würde sich die Gefährdungslage dadurch ändern? NEIN
  • Würde sich der „Panikfaktor“ der Bevölkerung ändern? NEIN
  • Würde die Arbeit der Ermittlungsbehörden erschwert oder vereinfacht? NEIN
  • Würden die Medien weniger Auflage/Zuschauer haben? NEIN
  • Wäre die Verschärfung der Gesetze erschwert? JA

Wem also nützen die „Terrorbotschaften“? Der einzige Nutzniesser sind diejenigen, die versuchen in irgendeiner Art Profit daraus zu schlagen. Al-Quaida ist es nicht. Denn seit Helmut Schmidt ist die Bundesrepublik nicht mehr erpressbar. Die Bürger sind es schon – auch und gerade von der Regierung, aufgrund der künstlch geschürten Gefährdungslage.

McDonald-Kunden als Opfer für Kavaliere

Eben läuft wieder dieser unsägliche McDonald Spot im TV „Glaubst wohl,Du kannst Dir alles leisten“.

Mal ehrlich: Sollte ich neben meiner Prinzessin in einem öffentlichen Verkehrsmittel sitzen und mich würde jemand höflich bitten „Darf ich da mal eben hin“, würde ich vielleicht aufstehen. Wenn der Vollhonk sich dann auf meinen Sitzplatz setzt, würde ich innerlich schon mal langsam „bis drei zählen“. Wenn der mir dann aber den Mund verbietet, wenn ich ihn auf diesen Misstand anspreche und mich fragt, ob ich denn nicht sehen würde, dass er sich gerade mit der Lady (meiner Frau!!!)  unterhält … Naja, sagen wir mal so: Ich hätte echte Probleme, den Herren „Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft“ zu erklären, warum dieses Massaker an dem pickligen Jungspund Notwehr war. Auf alle Fälle würde der – wenn ich mit dem fertig bin – nie wieder auf die Idee kommen, Frauen die sich in Begleitung ihres Partners befinden, dumm anzusprechen.

Wobei wir die Frage nicht ausser acht lassen wollen/müssen, was sich McDonalds und die zuständige Marketingagentur dabei gedacht haben. Soll diese Werbung den Zeitgeist ausdrücken? So nach dem Motto: Nimm dir einfach, worauf Du Lust hast? Befriedige deine Bedürfnisse, egal wie dämlich Du dich anstellst (Ähnlichkeit mit (Bank)Managern sind hier gewiss rein zufällig) und egal welche gesellschaftlichen Regeln Du dabei mit den Füssen trittst?

Ich interpretiere diese McDonald Werbung wie folgt: McDonald ist der Fast-Food Laden für Vollhonks, die jenseits jeglichem Anstands und gesellschaftlicher Regeln des Anstands agieren. Ob man nun jeden McDonald-Kunden als asiozalen Deppen niedersten Erziehungsniveau bezeichnen darf, lasse ich mal dahin gestellt.

Basic Marketing

Man kann ja zu dem Robert Basic stehen wie man will. Wie Marketing funktioniert, DAS hat er begriffen.

Dass Robert Basic nicht nur Geld mit seinem Blog verdient, dass kann jeder geneigte Leser öffentlich nachlesen. Sein Besuch beim Springerverlag ist ja von ihm hinreichend dokumentiert – inklusive Nachbericht. Dass man sowas nicht für „lau“ macht, sollte hinreichend bekannt sein. Auch die stete Lobhudelei für die „neue“ Onlinecommunity „Wer kennt wen“ lässt den Verdacht aufkommen, dass hier eine gewisse Gefälligkeitsleistung erstellt wird. Was aber braucht man, um wirklich erfolgreich seine Beratungsdienste verkaufen zu können?

Man braucht einen Namen! Um sich einen Namen zu erarbeiten, ist es absolut notwendig in den Medien vertreten zu sein. Und genau DAS hat Robert Basic nun mit der Verkaufsabsicht seines Blogs erreicht. Kaum ein Medium, dass nicht darüber berichtet.  Das Bild (bei seinen Kontakten zum Springer Verlag …) berichtet, wundert nicht. Damit hat Robert den Durchbruch geschafft – er hat den Kopf leicht aus der Bloggerszene erhoben und ist öffentlich wahrgenommen worde. Eine Erwähnung bei der Tagesschau ist eine vorsichtige Erhebung in die Öffentlich abseits des Schmuddeljournalismus. Auch wenn Sajonara.de die Angelegenheit als „Basic Thinking: Öffentlich rechtlicher Käsejournalismus “ bezeichnet.

Wenn der Spiegel Robert als Alpha-Geek bezeichnet, ist das zu 99,9999999% übertrieben. Denn allenfalls würde ich Robert als ambitionierten Anwender bezeichnen. Aber never als Alpha-Geek, schon Geek scheint mir übertrieben, wenn ich Tim und Konsorten als Maßstab nehme. Denn ein Geek würde z.B. keine Probleme mit seinem Blog haben, nur weil er mal 21.000 Seitenaufrufe an einem Tag hatte. Andere Blogs stecken täglich 70.000 Aufrufe weg. Sowas passiert nur Anwendern. Aber Trommeln gehört zum Geschäft – und mittlerweile hat sich Robert bis zur Zeit hochgetrommelt: „Ich kann das Blog nicht wegschmeißen, all das, was ich mir in den Jahren erarbeitet habe.“. Tipp von mir: Man muss es nicht wegschschmeissen. Man könnte es auch – über Werbung selbstfinanziert – einfach weiter am Netz stehen lassen. Aber mit dieser Vorgehensweise würde man in seinem Blog nicht Sätze veröffentlichen können, wie:

Das Fernsehen meldet sich und will darüber berichten. Mit 3Sat habe ich für morgen einen Termin ausmachen können, während N24 (+Pro7/Sat1) pending ist (Terminfixierung wegen Dreh).

Da sind sie – die 15 Minuten Ruhm. Genau diese – so spekuliere ich – wird Robert nutzen, um seine Zukunft als Berater „bekannt aus den Medien“ zu bestreiten. Denn er braucht Geld, viel Geld. Schliesslich reichen ihm die 37.000 Euro, die sein Blog erwirtschaftet (Angabe Basic) – neben den Einnahmen für Vorträge – nicht. Selbst nach Abzug von 100.- Euro Hostingkosten monatlich (das ist das grosse Strato Paket), bleiben noch knapp 3000.- Euro (unversteuert) pro Monat über. So mancher Arbeiter würde diesen Betrag gern monatlich als Bruttoeinkommen verzeichnen. Dazu passt auch, dass bei Ebay – trotz der Sebsteinschätzung Roberts – sein Blog irgendwo zwischen 10.000 und 100.000 Euro wert ist, das Mindestgebot bei 24.000 Euro noch nicht erreicht ist.

Was hat Robert mit dieser Aktion aber erreicht: Öffentlichkeit ohne Ende. Publicity, die sicher mehr als 50.000 €uro gekostet hätte, würde man eine Marketingaktion geplant haben. Respekt Herr Basic: Ein Computer/Neue Medien-Geek sind sie GANZ sicher nicht, aber wie man die konservativen Medien hackt, DAS haben sie raus.