Überwachung ole

Manchmal wünschte ich mir, ich wäre dumm und würde die Zeichen der Zeit nicht sehen. Wirklich wahr.

Gerade kam eine Pressemeldung des BKA bezüglich der Zusammenarbeit mit dem „DEUTSCHES ZENTRUM FÜR LUFT- UND RAUMFAHRT (DLR)“ raus. Das BKA erhält Zugriff auf die Satellitenbilder um uns auch auf Wald und Wiesenflächen überwachen zu können. Auf Nachfrage wird es sicherlich heissen, dass die Überwachungsnahmen streng reglementiert sind, jaja. Und Schweine fliegen rückwärts. Aus dem Pressetext:

Die Anforderungen des Bundeskriminalamtes fließen in die Entwicklung des Kerndienstes für zivile Sicherheit im Rahmen des Europäischen Programms für Globale Beobachtung von Umwelt und Sicherheit (GMES).

Das der Hauptteil des Textes Snakeoil ist und darauf abzielt zu beruhigen, mit Texten wie:

So wurden etwa Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich Polizisten bei Einsätzen in unübersichtlichen Gebäuden mittels Trägheitsnavigation via GPS gegenseitig orten, um sich dadurch in Notsituationen unterstützen zu können.

Oder:

Diskutiert wurden beispielsweise Anforderungen an Satellitenbilder bei Großschadensereignissen (Flugzeugabstürze, Bahnunglücke, Hochwasserkatastrophen etc.).

Entschärft den Fakt der Zusammenarbeit keineswegs. Unsere Überwacher haben uns im Griff. Sie arbeiten massiv daran, ihr eigenes System zu schützen, damit in Deutschland NIE WIEDER ein politisches System durch hunderttausende von Menschen, die durch die Strassen ziehen und „Wir sind das Volk“ rufen gestürzt wird.

Ich will Datenschutz! Und die Freiheit meiner Persönlichkeit, auch wenn ich kein Verbrecher oder Gefährder bin. Ist denn das zuviel verlangt? Obschon ich wahrscheinlich allein deshalb Gefährder bin, weil ich hier niederschreibe, was mir die Galle zum kochen bringt.

Quelle: Presseportal.de

Win-Win Situationen

Nach dem Sichten des Tagesschautickers drängt sich mir der Verdacht auf, als wenn gewissen Firmen die Datenbestände, auf welche Sie durch einen Schnüffelauftrag der Telekom Zugriff hatten auch benutzt haben um „Leistungen“ an andere Kunden zu fakturieren.

Ein Subunternehmer von Network Deutschland sagte dem Blatt, die Arbeiten, die für Telekom und Bahn ausgeführt wurden, hätten sich bis ins Detail geglichen. „Es ging um die Ausforschung von Telefonverbindungen, Bankdaten und die komplette Durchleuchtung von Zielpersonen“, sagte der Computerexperte. Sogar Steuererklärungen seien beschafft worden. Ziele seien Mitarbeiter der Bahn und Personen im Umfeld des Konzerns gewesen.

Und nun sollen die Daten der Vorratsdatenspeicherung ALLER Provider und Telefongesellschaften im „unkontrollierten“ Zugriff  erreichbar sein? HALLO?

Wahrscheinlich wird die schwere der Straftat bei einer eventuellen Verurteilung der Beteiligten in o.A. Schnüffelskandalen nicht durch die Tat selber bestimmt, sondern durch den Faktor „Verfassungsfeind“, weil dem Volk – zumindest Ansatzweise – die Augen geöffnet wurden, wie gefährlich dieses Datensammeln wirklich ist.

Auch Du, mein Sohn Brutus?

Nun ist es soweit, selbst der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) kritisiert seinen Innenminister, wie dem Tagesschauticker zu entnehmen ist:

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat das Treffen von Innenminister Wolfgang Schäuble mit der Telekommunikations-Branche als „reine Schaufensterpolitik“ scharf kritisiert. „Es reicht nicht, sich nach den unfassbaren Vorgängen bei der Telekom zu Kaffee und Plätzchen zu verabreden“, sagte BDK-Chef Klaus Jansen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Dem selben Artikel ist eine Aussage des Telekom-Chefs René Obermann zu entnehmen:

„Kundendaten sind unser höchstes Gut. Unsere Sicherheitskonzepte werden regelmäßig fortentwickelt, überprüft und mit den zuständigen Aufsichtsbehörden abgestimmt.“

Na, das ist doch das, was uns auch unsere Regierung immer wieder erklärt: „Höchstes Gut“. Schön zu wissen, wie diejenigen, die etwas als höchsten Gut definieren, mit eben diesem Umgehen.

Vertrauen? Ich kann gar nicht soviel Nahrunsmittel in mich hineinstopfen, wie ich k***** möchte … 🙁