Die persönliche Datenindex

Nun habe ich auch endlich das berüchtigte Schreiben des Finanzamtes in den Händen. Eine eindeutige Nummer, mit der ich absulot eindeutig identifizierbar bin: Die „persönliche Identifikationsnummer“. Nun hat der Staat endlich seinen eindeitigen Index, den er – so ganz langsam, nach und nach – über unterschiedliche Wege mit allen Daten verknüpfen kann. Keine Heirat oder Namensänderung kann dann noch für Dateisatzzuordnungsfehler sorgen, deutscher Grundlichkeit sei Dank.

Schon am 02.08.2008 schrieb Heise dazu:

Anders als von der Bundesregierung behauptet, sei die Verwendung der Kennung prinzipiell nach Maßgabe anderer Rechtsvorschriften für beliebige Zwecke erlaubt und nicht auf Aufgaben der Finanzbehörden beschränkt. Selbst eine Übermittlung an ausländische Stellen sei im Gesetz vorgesehen.

Weitere Informationen zu der persönlichen ID-Nummer gibt es zum Beispiel bei der Humanistischen Union

Da – wie die Vergangenheit gezeigt hat – der Datenschutz in unserem Lande eher eine lachpille, denn ein verlässliches Instrument ist, sollte man sich gegen diesen Datensatzindex wehren, der uns von der Geburt bis zu 20 Jahren nach dem Tod  eindeutig identifiziert.

So sind unsere Volksvertreter, Schweine auf Urlaub

wenn WIR uns so im Ausland verhalten, werden wir zu recht von der Presse als Vandalen-Touris nieder gemacht. Sollte ich mich – als Vertreter meiner Arbeitgebers!! – so in der Öffentlichkeit aufführen, wäre ein Abmahnung sicher gerechtfertigt, wenn nicht schlimmere Konsequenzen (Versetzung in den Innendienst – BLOSS keinen Kundenkontakt).

Wenn sich unsere gewählten Volksvertreter allerdings aufführen, wie das berühmte Schwein auf dem Sofa, wird ganz sicher nix passieren.

Armes Deutschland.

Achja, warum und worüber ich mich aufrege findet ihr bei Spiegel

Es geht um Auslandsreisen (DIENSTreisen von Bundestagsabgeordneten)

Vor Reiseantritt habe Krüger „wiederholt“ darauf hingewiesen, „dass das Programm bitte nicht mit inhaltlichen Terminen zu überfrachten sei und genug Zeit zur freien Verfügung bleiben möge“, notierte Generalkonsul Schütte.

Die Ärsche der Nation

sind die Hartz-IV Empfänger. Es sind ja nicht alles „Totalversager“ – wie so gern von Stammtischrunden und der typisch verdächtigen Tages“zeitung“ propagiert, sondern es sind auch Menschen wie Du und ich. Menschen, die entweder Peche haben, die entweder in der Zeit der „normalen“ Arbeitslosigkeit nicht vermittelt werden konnten, oder auch Selbstständige, die ihre Selbstständigkeit aufgeben mussten. Ja, auch die rasseln direkt in Hartz-IV rein (kenne ich SEHR genau das Problem). Auch bei genügend spezialisierter Qualifikation ist man schwer bis gar nicht vermittelbar. Überqualifiziert heisst das Zauberwort. Das man mit 45 (Quasi in der Mitte des Berufslebens) „zu alt“ ist um vermittelt zu werden, kommt erschwerend hinzu.

Nun hat die „Pest der Dienstleistungsgesellschaft“ – die Outbound-Callcenter – eine neue, kostensparende Methode gefunden ihr übles Werk durchzuführen: Sie gewähren Hartz-IV eine Chance wieder ins Berufsleben zu komen. Eine perfide Art durch Kosteneinsparungen den Gewinn zu maximieren, denn bei Langzeitarbeitslosen sponsort die Arge „Neueinstellungen“ jeden Monat mit 500€ abgebenfrei. Aufgeteit in je 250€ rutto für netto an Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Da sich die Callcenterbranche (im Outbound-Bereich – kalte Aquise) sich massiv über Erfolgshonorare finanziert, sind die internen Kosten nahezu null.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Hartz-IV Empfänger nicht dagegen wehren darf, solch einen Job anzunehmen. Er muss den vermittelten Job annehmen – auch wenn er in dem Callcenter verbotene Tätigkeiten durchführen muss, denn Kaltaquise in Richtung Privatpersonen ist gesetzlch verboten – genau so wie das telefonische Werben für Gücksspiele.

Richtig perfide ist, dass die Bezuschussung der Hartz-IVer nicht stetig wiederholbar ist. So wird die „Bezuschussung zur Wiedereingliederung“ durch diese Mistmaden von Callcenterkraken verbrannt und wenn dann der Arbeitssuchende später die Chance hätte, einen richtigen Job zu bekommen, ist es Essig mit der Förderung.

Sollte sich jemand übergeben müssen: Mein Klo ist gerade besetzt.

Quellen: Tagesschau und TAZ