Thats business: Twitter-Follower erkaufen

Das Blogeinträge gesponsert sind und man über Twitter auch Werbung machen kann, ist nichts neues. Was – zumindest für mich – neu ist, ist der Weg den der neue Inhaber von Basicthinking geht: Man erkauft sich Follower auf dem Dienst Twitter:

Dazu lässt unser Chef insgesamt 1.000 Tagestickets (eigentlich 38 Euro) für euch springen. Gratis. Eine winzigkleine Bedingung gibt es dafür dann aber doch: Ihr seid basicthinking-Follower bei Twitter. Wer unser Profil noch nicht auf dem täglichen Schirm hat, kann dies über unser Twitter-Profil nachholen.

Wobei anzumerken ist, dass die meinsten Tweets (Twitternachrichten) des Twitterers Basicthinking nur auf auf das Blog selbst hinweisen. Letztendlich soll durch diesen Schritt nur die Zahl der Zugriffe auf das Blog erreicht werden.

OK, ich gebe zu, ich poste auch fast nur noch Blogeinträge in Twitter, aber ich brauche nicht für meine Follower zu bezahlen – so abgedreht ist meine Profilneurose noch nicht 🙂

Alter Schwede, Saab ist platt

Eben entnehme ich der Tagesschau, dass Saab Insolvenz angemeldet hat. Eigentlich stand es ja zu erwarten, aber nun ist es doch (man ist fast geneigt endlich zu sagen) passiert. Äusserst interessant finde ich folgenden Teil des Berichts:

Schwedens Regierungschef Fredrik Reinfeldt sagte: „Wenn der größte Autokonzern der Welt es über 20 Jahre nicht geschafft hat, Saab überlebensfähig zu machen, wird das der schwedische Staat wohl kaum besser können.“

Die Begründung, warum die Schweden kein Geld in den Autohersteller gepumpt haben, kling auch plausibel:

Die schwedische Regierung hatte sich geweigert, Saab Staatshilfen zu gewähren – auch, um zu vermeiden, dass das Geld schwedischer Steuerzahler beim angeschlagenen Mutterkonzern GM versickert.

Hut ab vor den Schweden. Denn es sind schwedische Arbeiter, die arbeitslos werden. Aber NOCH wird Saab weiter produzieren. Mal sehen was passiert.

Warum Grossaktionäre für mich Drecksäcke sind

Wenn ich im Spiegel lese, dass der Grossinvestor Christopher Flowers, durch Verkauf  seiner Anteile an der Hypo Real Estate (HRE), Bewegung in das Debakel  marode bank bringt, freut mich das ja ein bisschen.

Aber hey, der Typ (ich schreibe jetzt hier nicht die Bezeichnungen, die mir für so ein widerlich geldgieriges Wesen, dessen Egoismus nur noch durch seine Geldgier übertroffen wird, einfallen) will für seine Aktien den doppelten Börsenwert haben:

In die Übernahme der Krisenbank Hypo Real Estate durch den Staat kommt Bewegung. Großaktionär Christopher Flowers würde seine Anteile an die Bundesregierung abgeben – zum doppelten Börsenpreis. (Quelle Spiegel)

Diese Schmarotzer sollte man man doch glatt voll gegen die Wand rennen lassen, indem man die betreffenden Firmen einfach gegen die Wand fährt und denen dann jegliche Unterstützung streicht,wenn ihre Aktien auf dem Altpapiermarkt nach Gewicht bewertet werden. Durch die Interessen der Aktionäre (Shareholdervalue) wurden in den vergangenen 20 Jahren unsagbar viele Arbeitsplätze vernichtet. Und nun – wenn die Wirtschaft durch ihre unsagbare Geldgier – zusammenbricht, wollen sie ganze Länder ausbluten lassen, indem sie sich ihre Erträge von den Steuergeldern zahlen lassen.

Ich spucke ihnen ins Gesicht!

Und nein, damit meine ich nicht die vielen Kleinanleger, die von den Banken überredet wurden, anstelle von Bundesschatzbriefen doch lieber Aktien zu kaufen. Und ja, ich werde wirklich sauer, wenn ich sowas lese.