Steuerzahler finanziert nochmal kräftig den Atomstrom: Asse wird geschlossen

Die gute Nachricht: Das marode Atommülllager Asse wird geschlossen

Die schlechte Nachricht: Die Steuerzahler (Du & Ich & all die anderen Deppen)) zahlen die Kosten – das würde ja sonst vom Ertrag der Energiekonzerne – und noch schlimmer von der Dividende der Aktionäre – abgezogen werden müssen.

Der Tagesschau ist zu entnehmen:

Grüne und Linke kritisierten die Regelung scharf. Die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl sagte, die Regierung spanne damit einen „Schutzschirm über die Milliardengewinne der Atomindustrie“. Dorothée Menzner von der Linkspartei betonte, die Steuerzahler müssten nun die Kosten übernehmen, obwohl Stromkonzerne seit Jahrzehnten nur Gewinne machen würden. […..] Geschätzt wird, dass die Sicherung des Atommülls mehr als zwei Milliarden Euro kosten dürfte.

Na dann mal Prost – wir (Steuerzahler) haben ja auch gerade keine anderen Probleme.

Damit das klar ist: Ich bin NICHT gegen die Aufgabe der Atomwüste Assen, keineswegs. Aber das die Energiekonzerne den Atomstrom auch ausserhalb Deutschlands zu geld gemacht haben, wir doofen Deutschen aber die Kosten am Arsch haben, DAS regt mich auf!

Der Beweis: Bahnmanager Mehdorn schwebt in hoeheren Sphaeren

In der Affäre um die Überprüfung der Daten zehntausender Mitarbeiter der Deutschen Bahn hat der Konzern die Staatsanwaltschaft Berlin eingeschaltet. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sagte in Berlin, er erhoffe sich davon „eine Versachlichung der Debatte und eine Besinnung auf die Fakten“. Derzeit seien viele „Diskussionsbeiträge durch eine unverantwortliche Skandalisierung geprägt“. Dem solle durch das Einschalten der Staatsanwaltschaft „der Boden entzogen“ werden.

beginnt die Tagesschau einen Bericht über den S-K-A-N-D-A-L (ÜBERWACHUNGSSKANDAL!!) bei der Bahn. Wie weit weg vom Boden der rechtstaatlichen Grundordnung muss ein Mann sein – wie wenig Restanstand mag sein Denken, Handeln und Entscheiden beeinflussen, wenn er so vehement die skandalträchtigkeit der Vorgänge innerhalb der Bahn bestreitet. Wenn die Bahn AG 173.000 ihrer rund 240.000 Mitarbeiter überwachen lässt. Hat die Stasi eine ähnliche Durchdringung realisieren können? Aber Mehdron – in seiner ureigenen Welsicht führt weiter aus:

Der Datenabgleich sei nach Ansicht der Bahn rechtlich nicht zu beanstanden, bekräftigte Mehdorn. Dies sei Praxis in vielen Unternehmen und werde von Wirtschaftsprüfern und Staatsanwälten ausdrücklich empfohlen.

Was Mehdorn aber vergisst (und ein Staatsanwalt wird dieses kleine aber wichtige Detail gewiss nicht unter den Tisch fallen lassen) ist, dass der Betriebsrat diesem zustimmen muss und das überwachte Mitarbeiter über diese Überwachung informiert werden müssen. All das weiss der Mehdorn nicht? Dann ist er zu dumm um diese, seine Position zu besetzen. Oder aber er spricht wissentlich nur Halbe Wahrheiten aus – das ist manipulativ und andere sollen beurteilen, ob es eine Lüge ist.

Laut FAZ nötigte Mehdorn durch diese Aussagen auch den Kommentar anderer Unternehmer:

Andere große deutsche Konzerne verwahrten sich am Freitag gegen den Eindruck, das Vorgehen der Bahn sei gängige Praxis.

Hat der eigentlich noch echte Freunde, oder braucht der so viel gehalt, weil er sich auch seine Freunde kaufen muss?

Die Bahn, Zeitlinie und der Betriebsrat

Das Mysterium Bahn. Da ist ein Vorstandchef Mehdorn, der wie ein Pascha – in einem Sessel mit Fünf-Punkt-Gurt – an der Spitze des ehemaligen Staatsunternehmen sitzt. Der kann da offensichtlichtlich gar nicht herausfliegen. Warum? KEINE Ahnung. Bei der Bahn wird Geld gesammelt und gehortet. Da werden Inspektionsintervalle erweitert, Reparaturen „schleifen lassen“ nur um einen guten Start in den Börsengang zu haben. All das ist nun erstmal Schall Rauch, aber es ändert sich nichts.

WIE die Bahn tatsächlich intern funktioniert wird anhand der internen Überwachung deutlich propagiert:

  1. Es tauchen Medienberichte auf, in denen von 1000 überwachten Mitarbeitern die Sprache ist. Die Bahn wiegelt ab: Gar nix los. Aber trotzdem:
  2. Die Bahn teilt mit, dass 300 Bahn-Mitarbeiter durch die Überwachung der Vorteilsnahme oder ähnlichem überführt wurden. 300 von 1000 – hmm, kann man da denken. Da haben die vielleicht sehr vorsichtig und nur bei SEHR massiven Verdachtsmomenten überwacht. Bei einer Trefferrate von 30% vielleicht nicht sooo emotional zu verdammen. ABER:
  3. DANN taucht die ECHTE Zahl auf: 173.000 Mitarbeiter wurden – OHNE Wissen des Betriebsrates – überwacht. 30% Trefferquote? Hmmm, weit gefehlt.

Ein weiterer Beweis, dass sich die bahn in die Riege der abgedrehten Grossunternehmen einreiht, die der meinung sind über dem Gesetz und allgemeinen Regeln des Zusammenlebens zu stehen: Nimm was Du kriegen kannst und gehe dabei „über Leichen“.